Mit Wasser und Hygiene den Hunger bekämpfen

Weltweit müssen 2,5 Milliarden Menschen ohne eine gesundheitlich unbedenkliche sanitäre Versorgung mit sauberem Trinkwasser auskommen. Das hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und Lebenssituation der ganzen Familie. ADRA ist im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene aktiv und setzt sich für das Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen ein.

Mit Wasser, Sanitär und Hygiene den Hunger und die Armut bekämpfen – geht das? Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, sind anfälliger für Krankheiten und den Verlust ihrer Leistungskraft. Regelmäßige Schulbesuche der Kinder und die Erwerbsfähigkeit von Erwachsenen sind gefährdet. Medikamente und medizinische Behandlungen kosten Geld. Diese Mittel fehlen dann zur Versorgung der Familie. Im Vergleich zu Deutschland sind die meisten Einkommen in Ländern des globalen Südens geringer und Sozialversicherungen können sich die meisten Menschen nicht leisten. Fehlen die Mittel für Hygiene und eine ausgewogene Ernährung, kommt es langfristig zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit – es ist ein Kreislauf. Projekte, die ADRA im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene umsetzt, wirken also nachhaltig gegen Armut und Hunger! Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Installation von Wasseraufbereitungsanlagen, saubere Lagerungsmöglichkeiten, sichere und umweltschonende Abwasserentsorgung und Hygieneschulungen fördern die Gesundheit und ermöglichen Millionen Menschen ein lebenswerteres Leben.

ADRA fördert den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen u.a. in Kenia, Äthiopien und Madagaskar.

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Erdbeben in Albanien: Die Hilfe läuft an!

So schlimm wie diesen Dienstag war es noch nie. Albanien hat in den letzten zwei Jahren häufiger Erdbeben erlebt, das Beben von Dienstag war das schwerste Erdbeben seit 1926.

In den frühen Morgenstunden traf ein Erdbeben der Stärke 6,4 den Balkanstaat. Die Auswirkungen waren bis nach Italien zu spüren. Nach offiziellen Angaben sind 23 Menschen ums Leben gekommen und über 600 Verletzt. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt oder beschädigt. Auch ein Projekt von ADRA Deutschland ist betroffen.

Die Roma-Gemeinschaft in der Stadt Fushe Kruja, nahe des Epizentrums des Bebens, ist auch betroffen. Von elf Familien ist ihr zu Hause so stark zerstört, dass sie die Nacht im Freien, draußen in der Kälte, verbringen mussten. Insgesamt sind 43 Familien auf Hilfe angewiesen. ADRA nimmt sich der marginalisierten Minderheit der Roma besonders an und versorgt die Familien mit Essen, Zelten, Kleidung, Matratzen und Decken. Neben der Nothilfe beginnen parallel weitere Bedarfsanalysen, um den genauen Hilfebedarf zu ermitteln und die betroffenen Familien zielgerichtet zu versorgen.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe für Albanien mit einer Spende unter dem Stichwort „Erdbeben Albanien“. Mehr dazu unter www.adra.de/spendenformular

Das ADRA-Projekt:
In der Stadt Fushe Kruja betreibt ADRA Deutschland seit 2017 ein Bildungs- und Integrationsprojekt für Roma-Familien. Die Eltern erhalten Alphabetisierungskurse und werden für Kinderrechte und den Wert von Bildung sensibilisiert. Die Kinder erhalten Zusatzunterricht und Nachhilfeunterricht. Mehr zu dem Projekt unter https://adra.de/bildung-fuer-marginalisierte-in-albanien/.

Die Arbeit von ADRA Deutschland in Albanien wird unterstützt durch das Auswärtige Amt.

Zerstörtes Gebäude in der Stadt Thumana (c) ADRA Albanien

Laos: Ausbau der Ernährungssicherheit und Widerstandskraft

Ist die Nahrungssicherheit in Städten und zentralgelegenen Dörfern in Laos im Wesentlichen gut ausgebildet, sind die Nahrungsmittel und Erwerbsmöglichkeiten in den entferntesten Bergdörfern sehr eingeschränkt.

ADRA setzt sich in enger Zusammenarbeit mit der laotischen Regierung in der Provinz Phoukoud ein, die dort lebende Bevölkerung zu schulen, die natürlichen Ressourcen so zu nutzen, dass eine klimaresiliente Landwirtschaft und verbesserte Lebensgrundlagen geschaffen werden. In Trainings wird erarbeitet, wie die laotischen Kleinbauern mithilfe von Nutzgärten und Gewächshäusern den Gemüseanbau intensivieren. Ebenso werden die Gemeinden in effizienterer Viehhaltung sowie Fisch- und Entenzucht geschult. Eine zusätzliche Förderung erhalten frauengeführte Haushalte und Haushalte von Menschen mit Behinderungen, um ihre gesellschaftliche Rolle zu verbessern und eine soziale Vielfalt entstehen zu lassen.
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Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Welttoilettentag 2019: Tabus brechen

„Darüber spricht man doch nicht“, heißt es oft mit Blick auf das stille Örtchen. Doch das ist falsch, denn die Tabuisierung kostet im Zweifel sogar Menschenleben. Fakt ist, dass etwa ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen hat. Fehlt der Zugang zu Sanitäreinrichtungen, breiten sich Infektionskrankheiten wie Cholera oder sonstige Durchfallerkrankungen aus. Erkrankungen, die auf verunreinigtes Wasser zurückgehen; sie sind die häufigste Todesursache von Kleinkindern, da diese besonders anfällig sind.

ADRA unterstützt Menschen durch Aufklärung und materielle Hilfe, so zum Beispiel im Jemen, wo weiterhin der anhaltende Bürgerkrieg die zivile Infrastruktur zerstört. Eine Cholera-Epidemie hat bisher mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet, es wurden mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle gemeldet. Der Welttoilettentag am 19.11. soll uns daran erinnern, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, bis alle Menschen auf dem Planeten Zugang zu ordentlichen Sanitäranlagen haben.

Unterstützen Sie die Projekte von ADRA mit Ihrer Spende, um Menschen Schulungen und Ausbildungen in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen. >> zum Spendenformular

Auf den letzten Metern…

Noch bis zum 24. November können bei den Aktionsgruppen von „Aktion Kinder helfen Kindern!“ Pakete abgegeben werden. Natürlich findet in diesem Jahr auch wieder der beliebte Kreativwettbewerb statt – über Fotos der liebevoll gestalteten Pakete wird ab dem 16.12. online abgestimmt. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ sammelt ADRA auch Geschichten und Bilder zu den schönsten Erlebnissen, die mit der Aktion gemacht wurden. Die schönsten Einsendungen werden dann gleichfalls veröffentlicht.

Bis dahin heißt es noch kräftig mit anpacken – ob handfest bei der Paketeinsammlung oder fleißig mit Stift oder Computer.
Das ADRA-Team freut sich über jede Art des Einsatzes.

Alle Informationen zu den Jubiläumsaktionen und die Zahlen der diesjährigen Paketaktion sind auf der Aktionswebsite zu finden: www.kinder-helfen-kindern.org.

Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober

Im Kampf gegen Katastrophen führten die Vereinten Nationen vor 30 Jahren diesen Gedenktag ein. Im Katastrophenfall gewappnet zu sein und sich schützen zu können bedarf der Entwicklung von Notfall- und Sicherheitsplänen und vielfältiger Maßnahmen.

Trainings, Frühwarnsysteme sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln dämmen die Risiken in Katastrophenfällen wie Dürren, Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen ein und minimieren die Verluste. Die Bedeutung der Katastrophenvorsorge wird aufgrund der Folgen des Klimawandels weiter zunehmen. Katastrophenvorbeugung ist ein Tätigkeitsschwerpunkt bei ADRA, zum Beispiel im Südpazifik. Die mehr als 300 Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. ADRA fördert durch seinen partizipativen Ansatz die aktive Rolle der Bevölkerung vor Ort und stärkt damit das Risikobewusstsein und die Widerstandskraft.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA in der Katastrophenvorsorge unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“.
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Bahamas: 3 Dinge, die ADRA sofort umsetzt

Der Hurrikan Dorian verwüstete Anfang September die Inseln Abaco
und Grand Bahama. Nach Berichten aus den lokalen Medien sind aktuell 53
Todesfälle bekannt, die Zahl der Toten wird wahrscheinlich weiter ansteigen, da
noch immer 692 Menschen vermisst werden und die Rettungsteams noch nicht alle
verwüsteten Orte erreichten. Obwohl das volle Ausmaß der Schäden noch nicht
bekannt ist, steht jedoch fest, dass ungefähr 70.000 Menschen dringend auf Nahrungsmittel,
sauberes Wasser, Medikamente und andere Notfallvorräte angewiesen sind.

ADRA baut die Hilfe noch einmal aus und mobilisiert weitere
Ressourcen, um das bereits vorhandene Ernährungsprogramm zu erweitern.

Wie sieht die Hilfe genau aus?

Lebensmittelverteilung auf Bahamas nach dem Hurrikan (c) ADRA International

1. Lebensmittel, Wasser, NFI-Verteilung
Die betroffene Bevölkerung erhält warme Mahlzeiten, Wasser und Lebensmittel. Darüber hinaus werden sogenannte Non-Food-Items (lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken, Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser) verteilt, um bei der Unterbringung und den Notwendigkeiten zu helfen.

2. Medizinische und gesundheitliche Maßnahmen
Nach einer Katastrophe wie dem Hurrikan Dorian steht die medizinische Versorgung, einschließlich der psychischen Gesundheit, ganz oben auf der Prioritätenliste. ADRA verteilt zur Prävention von Krankheiten Hygienekits und durch medizinisches Fachpersonal auch Medikamente. Für Kindern und Jugendliche werden sichere Räume zur Verfügung gestellt, um ihr psychosoziales Wohlbefinden zu verbessern.

3. Bargeld und Planen
Für die Familien, die von den Inseln Abaco und Grand Bahamas geflohen sind, unterstützt ADRA mit Bargeld. Damit leistet ADRA einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Häuser und Wohnungen. Außerdem unterstützt ADRA Hausbesitzer mit Planen und Baumaterial, damit sie möglichst schnell wieder in ihre Häuser zurückkönnen.

Die Maßnahmen laufen zunächst bis Ende November 2019. Nach
Bedarf wird der Einsatz bis Februar 2020 verlängert. Das Projekt wird aus einem
Zusammenschluss von neun internationalen ADRA-Büros finanziert.

Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas-Inseln unterstützen. Nutzen Sie dazu bitte unser Spendenformular unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“: ZUM SPENDENFORMULAR.