Corona Update Mali: „Das kann viel Leid bedeuten“

Viele Menschen in Mali machen sich große Sorgen wegen des Virus und haben Angst vor den Einschränkungen. Eine von ihnen ist Kamissoko Nana Sidibe. Sie ist Mutter von drei Kindern, mit denen sie und ihr Ehemann zusammenleben. Im Haushalt wohnen außerdem ihre Schwiegermutter und ihr Schwager.

Kamissoko Nana Sidibe lebt mit ihrer Familie in Mali„Viele Menschen glauben nicht an die Existenz der Krankheit“, sagt Kamissoko. „Die von den Behörden empfohlenen Präventionsmaßnahmen werden kaum befolgt. Menschen kommen weiterhin zu Hauf auf den Markt oder drängen sich am Bahnhof. Es gibt keinen Platz zum Händewaschen und es gibt auch keine Seife. Es muss viel mehr aufgeklärt werden. Die Bevölkerung, auch die Analphabeten, müssen informiert werden und man muss ihnen sagen, wie sie sich verhalten sollen. Sie müssen an die Existenz der Krankheit glauben, sonst wird hier niemand die Einschränkungen akzeptieren oder befolgen“ sagt Kamissoko.

Um das schlimmste zu verhindern, ist ADRA dabei, die Bedeutung von Hygiene, Ernährung und Gesundheit in jeder Gemeinde, in der wir arbeiten, zu vermitteln.

Ein Mitarbeiter von ADRA beim HändewaschenDie ADRA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklären den Teilnehmern anhand von konkreten Beispielen wie mangelnde Hygiene Krankheiten verursachen kann, die oft unheilbar sind. Und sie erklären, was jede Person routinemäßig tun muss, um Krankheiten zu verhindern.
Die Teilnehmer wiederum sind MultiplaktorInnen und vermitteln ihr wissen weiter.

Durch die neuen Hygieneregeln fühlen sich Kamissoko und ihre Familie etwas besser. Sie weiß, dass sie ihre Familie und sich schützen muss, da die medizinische Versorgung kaum vorhanden ist. Sie ist sich aber auch sicher, wenn die Krankheit ihre Region erreicht „wird es schwerwiegende Folgen haben. Wenn die Maßnahmen härter werden, z.B. die Märkte geschlossen werden, werden viele Familien hungern. Das kann viel Leid bedeuten.“

Zum Projekt:
Ziel des Projektes ist es, 4.500 arme Kleinbauern dabei zu unterstützen ihre Landwirtschaft an den Klimawandel anzupassen und ihre Ernten zu steigern. Das Projekt wird unterstützt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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