Eine bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich

ADRA ist im Jemen eine führende Hilfsorganisation. Im Norden des Landes, in Hajjah, Saada und Hudaida, ist ADRA Deutschland ein zentraler Akteur in der Gesundheitsversorgung. Hudaida ist weiterhin der gefährlichste Ort im Jemen für Zivilisten.

 „Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast der Gewalt. Wohnhäuser, landwirtschaftliche Betriebe, Märkte und Gesundheitseinrichtungen werden beschädigt und zerstört, die bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich“, sagen die humanitären Helfer, die im Jemen tätig sind. In diesem Jahr wurden durch Bodenkampf insgesamt 1.008 Zivilisten getötet. Über 40 Prozent aller Vorfälle von bewaffneter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung fand in der Region Hudaida statt.

Die humanitäre Lage ist katastrophal und die Versorgung verschlechtert sich mit jedem Angriff weiter. In diesem Jahr wurden fast 390.000 Jemeniten aus ihren Häusern vertrieben, es sind 2 Millionen Menschen auf der Flucht.

Was die Menschen im Jemen am meisten brauchen, ist ein Ende der Gewalt durch eine politische Lösung des Konflikts. Die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit betrifft 30 Millionen Einwohner, davon sind 80 Prozent, 24 Millionen Menschen, zum Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Jemen werden durch Land- und Seeblockaden die Lieferungen von Hilfsgütern erheblich erschwert, die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln kommt immer wieder zum Erliegen. Deshalb wurden Fehlende medizinische Versorgung und zerstörte Infrastruktur führten 2019 zu über 460.000 Cholera-Verdachtsfällen, 2.700 Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Die notleidende Bevölkerung wird zusätzlich von einer Dengue-Epidemie heimgesucht. Die Vereinten Nationen haben 2.000 Erkrankungen und bereits 50 Tote (Stand 26.11.19) gemeldet.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
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