Die Umwelt retten – ja bitte!

Am 05. Juni 1972 fand die erste internationale Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt in Stockholm statt. In Erinnerung an diese Konferenz wurde der 05. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt. Mit diesem Beitrag möchte ADRA Deutschland auf den Klimawandel und seiner Konsequenzen aufmerksam machen.

Mit der Fridays for Future-Bewegung ist das Thema Umwelt seit dem Jahr 2019 – vor dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie – wieder stärker in den Vordergrund der Öffentlichkeit gerückt.

Warum ist es aber so wichtig, die Umwelt zu schützen? Seit vielen Jahren wird darüber berichtet. Haben wir noch nicht genug getan?

Die Erde ist ein Planet, auf dem wir alle leben. Es ist unser gemeinsames Gut. Die lebensnotwendigen Ressourcen wie Trinkwasser, Energiequellen oder die für die Landwirtschaft benötigten Ackerböden sind begrenzt. Schon jetzt verbrauchen wir pro Jahr mehr von diesen Ressourcen als die Erde es uns geben könnte. Damit opfern wir die Zukunft, um kurzfristige Bedürfnisse zu erfüllen. Wir müssen auf die Umwelt achten, um unseren Kindern eine Chance auf ein sicheres Leben zu geben.

In den letzten Jahren wurde schon viel zum Schutz unseres Planeten unternommen. In Europa wird vermehrt darauf geachtet, den Müll richtig zu trennen. Die EU hat ein Emissionshandelssystem auf die Beine gestellt, welches darauf abzielt, die Treibhausgasemissionen von Unternehmen zu reduzieren. Auf den Pariser Klimagipfel 2015 hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren.  Das Thema Umwelt wird also ernst genommen! Die angekündigten Maßnahmen reichen dennoch nicht aus! Mit dem voranschreitenden Klimawandel sind unsere Lebensgrundlagen in Gefahr. Der Klimawandel zwingt große Population dazu, ihre Heimat zu verlassen. Ganze Gebiete sind nicht mehr bewohnbar. Es betrifft alle Menschen – reiche wie arme. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Genau nach diesem Motto legt ADRA die Hand ans Werk. Wir arbeiten daran – sowohl im In- als auch im Ausland – unsere Gegenwart und Zukunft nachhaltiger zu gestalten. In vielen unserer Projekte gehen nachhaltige und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand. Weltweit fördert ADRA den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Entwicklung von klimafreundlichen Methoden für die Landwirtschaft. Auch In Deutschland möchten wir ein Zeichen setzten. Bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs unserer Gebäude in Weiterstadt decken wir durch Solarenergie. Mit unserer Solaranlage vermeiden wir dabei zirka 23,6 Tonnen CO2 jährlich. Wir möchten den Menschen eine Zukunft und Entfaltungsmöglichkeiten geben. Das wird uns jedoch nur gelingen, wenn wir alle – dort und hier – an einem Strang ziehen!

Schützen Sie mit uns die Umwelt und unterstützen Sie unsere Projekte mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort KLIMA. >> zum Spendenformular

Start der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ungewiss

Die beliebte „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ist dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie gefährdet. Leider können wir im Moment noch nicht sagen, ob die Aktion im Herbst starten kann.
In dieser Mitmach-Aktion packen Kinder aus Deutschland für Kinder aus Osteuropa Weihnachtpäckchen. Diese werden mit LKW in die Zielländer transportiert. Damit zeigen wir den Kindern, dass wir an sie denken und zaubern ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Allen Ehrenamtlichen in den Aktionsgruppen danken wir für ihren Einsatz und für ihre treue Unterstützung in den letzten Jahren! Wir müssen leider abwarten, wie sich die Pandemie weiter entwickelt.

Nach Beendigung jeder Aktion gibt es für die Aktionsgruppen ein Berichtsheft und eine DVD über die beschenkten Kinder und die Wirkung dieser Mitmach-Aktion. Die bestellten DVDs der letzten Aktion 2019/2020 sind von uns bereits an die Privatadressen ausgeliefert worden. Ein Berichtheft gibt dieses Jahr nicht.

Weitere Infos gibt es auf www.kinder-helfen-kindern.org. Dort finden Sie auch Video-Clips und Materialien für Schulen.

Über die aktuellen Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden!

Wir brauchen Hilfe, denn wir haben alles verloren

In der Nacht vom 20. auf dem 21. Mai entwickelte sich im Golf von Bengalen ein schwerer Sturm zu einem gefährlichen Zyklon. Mit einer Windgeschwindigkeit von bis 160 Kilometer pro Stunde fegte der tropische Wirbelsturm über die indische Provinz Westbengalen und später dann über Bangladesch hinweg. Der starke Wind löste Überschwemmungen aus, die zusätzlich Schäden anrichteten. 

„Mein Mann arbeitet, wie Millionen andere, bei einer Firma, die ihren Arbeitern keine Verträge gibt. Er bekommt täglich seinen kleinen Lohn. Seit Ende März durfte er nicht mehr zur Arbeit, weil ein Ausgangsverbot verhängt wurde, für alle, die keinen Arbeitsvertrag haben. Wir mussten über 2 Monaten versuchen mit unseren vier Kindern irgendwie zu überleben. Wir waren zwar hungrig, aber hatten uns wenigstens nicht angesteckt. Dann kam die Katastrophenwarnung. Am 18.05. mussten wir unsere Hütte am Rande von Kalkutta verlassen und wurden in einer Schule untergebracht, zusammen mit vielen hundert anderen Menschen. Die Schutzräume, die speziell für Sturmflute gebaut wurden, waren von Corona Patienten oder positiv getesteten belegt. Somit konnten wir dort nicht hin.

Wir tragen alle Masken, den ganzen Tag, aber einen Abstand oder die nötige Hygiene, wie sie verordnet wurde, können wir nicht einhalten. Die Gefahr, dass wir uns anstecken ist jetzt höher als je zuvor. Unsere Hütte ist verschwunden, mein Mann darf nicht arbeiten, und wir sitzen mit vielen Menschen in einem Klassenraum fest. Wir brauchen Hilfe, denn wir haben alles verloren. Wir beten darum nicht krank zu werden, denn das würde das Ende für unsere Familie bedeuten“, berichtet Poppi Das aus Kalkutta.

Von Katastrophe zu Katastrophe

In Somalia müssen tausende Menschen vor Überschwemmungen fliehen. Im Distrikt Beledweyne – nahe zur äthiopischen Grenze – sind Flüsse über die Ufer getreten und haben ganze Dörfer und Felder überschwemmt. Je mehr sich das Wasser den Wohngebieten nähert, desto mehr Menschen begeben sich auf die Flucht. Mehr als 19.000 Familien haben bereits ihr Heim verlassen. Die Menschen versuchen das Ausmaß der Katastrophe mit einfachen Mitteln zu bekämpfen. Mit Baggern werden provisorische Wälle errichtet, um der Ausbreitung der Flut Einhalt zu gewähren. Schon im Jahr 2019 waren die Dörfer in dem genannten Distrikt von einer schlimmen Flut besonders schwer getroffen. Die Gemeinden hatten wenig Zeit sich vor der letzten Katastrophe zu erholen bevor die nächste vor der Tür stand.  

Die ersten Berichte über die Auswirkung der Überschwemmungen im Distrikt Beledweyne in Somalia kamen von ADRA. Seit 2017 ist ADRA mit einem Bildungsprojekt auch in Beletweyne direkt vor Ort aktiv. Schulen werden zusammen mit der EU und dem Bildungsministerium aufgebaut und betreut, damit ein Maximum an jungen Leuten Lesen und Schreiben lernen kann. Die Schulen sind bis jetzt noch nicht von der Flut betroffen. Ein Glück! Doch der Kampf geht weiter. Die Ernten, die noch übrig sind von den Heuschreckenplagen, stehen unter Wasser und sind verloren. Somit droht die nächste Hungerkatastrophe in Somalia. ADRA nutzt Netzwerke, um das Leid der Betroffenen zu lindern.  Zusammen mit ihren Partnern vor Ort und mit anderen Hilfsorganisationen arbeitet ADRA im Augenblick daran, die notwendigen Hilfsmittel bereitzustellen.

Die Hilfsmaßnahmen werden durch die COVID-19 Pandemie in den Einsatzgebieten zusätzlich erschwert. Viele Menschen, die der Flut entkommen sind, haben sich in umliegenden Gebieten versammelt. Dort mangelt es an allem. Sicherheitsabstand zu anderen zu halten ist unter solchen Umständen nicht leicht. Es wurden schnell sanitäre Einrichtungen installiert und Hygienematerialien verteilt. Damit soll eine starke Ausbreitung von Krankheiten oder Virusinfektionen erst einmal gebremst werden.  Die Rückkehr zur Normalität ist aktuell noch weit entfernt. Ohne Hilfe von außen wird es noch lange dauern.

Helfen auch Sie mit und unterstützen Sie die Arbeit von ADRA mit ihrer Spende >> zum Spendenformular

Weniger ist mehr! CO²-Reduzierung bei ADRA

Die Auswirkungen des Klimawandels halten ADRA in der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit auf Trab. Wir sind da, um Menschen nach ei­ner Katastrophe zu helfen und sie gegen künftige Naturkatastrophen zu wappnen. Auch in Deutschland ist ADRA nicht untätig. Wir unternehmen alle Anstrengun­gen, um möglichst klimaneutral zu wirtschaften. So haben wir auf unserem Gebäu­de in Weiterstadt eine Solaranlage installiert, mit der wir einen Großteil des Strombedarfs decken und über 23 Tonnen CO² jährlich einsparen. Dies entspricht in etwa dem Ausstoß an CO² eines Fluges von Frankfurt nach New York und zu­rück. Dennoch sind Flugreisen unser größter CO²-Treiber. Für den CO²-Ausstoß, den wir selbst nicht einsparen können, unterstützen wir ein Wiederauf­forstungsprojekt auf Madagaskar. ADRA ist deshalb einem internationalen Koh­lenstoffregister beigetreten. Nur so kann der ausgestoßene Kohlenstoff über CO²-Zertifikate kompensiert werden. Überzählige Zertifikate können am Markt gehan­delt werden. Fast getreu dem ADRA-Motto: Gutes Kaufen. Gutes Tun.

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Bong Lai lernt fleißig für ihre Kinder

Auf der ganzen Welt gibt es keine festere Bindung, als die zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Eine Mutter nimmt die härtesten Leiden auf sich, damit es ihrer Familie gut geht, um ihre Kinder in die Schule zu schicken und ihnen eine gute Zukunft zu ermöglichen. Wir unterstützen Mütter wie die 26-jährige Bong Lai dabei.

Sie lebt mit drei Kindern im Kambodscha von Reisanbau und Viehzucht. Doch für eine ausgewogene Ernährung fehlte die Abwechslung und das Wissen. Bong Lai wollte für ihre Kinder ein besseres Leben und beschloss in einem ADRA-Programm Hilfe zu suchen. „Bevor ich der Lerngruppe beitrat, wusste ich nicht, wie ich meine Kinder gesund ernähren konnte. Wir hatten keine Latrine, kein sauberes Wasser und mein jüngstes Kind (11 Monate) war stark unterernährt“, erklärt Bong Lai die Situation ihrer Familie. Dank der Lerngruppe und ihrem Fleiß stellten sich schnell erste Verbesserungen ein.

„Wir haben eine Menge gelernt und viel Unterstützung bekommen. Ich bekam eine Latrine, einen Wasserfilter, landwirtschaftliche Geräte und Saatgut. Und die Mitarbeiter von ADRA haben mir erklärt, wie ich Malaria und Dengue-Fieber vorbeugen kann. Wir trinken seitdem sauberes Wasser, wissen wie wichtig Hygiene, Pflege und Ernährung speziell der Kinder ist. Und ich weiß jetzt besser, was zu tun ist, wenn meine Kinder krank sind, Fieber oder Durchfall haben“ sagt Bong Lai.
Nicht nur die Familie von Bong Lai hat davon profitiert. Sie gibt ihr Wissen an die Nachbarschaft weiter.

„Ich möchte, dass es meiner Familie gut geht, dass meine Kinder gesund sind. Und ich möchte mein eigenes Geschäft haben, damit meine Kinder zur Schule gehen können“ sagt Bong Lai. Bong Lai steht stellvertretend für alle Mütter.

Ihnen wollen wir am Muttertag danken und Geschichten wie Bong Lais als Inspiration und Ansporn nehmen. Wir wollen noch mehr Frauen dabei unterstützen, bitte helft uns dabei!

Spendet den Geldwert eines Blumenstraußes für Mütter auf der ganzen Welt. Eine kleine Spende bewirkt bereits viel, auch dann noch, wenn die Muttertagssträuße längst verwelkt sind.

Einladung zur Landessammlung

Mach mit bei unserer Landessammlung!
Die Landessammlung ist eine bundesweite Haustürsammlung, die Ehrenamtliche in ihrer Nachbarschaft durchführen. Unterstützt wird damit jedes Jahr ein bestimmtes Projekt von ADRA. 2019 ging eine großartige Summe in die Bildungarbeit nach Somalia. An alle Aktiven geht ein herzliches Dankeschön!

Eure Ergenisse aus dem Jahr 2019

Landessammlung 2020

Auch dieses Jahr ist das Thema Bildung im Fokus unserer Landessammlungen. Diesmal für unser Bildungsprojekt in Myanmar. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulen in 10 Bundesstaaten dieses asiatischen Landes. Insgesamt sind in den nächsten vier Jahren sowohl 400.000 Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen als auch 5000 Schulen Bestandteil der Förderungen. Dieses Projekt wird von drei ADRA Länderbüros gemeinsam mit der Europäischen Kommission (ECHO) finanziert. Dieser Einsatz wird das Leben vieler Menschen verbessern, denn
nach dem Ablauf der Projektzeit werden wir gemeinsam ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Mit 21 Millionen Euro ist es das größte Projekt im ADRA Netzwerk. Der Anteil der EU liegt bei 20 Mio.€. Den Eigenanteil über 1 Mio.€ müssen die drei fördernden ADRA Büros aufbringen. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass dieses wunderbare Ziel erreicht wird.

Wenn ihr euch vertiefend über die Landessammlung informieren möchtet, klickt bitte hier:
https://adra.de/landessammlung-ist-doch-nichts-fuer-mich/

P.S. Die Einladungen zum Mitmachen werden noch im Mai direkt an Gemeinden/AWW Helferkreise geschickt. Ihr könnt euch aber auch gern direkt an uns wenden.
Kontakt: Liane Gruber, Tel. 06151 8115-55