Welttoilettentag 2019: Tabus brechen

 „Darüber spricht man doch nicht“, heißt es oft mit Blick auf das stille Örtchen. Doch das ist falsch, denn die Tabuisierung kostet im Zweifel sogar Menschenleben. Fakt ist, dass etwa ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen hat. Fehlt der Zugang zu Sanitäreinrichtungen, breiten sich Infektionskrankheiten wie Cholera oder sonstige Durchfallerkrankungen aus. Erkrankungen, die auf verunreinigtes Wasser zurückgehen; sie sind die häufigste Todesursache von Kleinkindern, da diese besonders anfällig sind.

ADRA unterstützt Menschen durch Aufklärung und materielle Hilfe, so zum Beispiel im Jemen, wo weiterhin der anhaltende Bürgerkrieg die zivile Infrastruktur zerstört. Eine Cholera-Epidemie hat bisher mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet, es wurden mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle gemeldet. Der Welttoilettentag am 19.11. soll uns daran erinnern, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, bis alle Menschen auf dem Planeten Zugang zu ordentlichen Sanitäranlagen haben.

Unterstützen Sie die Projekte von ADRA mit Ihrer Spende, um Menschen Schulungen und Ausbildungen in Bildungseinrichtungen zu ermöglichen. >> zum Spendenformular

Auf den letzten Metern…

Noch bis zum 24. November können bei den Aktionsgruppen von „Aktion Kinder helfen Kindern!“ Pakete abgegeben werden. Natürlich findet in diesem Jahr auch wieder der beliebte Kreativwettbewerb statt – über Fotos der liebevoll gestalteten Pakete wird ab dem 16.12. online abgestimmt. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ sammelt ADRA auch Geschichten und Bilder zu den schönsten Erlebnissen, die mit der Aktion gemacht wurden. Die schönsten Einsendungen werden dann gleichfalls veröffentlicht.

Bis dahin heißt es noch kräftig mit anpacken – ob handfest bei der Paketeinsammlung oder fleißig mit Stift oder Computer.
Das ADRA-Team freut sich über jede Art des Einsatzes.

Alle Informationen zu den Jubiläumsaktionen und die Zahlen der diesjährigen Paketaktion sind auf der Aktionswebsite zu finden: www.kinder-helfen-kindern.org.

Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober

Im Kampf gegen Katastrophen führten die Vereinten Nationen vor 30 Jahren diesen Gedenktag ein. Im Katastrophenfall gewappnet zu sein und sich schützen zu können bedarf der Entwicklung von Notfall- und Sicherheitsplänen und vielfältiger Maßnahmen.

Trainings, Frühwarnsysteme sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln dämmen die Risiken in Katastrophenfällen wie Dürren, Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen ein und minimieren die Verluste. Die Bedeutung der Katastrophenvorsorge wird aufgrund der Folgen des Klimawandels weiter zunehmen. Katastrophenvorbeugung ist ein Tätigkeitsschwerpunkt bei ADRA, zum Beispiel im Südpazifik. Die mehr als 300 Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. ADRA fördert durch seinen partizipativen Ansatz die aktive Rolle der Bevölkerung vor Ort und stärkt damit das Risikobewusstsein und die Widerstandskraft.

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA in der Katastrophenvorsorge unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“.
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Bahamas: 3 Dinge, die ADRA sofort umsetzt

Der Hurrikan Dorian verwüstete Anfang September die Inseln Abaco
und Grand Bahama. Nach Berichten aus den lokalen Medien sind aktuell 53
Todesfälle bekannt, die Zahl der Toten wird wahrscheinlich weiter ansteigen, da
noch immer 692 Menschen vermisst werden und die Rettungsteams noch nicht alle
verwüsteten Orte erreichten. Obwohl das volle Ausmaß der Schäden noch nicht
bekannt ist, steht jedoch fest, dass ungefähr 70.000 Menschen dringend auf Nahrungsmittel,
sauberes Wasser, Medikamente und andere Notfallvorräte angewiesen sind.

ADRA baut die Hilfe noch einmal aus und mobilisiert weitere
Ressourcen, um das bereits vorhandene Ernährungsprogramm zu erweitern.

Wie sieht die Hilfe genau aus?

Lebensmittelverteilung auf Bahamas nach dem Hurrikan (c) ADRA International

1. Lebensmittel, Wasser, NFI-Verteilung
Die betroffene Bevölkerung erhält warme Mahlzeiten, Wasser und Lebensmittel. Darüber hinaus werden sogenannte Non-Food-Items (lebenswichtige Haushaltsgegenstände wie etwa Decken, Plastikplanen, Eimer und Behälter für Wasser) verteilt, um bei der Unterbringung und den Notwendigkeiten zu helfen.

2. Medizinische und gesundheitliche Maßnahmen
Nach einer Katastrophe wie dem Hurrikan Dorian steht die medizinische Versorgung, einschließlich der psychischen Gesundheit, ganz oben auf der Prioritätenliste. ADRA verteilt zur Prävention von Krankheiten Hygienekits und durch medizinisches Fachpersonal auch Medikamente. Für Kindern und Jugendliche werden sichere Räume zur Verfügung gestellt, um ihr psychosoziales Wohlbefinden zu verbessern.

3. Bargeld und Planen
Für die Familien, die von den Inseln Abaco und Grand Bahamas geflohen sind, unterstützt ADRA mit Bargeld. Damit leistet ADRA einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau der Häuser und Wohnungen. Außerdem unterstützt ADRA Hausbesitzer mit Planen und Baumaterial, damit sie möglichst schnell wieder in ihre Häuser zurückkönnen.

Die Maßnahmen laufen zunächst bis Ende November 2019. Nach
Bedarf wird der Einsatz bis Februar 2020 verlängert. Das Projekt wird aus einem
Zusammenschluss von neun internationalen ADRA-Büros finanziert.

Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas-Inseln unterstützen. Nutzen Sie dazu bitte unser Spendenformular unter dem Stichwort „Katastrophenhilfe“: ZUM SPENDENFORMULAR.

Fidschi: Bildung und Aufklärung für eine lebendige Demokratie

Die Republik Fidschi ist eine junge Demokratie im Südpazifik zwischen Neuseeland und Australien. Die neue Verfassung trat 2013 in Kraft und gewährt allen Staatsbürgern das Recht auf Partizipation. Die ersten freien Wahlen fanden 2014 statt. Nun hilft ADRA dabei, eine aktive Zivilgesellschaft aufzubauen. Nicht nur die Demokratie ist noch sehr jung, sondern auch die Bevölkerung. Rund 32 Prozent der Einwohner sind unter 14 Jahre, fast zwei Drittel sind zwischen 15 und 64 Jahren alt. Nur 4,5 Prozent der Bevölkerung ist 64 Jahre und älter. Damit die Zivilgesellschaft ihre Interessen gegenüber der Regierung vertreten und durchsetzen kann, hilft ADRA mit Management-Schulungen für ortsansässige, lokale Organisationen. Dazu zählen auch die Ausbildung von Multiplikatoren in den Bereichen Transparenz, Verantwortlichkeit und kommunale Entwicklung.

DAS PROJEKT WIRD GEFÖRDERT DURCH MITTEL DER EUROPÄISCHEN UNION.

Bitte unterstützen Sie das Projekt von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“. >> zum Spendenformular

Hurrikan Dorian: schlimmste Verwüstungen auf Abaco und Grand Bahama

Am Montag, dem 2. September, wurden die Bahamas-Inseln Abaco und Grand Bahama von Hurrikan Dorian getroffen. Der Sturm wurde in die Kategorie 5 auf der ‚Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala‘ eingestuft. Kategorie 5 bedeutet Windgeschwindigkeiten von über 250 Stundenkilometern. Die langsame Bewegung des Sturms hat auf diesen beiden Inseln schlimmste Verwüstungen verursacht.

Unvorstellbare Verwüstungen auf den Bahamas (c) ADRA International

Bisher sind 45 Todesfälle bestätigt, Tausende werden noch vermisst. Insgesamt werden über 70.000 Menschen durch den Hurrikan Dorian in Mitleidenschaft gezogen.

ADRA schickt Lebensmittel, Wasserversorgung und Hygienesets nach Freeport. In Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort wird ADRA in Grand Bahama mit Ingenieuren den Wiederaufbau der Schule organisieren.

Patricia hat den Hurrikan Dorian überlebt und ihr Hab und Gut verloren
Auch Sie können die Arbeit von ADRA auf den Bahamas mit einer Spende unterstützten. Nutzen Sie dazu bitte das Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“

Seenotrettung: Libyen ist kein sicherer Herkunftsstaat

ADRA unterstützt die Seenotrettung von SOS MEDITERRANEE im Mittelmeer. Seit Beginn des Einsatzes im August hat die Ocean Viking fast 500 Menschen gerettet, darunter Minderjährige und schwangere Frauen. Immer wieder wird gefordert, die aus Seenot geretteten Menschen nach Libyen zu bringen. Die Zustände in dem Bürgerkriegsland sind für Geflüchtete jedoch unzumutbar.

Libyen ist ein Bürgerkriegsland. Die international anerkannte Regierung hat kaum über die Hauptstadt hinaus Einfluss, rivalisierende Gruppen kämpfen um die Macht, die Hauptstadt Tripolis steht unter Belagerung. Die WDR-Korrespondentin Anna Allemling hat die Situation im Interview mit dem Deutschlandfunk gut beschrieben: Recherchen in einem gescheiterten Staat [Audio].

Über die Lage in den Flüchtlingslagern für zehntausende Menschen berichtet Christoph Hey für Ärzte ohne Grenzen. Sein Fazit: „Die Zustände sind absolut erbärmlich“. Damit sind auch die hygienischen Zustände gemeint. Es kommt zu Fällen von Tuberkulose, Magen-Darm-Erkrankungen, Atemwegsinfektionen und Krätze. Den ganzen Bericht finden Sie hier weiterlesen.

Der Bürgerkrieg im Land macht auch vor Flüchtlingslagern nicht halt. Vor wenigen Wochen ist ein Internierungslager bombardiert worden, bei dem 60 Menschen ums Leben gekommen sind. Unter diesen Umständen kann niemand Libyen als einen sicheren Hafen bezeichnen.