Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober

Im Kampf gegen Katastrophen führten die Vereinten Nationen vor 30 Jahren diesen Gedenktag ein. Im Katastrophenfall gewappnet zu sein und sich schützen zu können bedarf der Entwicklung von Notfall- und Sicherheitsplänen und vielfältiger Maßnahmen.

Trainings, Frühwarnsysteme sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln dämmen die Risiken in Katastrophenfällen wie Dürren, Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen ein und minimieren die Verluste. Die Bedeutung der Katastrophenvorsorge wird aufgrund der Folgen des Klimawandels weiter zunehmen. Katastrophenvorbeugung ist ein Tätigkeitsschwerpunkt bei ADRA, zum Beispiel im Südpazifik. Die mehr als 300 Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. ADRA fördert durch seinen partizipativen Ansatz die aktive Rolle der Bevölkerung vor Ort und stärkt damit das Risikobewusstsein und die Widerstandskraft.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA in der Katastrophenvorsorge unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“.
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Bahamas: 3 Dinge, die ADRA sofort umsetzt

Der Hurrikan Dorian verwüstete Anfang September die Inseln Abaco
und Grand Bahama. Nach Berichten aus den lokalen Medien sind aktuell 53
Todesfälle bekannt, die Zahl der Toten wird wahrscheinlich weiter ansteigen, da
noch immer 692 Menschen vermisst werden und die Rettungsteams noch nicht alle
verwüsteten Orte erreichten. Obwohl das volle Ausmaß der Schäden noch nicht
bekannt ist, steht jedoch fest, dass ungefähr 70.000 Menschen dringend auf Nahrungsmittel,
sauberes Wasser, Medikamente und andere Notfallvorräte angewiesen sind.

ADRA baut die Hilfe noch einmal aus und mobilisiert weitere
Ressourcen, um das bereits vorhandene Ernährungsprogramm zu erweitern.

Wie sieht die Hilfe genau aus?

Lebensmittelverteilung auf Bahamas nach dem Hurrikan (c) ADRA International

1. Lebensmittel, Wasser, NFI-Verteilung
Die betroffene Bevölkerung erhält warme Mahlzeiten, Wasser und Lebensmittel. Darüber hinaus werden sogenannte Non-Food-Items (lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken, Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser) verteilt, um bei der Unterbringung und den Notwendigkeiten zu helfen.

2. Medizinische und gesundheitliche Maßnahmen
Nach einer Katastrophe wie dem Hurrikan Dorian steht die medizinische Versorgung, einschließlich der psychischen Gesundheit, ganz oben auf der Prioritätenliste. ADRA verteilt zur Prävention von Krankheiten Hygienekits und durch medizinisches Fachpersonal auch Medikamente. Für Kindern und Jugendliche werden sichere Räume zur Verfügung gestellt, um ihr psychosoziales Wohlbefinden zu verbessern.

3. Bargeld und Planen
Für die Familien, die von den Inseln Abaco und Grand Bahamas geflohen sind, unterstützt ADRA mit Bargeld. Damit leistet ADRA einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Häuser und Wohnungen. Außerdem unterstützt ADRA Hausbesitzer mit Planen und Baumaterial, damit sie möglichst schnell wieder in ihre Häuser zurückkönnen.

Die Maßnahmen laufen zunächst bis Ende November 2019. Nach
Bedarf wird der Einsatz bis Februar 2020 verlängert. Das Projekt wird aus einem
Zusammenschluss von neun internationalen ADRA-Büros finanziert.

Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas-Inseln unterstützen. Nutzen Sie dazu bitte unser Spendenformular unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“: ZUM SPENDENFORMULAR.

Fidschi: Bildung und Aufklärung für eine lebendige Demokratie

Die Republik Fidschi ist eine junge Demokratie im Südpazifik zwischen Neuseeland und Australien. Die neue Verfassung trat 2013 in Kraft und gewährt allen Staatsbürgern das Recht auf Partizipation. Die ersten freien Wahlen fanden 2014 statt. Nun hilft ADRA dabei, eine aktive Zivilgesellschaft aufzubauen. Nicht nur die Demokratie ist noch sehr jung, sondern auch die Bevölkerung. Rund 32 Prozent der Einwohner sind unter 14 Jahre, fast zwei Drittel sind zwischen 15 und 64 Jahren alt. Nur 4,5 Prozent der Bevölkerung ist 64 Jahre und älter. Damit die Zivilgesellschaft ihre Interessen gegenüber der Regierung vertreten und durchsetzen kann, hilft ADRA mit Management-Schulungen für ortsansässige, lokale Organisationen. Dazu zählen auch die Ausbildung von Multiplikatoren in den Bereichen Transparenz, Verantwortlichkeit und kommunale Entwicklung.

DAS PROJEKT WIRD GEFÖRDERT DURCH MITTEL DER EUROPÄISCHEN UNION.

Bitte unterstützen Sie das Projekt von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“. >> zum Spendenformular

Hurrikan Dorian: schlimmste Verwüstungen auf Abaco und Grand Bahama

Am Montag, dem 2. September, wurden die Bahamas-Inseln Abaco und Grand Bahama von Hurrikan Dorian getroffen. Der Sturm wurde in die Kategorie 5 auf der ‚Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala‘ eingestuft. Kategorie 5 bedeutet Windgeschwindigkeiten von über 250 Stundenkilometern. Die langsame Bewegung des Sturms hat auf diesen beiden Inseln schlimmste Verwüstungen verursacht.

Unvorstellbare Verwüstungen auf den Bahamas (c) ADRA International

Bisher sind 45 Todesfälle bestätigt, Tausende werden noch vermisst. Insgesamt werden über 70.000 Menschen durch den Hurrikan Dorian in Mitleidenschaft gezogen.

ADRA schickt Lebensmittel, Wasserversorgung und Hygienesets nach Freeport. In Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort wird ADRA in Grand Bahama mit Ingenieuren den Wiederaufbau der Schule organisieren.

Patricia hat den Hurrikan Dorian überlebt und ihr Hab und Gut verloren
Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas mit einer Spende unterstützten. Nutzen Sie dazu bitte das Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“

Seenotrettung: Libyen ist kein sicherer Herkunftsstaat

ADRA unterstützt die Seenotrettung von SOS MEDITERRANEE im Mittelmeer. Seit Beginn des Einsatzes im August hat die Ocean Viking fast 500 Menschen gerettet, darunter Minderjährige und schwangere Frauen. Immer wieder wird gefordert, die aus Seenot geretteten Menschen nach Libyen zu bringen. Die Zustände in dem Bürgerkriegsland sind für Geflüchtete jedoch unzumutbar.

Libyen ist ein Bürgerkriegsland. Die international anerkannte Regierung hat kaum über die Hauptstadt hinaus Einfluss, rivalisierende Gruppen kämpfen um die Macht, die Hauptstadt Tripolis steht unter Belagerung. Die WDR-Korrespondentin Anna Allemling hat die Situation im Interview mit dem Deutschlandfunk gut beschrieben: Recherchen in einem gescheiterten Staat [Audio].

Über die Lage in den Flüchtlingslagern für zehntausende Menschen berichtet Christoph Hey für Ärzte ohne Grenzen. Sein Fazit: „Die Zustände sind absolut erbärmlich“. Damit sind auch die hygienischen Zustände gemeint. Es kommt zu Fällen von Tuberkulose, Magen-Darm-Erkrankungen, Atemwegsinfektionen und Krätze. Den ganzen Bericht finden Sie hier weiterlesen.

Der Bürgerkrieg im Land macht auch vor Flüchtlingslagern nicht halt. Vor wenigen Wochen ist ein Internierungslager bombardiert worden, bei dem 60 Menschen ums Leben gekommen sind. Unter diesen Umständen kann niemand Libyen als einen sicheren Hafen bezeichnen.

Wir müssen Verantwortung für die Folgen des Klimawandels übernehmen

Der Klimawandel ist auch bei uns angekommen. Neue Temperaturrekorde, Waldbrände und sogar Wasserknappheit haben die Schlagzeilen in Deutschland in diesem Sommer bestimmt. Die Folgen treffen die Ländern des globalen Südens jedoch mit besonderer Härte.

Zum Welttag der Dürre am 17. Juni schrieb ADRA Deutschland-Geschäftsführer Christian Molke einen Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau. Darin zählt er auf, in welchen Ländern ADRA Deutschland tätig ist, um die Folgen des Klimawandels auf die Bevölkerung einzudämmen.

ADRA leistet Nothilfe, wenn es durch Klimaveränderungen häufiger zu Dürren, die für Ernteausfälle und daraus entstehende Hungersnot verantwortlich ist. Präventiv ist ADRA zum Beispiel in Somalia an dem Bau und der Modernisierung von Wasserentnahmestellen beteiligt. Ebenso in Madagaskar. In Burundi hilft ADRA den Landwirten dabei sich mit neuen Pflanzen und Bewirtschaftungssystemen an den Klimawandel anzupassen.

Es sind die Regierungen der Industrieländer, die viel mehr Mittel bereitstellen müssen, um den Anstieg der Erderwärmung zu bekämpfen bzw. zu begrenzen. Als globaler Norden haben wir eine Verantwortung für unser Tun und ebenso für die Maßnahmen, die wir unterlassen, um die Erderwärmung zu stoppen. Jetzt muss gehandelt werden, um zukünftige Katastrophen zu mildern.

Deshalb unterstützt ADRA Deutschland den Klimastreik am 20. September und gehört zu den Unterzeichnern des Aufrufs „Zusammen mit Fridays for Future auf die Straßen!“.

Am Weltkindertag wollen wir Gehör finden

Wohl alle Kinder werden neidisch auf ihre Altersgenossen in Thüringen am 20. September sein. Warum? Seit diesem Jahr ist in diesem Bundesland der Weltkindertag, der an diesem Datum stattfindet, ein Feiertag. „Wir Kinder haben Rechte!“ lautet das Motto. Mindestens an diesem Tag haben die Eltern dann keine Ausreden mehr, wenn ihre Kinder mit ihnen spielen wollen.

Aber nicht nur innerhalb der Familie sollen die Rechte der Kinder gefördert werden. ADRA unterstützt die Forderungen von UNICEF Deutschland und vom Deutschen Kinderhilfswerk, Kinder ernster zu nehmen und besser über ihre Rechte zu informieren. Kinder und Jugendliche sollen und wollen aktiv an der Entwicklung der Gesellschaft mitwirken und dabei von ihren Eltern unterstützt werden. Können wir nicht alle an diesem Tag frei haben?

Spenden Sie unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“ und fördern Sie damit unsere Projekte für eine bessere Zukunft der Kinder. >> zum Spendenformular