Ebolavirus im Kongo – ADRA hilft den Menschen vor Ort

Ebola im Kongo - ADRA hilftEbola – der „schwarze“ Tod Afrikas

Die Bevölkerung in der Demokratische Republik Kongo (DRK) kommt einfach nicht zur Ruhe. Im Sommer 2018 brach das Ebolavirus in den kongolesischen Provinzen Nord Kivu und Ituri aus. Jetzt breitet sich die Infektionskrankheit auch über andere Gebiete aus und bedroht die Menschen in Uganda. Erschwerend kommt hinzu, dass sich seit rund drei Wochen eine Masernseuche in der ganzen DRK ausbreitet. Besonders zu Schaffen macht die ganze Situation den Schwächsten – Babys, Kleinkindern und schwangeren Frauen.

ADRA ist in den oben genannten Provinzen vor Ort und hilft den Menschen mit insgesamt acht Projekten. Davon sind zwei ganz auf die Eindämmung des Ebolavirus ausgerichtet.

Tödliche Routine

Seit dem ersten Ausbruch 1973 ist dies bereits die 14. Ebolaepidemie, die dieses Land heimsucht (Quelle Wikipedia). Die Menschen im Kongo leiden permanent unter dieser Krankheit. Erschwerend kommt hinzu, dass seit über zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg im Kongo herrscht. Die Bevölkerung stirbt nicht nur durch Krankheit und Waffengewalt, sondern auch durch Vertreibung und mangelnder Sanitäranlagen. So können sich Viren problemlos verbreiten. Alleine in der Provinz Ituri, in der ADRA tätig ist, sind seit Juni 2019 300.000 Menschen nach den Zusammenstößen zwischen den kongolesischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen vertrieben worden.
Seit Ausbruch des Ebolavirus 2018 bis heute, sind schon 1675 Todesfälle zu beklagen. Die Wahrscheinlichkeit nach einer Ansteckung zu sterben, liegt bei rund 70 Prozent.

Zusätzlich grassieren ebenfalls seit Wochen die Masern. Mehrere Gesundheitszonen in Ituri und Nord-Kivu sind ebenfalls von dieser Masernepidemie betroffen.

ADRA schenkt Hoffnung

Gerade die Projekte von ADRA, die sich direkt mit dem Ebolavirus auseinandersetzen, helfen besonders den Kindern- und Kleinkindern.

Hauptziel der Maßnahmen ist es, das Risiko der Unterernährung bei Kindern im Alter von 0 bis 26 Monaten, schwangeren und stillenden Frauen, die von der Infektionskrankheit betroffen sind, zu verringern.

Stillecken in Behandlungs- und Gesundheitszentren werden eingerichtet, um die Unterernährung bei Kindern unter 2 Jahren zu verhindern, denen das Stillen vorenthalten werden würde, wenn die Mutter krank und im Krankenhaus liegt. Stillmaterial wie Ultra-Hochtemperatur-Milch sowie notwendige Ausrüstung wie Rucksäcke, Messbecher, Dichtungen und Paletten zur Säuglingspflege werden beschafft. Um eine professionelle Behandlung den Kindern und deren Müttern zu ermöglichen, wird ebenfalls viel Gewicht auf die Ausbildung und Schulung von Krankenschwestern, Ernährungs- und psychosozialen Assistenten und des ADRA-Personals zur Notversorgung von Säuglingen und Kleinkindern im Rahmen der Ebolaepidemie gelegt.
Diese Sofortmaßnahmen dienen dazu, akute Not sofort und schnell zu lindern. Mindestens genauso wichtig ist allerdings auch, die Menschen, die meist in Dorfgemeinschaften leben, über das Thema Ebola zu sensibilisieren. Welche Anzeichen gibt es, wenn sich Menschen mit Ebola infiziert haben? Welche Risikofaktoren verbergen sich dahinter? Und welche Möglichkeiten gibt es, Ebola zu verhindern?

So entsteht ein Frühwarnsystem, was die Chancen steigen lässt, dass das tödliche Virus sich nicht mehr so rasant ausbreiten kann – mit der Hoffnung, dass es möglichst bald eingedämmt wird.

Bitte unterstützen Sie die Menschen im Kongo, die unter dem Ebolavirus zu leiden haben. Mit Ihrer Spende erreichen Sie, dass besonders den Kindern und schwangeren Frauen Hoffnung geschenkt wird, die Krankheit zu überwinden und eine lebenswerte Zukunft zu erhalten. Unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“ in unserem Spendenformular können Sie den Menschen helfen.