Drei Forderungen aus der Zivilgesellschaft – offener Brief an die Bundeskanzlerin

ADRA stellt Forderungen an die BundeskanzlerinADRA Deutschland stellt wie weitere 261 Organisationen in einem Brief an die Bundeskanzlerin Forderungen, um für mehr Humanität im Umgang mit den „Mittelmeerflüchtlingen“ zu sorgen. Konkret wird verlangt, einen Notfallplan für Flüchtlinge zu erstellen, „sichere Häfen“ zu ermöglichen und keine Rückführungen nach Libyen mehr durchzuführen.

Wir setzen uns für eine menschenrechtsbasierte, solidarische Flüchtlingspolitik ein. Da zivile Seenotrettungsschiffe seit geraumer Zeit blockiert werden, wird durch diese Abschottung und Abschreckung der Tod von Tausenden hingenommen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres sind schon über 300 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Das See- und somit auch das Völkerrecht muss wieder eingehalten werden.
Aus diesem Grund wurden drei Forderungen gestellt. Die erste Forderung beinhaltet einen Notfallplan für Bootsflüchtlinge, der den Schutzsuchenden eine sichere Landung in einem europäischen Hafen, eine humane Aufnahme und ein faires Asylverfahren gewährt.
Der zweite Punkt betrifft die zusätzliche freiwillige Aufnahmebereitschaft von Schutzsuchenden. Viele deutscher Kommunen, Gemeinden und Städte habe diese Bereitschaft schon angekündigt.
Und als Drittes fordern wir, keine Rückführungen nach Libyen mehr durchzuführen. Viele der Menschen, die in dieses Land zurück müssen, sind der Gefahr ausgesetzt, gefoltert, versklavt und der Gewalt ausgesetzt zu werden.
ADRA Deutschland hat diesen Brief mitunterzeichnet, damit humanitäre Lösungen in der „Mittelmeerfrage“ gefunden werden und die Schutzbedürftigen nicht zu Schaden kommen.

Lesen können Sie den kompletten Brief unter https://de.scribd.com/document/404264222/Offener-Brief.