Jemen: Die Story von Mayram & Myla ❤️

Im März 2015 begann die militärische Eskalation im Jemen, die bis heute andauert. Es kämpfen Regierungstruppen gegen Huthi-Rebellen. Die Regierungstruppen werden unterstützt von Saudi-Arabien, die Huthi-Rebellen durch den Iran.

Der Jemen-Krieg ist auch ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Königreich Saudi-Arabiem und dem Iran, ausgetragen auf dem Rücken der Zivilbevölkerung.

Hilfslieferungen kommen nur schwer ins Land.
Saudi-Arabien hat den Jemen nahezu komplett abgeriegelt. Die Folge ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit, ohne größere Berichterstattung. Der Kriegsausbruch jährt sich am 26. März zum fünften Mal.

Du kannst im Jemen wirklich etwas bewegen!
Deine Spende kommt an!

Es gibt auch Hoffnung in all dem Leid. Wir möchten euch mit den Geschichten von Mayram und Myla zeigen, dass die Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe im Jemen fortbestehen – zumindest solange wir das Leid der Menschen im Jemen nicht vergessen.

Seit sieben Jahren organisiert ADRA Deutschland Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen. Auch Dank deiner Unterstützung können wir Schwangere, Mütter, Kleinkinder und Neugeborene bei Krankheiten und Unterernährung behandeln. Bisher konnten wir über 9.000 Babys und Kleinkinder retten.
Mayram und Myla sind zwei von ihnen. 

Sicheres Wasser für jeden? Am 22. März ist Weltwassertag

An diesem internationalen Gedenktag soll dem Thema Wasser besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Warum ist das wichtig? 2,1 Mrd. Menschen haben kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung.
Weltweit fließen 80 Prozent des Abwassers ungereinigt und ohne Weiternutzung zurück in die Umwelt. Jeder dritte Fluss in Asien, Afrika und Lateinamerika weist inzwischen massive Verunreinigungen auf. ADRA engagiert sich in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) und ist mit 20 deutschen Nichtregierungsorganisationen Mitglied im WASH-Netzwerk. Das Netzwerk wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, allen Menschen zum Recht auf sicheren Zugang zur Wasser- und Sanitärversorgung zu verhelfen.

 

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Quelle: UN-Wasserbericht 2019

Zenebu bringt Licht ins Dunkel

In Äthiopien ist noch lange nicht jeder Haushalt an die Stromversorgung angeschlossen. Doch Zenebu bringt mit Solaranlagen Licht ins Dunkel. Sie ist eine von über 600 jungen Frauen, die sich im Green Energy – Projekt von ADRA zu Solartechnikerinnen ausbilden lassen. Nach ihrer Ausbildung will sich Zenebu um die nächste Generation Technikerinnen kümmern.

„Dank des Unterrichts habe ich ein besseres technischen Verständnis der Solartechnologie. Ich fand die Kurse sehr wichtig, um meine Fähigkeiten in der Solartechnologie zu entwickeln. Ich finde es großartig, dass ich Studenten zu Solartechnikern auszubilden kann.
Zenebu am 05.03.2020

Mitte Mai 2019 hat ADRA gemeinsam mit dem äthiopischen Energieministerium und dem Bildungsministerium staatlich anerkannte Berufsstandards für Erneuerbare Energien entwickelt, die in das nationale Berufsausbildungsprogramm aufgenommen wurden. Neben einer soliden Ausbildung werden die Teilnehmer bei der Arbeitssuche oder Start-Up-Gründung unterstützt.

Dieses Projekt wird durch das
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördert.

Aus dem Flüchtlingslager in die Schule

Awes ist sieben Jahre alt und lebt im somalischen Flüchtlingslager Marino in Kismayu, Somalia, gemeinsam mit seiner Mutter Fatumo und sechs Geschwistern. Sein Vater ist bereits gestorben und Fatumo muss die Familie alleine ernähren. Doch das Geld ist meist zu knapp, um für alle Kinder das Schulgeld zu zahlen.

Wie Awes geht es vielen Kindern auf der Flucht. Laut Vereinten Nationen befinden sich sieben Millionen Minderjährige auf der Flucht, nur knapp die Hälfte von ihnen kann in die Schule gehen. Entweder weil es keine Angebote gibt, die Schule zu teuer ist oder sie nicht dürfen. Doch damit will sich ADRA nicht abfinden. Deshalb übernimmt ADRA das Schulgeld für 2.400 Kinder aus der Region.

„Als ich von der Einschulungskampagne von ADRA hörte, brachte ich meine Kinder sofort in das Einschulungszentrum und meldete sie alle in der Schule an. Ich bin froh, dass sie nun zur Schule gehen können“, sagt Fatumo.

Zunächst geht Awes ein Jahr lang in eine Art Aufbauklasse, bevor er dann im Sommer auf eine reguläre Schule wechseln wird. Wenn er fleißig lernt, wird Awes die gesamte Grundschule durchlaufen und zu dem Drittel der Bevölkerung gehören, die lesen und schreiben können.

„Ich bin froh, dass ich zur Schule gehen darf. Jetzt kann ich lesen und schreiben lernen. Mein Traum ist es einmal selbst zu unterrichten“, sagt der siebenjährige Awes.

ADRA arbeitet in Somalia zusammen mit ECHO (Europäisches Amt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz), Aktion Deutschland Hilft und Save the Children.

Schul- und Rettungszentrum für Massai-Mädchen

20 Jahre lang unterstützte ADRA Deutschland das Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kajiado. Mit dem Projekt konnten viele Mädchen und junge Frauen vor Genitalverstümmelung und Frühverheiratung geschützt werden. Dank Bildung hat ihr Leben eine Perspetive bekommen. Die Zusammenarbeit zwischen ADRA Deutschland e.V. und dem Schul- und Rettungszentrum in Kajiado endete 2018.

Unfreiwillige Frühverheiratung und Genitalver­stümmelung von Mädchen bei den Massai in Kenia sind bei einem Großteil nach wie vor Teil der Tradi­tion. Die jungen Mädchen und Frauen sind den ge­sundheitlichen und seelischen Folgen oft hilflos ausgesetzt. Die traditionelle Rolle der Mädchen und Frauen dreht sich um Haushalt und Kinder. Der Bil­dung für Mädchen wird wenig Bedeutung beige­messen. Das Schul- und Rettungszentrum ist eine Einrichtung der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge geflüchtete Massai-Mädchen vor Gewalt, Genitalverstümmelung und Zwangsverhei­ratung zu schützen und ihnen eine neue Perspekti­ve zu geben. Im Gründungsjahr 2000 suchten 14 Mädchen im Zentrum von Kajiado Zuflucht – bis heute hat die Einrichtung über 2.000 gefährdete Mädchen unterstützt und geschützt.
Das Zentrum ermöglicht ihnen Zugang zu Bil­dung, bietet Schutz und Sicherheit, medizinische Versorgung sowie ein familiäres, liebevolles Um­feld. ADRA unterstützte die bedürftigen Kinder mit Schulgeldern, Schuluniformen und Bedarfsartikeln, ermöglichte Renovierungen der Gebäude und sani­tären Anlagen und stellte die Wasserversorgung durch den Bau eines Brunnens sicher. In Dürrezei­ten half ADRA durch Nahrungsmittelversorgung.
Doch der Auftrag geht noch weiter. Langfristi­ges Ziel ist es, eine Änderung der Tradition bei den Massai und der Stellung der Frau in der Gesellschaft zu bewirken. Deshalb ist die Einrichtung heute kei­ne reine Mädchenschule mehr, sondern steht auch Jungen aus der Region Kajiado offen. So lernen die Mädchen mit Jungen umzugehen und auch Vertrau­en zum anderen Geschlecht zu entwickeln.

Erfolgsgeschichte von Zipporah und Josephine

Zwei Mädchen, die durch das Schul- und Rettungszentrum unterstützt wurden, sind Zipporah und Josephine. Beide haben Zuflucht im Rettungszentrum gesucht und Unterstützung durch das Projekt gefunden. Anschließend haben sie sich über Bildung eine Perspektive erarbeitet. Nach dem Schulbesuch haben sie an einer Hochschule studiert und sind schließlich Lehrerinnen an der Kajiado-Schule geworden. Für die anderen geretteten Mädchen sind Zipporah und Josephine echte Vorbilder, die zeigen, dass es sich lohnt, motiviert zu lernen. Geschichten, wie die von Zipporah und Josephine, gab es viele am Kajiado Schul- und Rettungszentrum. ADRA Deutschland unterstützte über 200 Mädchen allein in den letzten fünf Jahren.
Ende 2018 zog sich ADRA Deutschland aus dem Projekt zurück, weil nach mehrfachem Wechsel der Schulleitung unsere administrativen Ansprüche und unsere Forderung nach Transparenz nicht mehr erfüllt werden konnten und eine selbstunterhaltende Perspektive der Bildungseinrichtung fehlte. Das heisst, konkrete Ziele, um durch die Unterstützung von ADRA Deutschland unabhängig zu werden und selbstständig Gelder einnehmen zu können, konnte wegen fehlender Führungskapazitäten vor Ort nicht aufgebaut werden. Aus diesem Grund haben wir die offizielle Zusammenarbeit mit dem Schul- und Rettungszentrum eingestellt.
Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und frühe Ehen bleiben aber für ADRA Deutschland weiter ein wichtiges Thema und wir unterstützen unseren kenianischen ADRA Partner bei laufenden und neuen Vorhaben auf diesem Gebiet .
Insofern wird ADRA Deutschland auch in Zukunft Sensibilisierungskampagnen in dem Distrikt Kajiado fördern und sich nach wie vor für die Rechte von Mädchen und Frauen in Kenia einsetzen. Zudem kooperiert ADRA Deutschland weiterhin mit dem Verein Waldfriede e.V., um gezielte, individuelle Förderungen von einzelnen motivierten Mädchen am Schul- und Rettungszentrum Kajiado zu ermöglichen.

Kajiado:
2010: Bau eines Gästehauses
2012: Renovierung Speisesaal und Küche
2014: 36 Mädchen unterstützt
2015: 36 Mädchen unterstützt
2016: 35 Mädchen unterstützt
2017: 54 Mädchen unterstützt
2018: 77 Mädchen unterstützt

Das Projekt wurde unterstütz von Aktion Deutschland Hilft.

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