Gemeinsam Kinder glücklich machen

„Kinder helfen Kindern!“ Diese Aktion zu Weihnachten ist ein Beispiel für Hilfsbereitschaft und Solidarität. Gemeinsam mit vielen engagierten Ehrenamtlichen und Unterstützern wird aus vielen kleinen Gaben etwas ganz Großes. Eine große Hilfe für Kinder in Not!

Vor 20 Jahren startete ADRA Deutschland zum ersten Mal die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ und lädt zum Mitmachen und Mitpacken von Weihnachtspaketen für Mädchen und Jungen aus Osteuropa ein. Ohne euch ist das nicht möglich! Wir sagen herzlich Danke für 20 Jahre Engagement, damit pünktlich zur Weihnachtszeit Kinder glücklich gemacht werden können! Ein Paket transportiert mehr als den liebevoll verpackten Inhalt. Ein Paket transportiert die Botschaft, die jedes Geschenk innehat: Du bist wertvoll! Da ist jemand, der dich sieht! Du bist nicht allein!

Gott hat uns beschenkt, indem er seinen Sohn in die Welt sandte. Jesus kam in die Welt und erlebte Kummer, Leid und Not, wie sie weltweit viele Menschen erleben. Und er zeigt uns mit diesem Geschenk: Du bist wertvoll! Da ist jemand, der dich sieht! Du bist nicht allein!

Mit diesem Gedanken wünscht das ganze ADRA-Team euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest!

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Jemen: Dengue-Fieber ausgebrochen!

Das Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die sich sehr schnell ausbreitet. Übertragen wird das Virus von Stechmücken. Nun ist es im Jemen zu einer Epidemie gekommen, die bisher schätzungsweise 50 Menschen das Leben gekostet hat.

Schwerpunkt des Ausbruchs ist die Hafenstadt Hudaida im Westen. ADRA Deutschland ist dort aktiv und leistet humanitäre Hilfe im Gesundheitssektor. Mehr als 2.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen erkrankt. Die meisten Dengue-Fälle verlaufen mit ähnlichen Symptomen wie bei einem grippalen Infekt: Fieber bis 40 °C mit Schüttelfrost und starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.

Dengue-Fieber trifft auf eine geschwächte Bevölkerung

Die Krankheit wird umso bedrohlicher, je mehr die Bevölkerung geschwächt ist. Im Jemen sind mehr als 24 Millionen Menschen (ca. 80 Prozent der Bevölkerung) auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Versorgung mit Nahrungsmittel und medizinischen Gütern ist unsicher. Immer wieder treffen Cholera-Epidemien die Menschen, mehr als 2.700 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Der Jemen braucht dringend Unterstützung!

Zur Bekämpfung der jüngsten Dengue-Epidemie benötigt der Jemen ein funktionierendes Gesundheitssystem, um alle Patienten zu behandeln. ADRA ist ein wichtiger Akteur der Gesundheitsversorgung im Jemen und stellt Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen in Hudaida, Hajjah und Saada bereit.

Ein weiterer Baustein, um die Epidemie einzugrenzen sind Hygienemaßnahmen und ein funktionierendes Sanitärsystem. Deshalb organisiert ADRA Gesundheitsschulungen, um die Ansteckung zu vermeiden.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
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Dieses Projekt wird gefördert vom Auswärtigen Amt.

Gleiche Chance für alle

Vor 100 Jahren hatten in Deutschland privilegierte Kinder einen Hauslehrer und ärmere Mädchen und Jungen besuchten nach Geschlechtern getrennt oft überfüllte Volksschulen. 1919 wurde erstmals eine allgemeine Schulpflicht für alle Kinder eingeführt.

„Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte sollten alle Kinder gemeinsam zur Schule gehen, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung,“ so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Grundschule in Frankfurt.

Für die Entwicklungszusammenarbeit ist dieser Ansatz bedeutend. Alle Kinder, ungeachtet der sozialen und ethnischen Herkunft sowie des Geschlechtes haben das Recht auf Bildung. Damit Bildungserfolge nicht von sozialen Bedingungen abhängen, setzt sich ADRA für Chancengleichheit ein. Vor allem in ländlichen Gebieten soll der Zugang zu Bildungseinrichtungen verbessert werden. Mädchen und Frauen werden gefördert, damit sie ein selbstgestaltetes und unabhängiges Leben führen können. Es geht um mehr als Rechnen, Schreiben und Lesen. Es geht um eine umfassende Bildung. Also zum Beispiel darum, sich im sozialen Miteinander zu bewähren, sich eine Meinung zu bilden, Verantwortung zu übernehmen und bei Entscheidungen mitbestimmen zu können. Nach den im Herbst 2015 von der UNO beschlossenen 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals/SDGs) will die Weltgemeinschaft bis 2030 eine chancengerechte und hochwertige Bildung für alle Menschen sicherstellen sowie die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen fördern. Bitte unterstütze ADRA bei diesem Auftrag. Danke!

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Unterwegs Richtung weltwärts

Sonne, Regen, Strand, Menschen, Sprache, Einkaufen, Früchte, krank sein, Bus fahren, Staub, Gerüche, Essen, Tiere, Reisen, Sport machen, Märkte, usw. Alles bekannt und doch so anders und ungewohnt, wenn man für ein Jahr in einem fremden Land lebt.

Ich bin Jannis und ich hatte das große Privileg mit ADRA ein Jahr in Costa Rica zu verbringen.

In meinem Auslandsfreiwilligendienst habe ich zum einen in einem Sport- und Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche gearbeitet. Zum anderen habe ich bei ADRA Costa Rica mitgeholfen, die Weihnachtspäckchenaktion „Kinder helfen Kindern“ weiter auszubauen. Dabei lernte ich Land und Leute kennen.

„Arbeiten in einem Sport- und Bildungsprojekt“ klingt erst mal so, als ob ich hauptsächlich anderen etwas beigebracht hätte. Dies war auch Teil meiner Aufgaben, allerdings stellte sich heraus, dass eigentlich ich die lernende Person war. Ich habe nicht nur eine neue Sprache gelernt und neue Freunde gefunden. Vor allem habe ich gelernt, dass es sich lohnt offen für Neues zu bleiben und Bekanntes immer wieder zu überdenken. Andere Sichtweisen auszutesten lehrt mich, dass es nicht nur einen, sondern viele richtige Wege geben kann. Durch den Austausch mit anderen Menschen und Kulturen erhielt ich die Möglichkeit, mich selbst regelmäßig zu hinterfragen und daran zu wachsen. Ich konnte Berührungsängste abbauen und lernen, jeden Menschen so zu nehmen, wie er oder sie ist.

Ein Auslandsfreiwilligendienst ist nicht immer einfach, aber immer lohnend und ich kann nur jedem Menschen empfehlen, ab und zu die eigene Komfortzone zu verlassen.

HIER SCHLIESST SICH EIN KREIS: JANNIS VARNHOLT ABSOLVIERTE EIN FREIWILLIGES SOZIALES JAHR BEI ADRA MIT WELTWÄRTS, DEM ENTWICKLUNGSPOLITISCHEN FREIWILLIGENDIENST DES BMZ, UND IST JETZT MITARBEITER BEI ADRA FÜR DIE FREIWILLIGENDIENSTE.

WEITERE INFOS ZU DEN FREIWILLIGENDIENSTEN GIBT ES UNTER LIVE.ADRA.DE

           weltwärts - Freiwilligendienst         Qifd - Qualität in Freiwilligendiensten

Welternährungstag 2019 = Welthungertag: Die Zahl der Hungernden steigt

Rund 820 Millionen Menschen hatten 2018 nicht genug zu essen. Das sind noch einmal mehr Menschen als im Vorjahr, 2017 waren es 811 Millionen Menschen. Die Zahl liegt damit über dem Niveau von 2008, nach einer Verbesserung steigt jetzt die Zahl der Hungernden wieder an.

Am stärksten von Hunger gefährdet sind Kinder bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres, das Entwicklungsdefizit durch Fehl- und Unterernährung belastet die Kinder ein Leben lang. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat festgestellt, dass 2018 knapp 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren unterernährt oder unterentwickelt waren. Dazu kommen noch einmal 20 Millionen Babys mit zu geringem Geburtsgewicht.

Den insgesamt 821,6 Millionen Menschen, die an Hunger leiden, stehen zwei Milliarden übergewichtige Menschen gegenüber. „Während wir in Deutschland Lebensmittelverschwendung bekämpfen, leiden weite Teile von Afrika und Asien unter Mangel- bzw. Unterernährung. Ursachen für Hunger sind Naturkatastrophen, Krieg und wirtschaftliche Unsicherheit. Die Ressourcen auf der Welt sind ungleich verteilt“, so Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V.

Am dramatischsten ist die Lage in Ostafrika, dort sind bis zu einem Drittel der Bevölkerung unterernährt. Die zahlenmäßig meisten unterernährten Menschen leben in Asien.

Hunger trifft die Armen, egal wo
„Hunger, Mangel- und Unterernährung sind bei weitem kein Phänomen, dass nur den globalen Süden trifft. Immerhin acht Prozent der Bevölkerung in Nordamerika und auch Europa hat keinen Zugang zu ausreichender Nahrung“, kommentiert Christian Molke anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober.

ADRA Deutschland unterstützt Menschen bei der Versorgung mit Lebensmitteln in Kambodscha und Laos, Äthiopien, Burundi, Burkina Faso, Kenia, Mali, Somalia und Peru. Die Hilfe ist dabei sehr unterschiedlich. So hilft ADRA in Peru durch marktwirtschaftliche Anreize, in Kambodscha werden Familien mit Hausgärten unterstützt und in Burkina Faso, eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Erde, werden die Bauern in angepassten landwirtschaftlichen Techniken, Wasser- und Bodenkonservierung, Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Vermarktungstechniken und Ernährungspraktiken geschult.

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ADRAbio startet mit einem Runden Tisch die Planung eines neuen Unterfangens

Die Katastrophen- und Entwicklungshilfeorganisation ADRA Deutschland lebt nicht nur durch Spenden. Zur Finanzierung der Projekte der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit tragen auch die ADRAshops bei. In Zukunft wird auch ADRAbio als Social Business-Ansatz einen Beitrag in Vermarktung von biologisch hergestellten Agrarprodukten leisten.

Der Online-Vertrieb von ökologisch-organisch einwandfreien und fair hergestellten Produkten unterstreicht den nachhaltigen Charakter der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit bei ADRA. Daran wird ADRAbio anknüpfen und durch die Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten aus den Projektländern zur Finanzierung der Projekte beitragen. Um das Geschäftsmodell voranzutreiben, trafen sich im September Expertinnen und Experten zu einem Runden Tisch in Weiterstadt (siehe Foto). Das war allerdings nur ein erster Schritt. Die Ideen des Runden Tisches werden aktuell mit Interessensgruppen aus verschiedenen Bereichen erörtert und innerhalb des weltumfassenden ADRA-Netzwerkes erwogen.

Diese umfassende Netzwerkanalyse mündet im November in einer Fachkonferenz, bei der Erzeuger von Naturprodukten und deren Abnehmer zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen zusammenkommen. Geplant ist, die Produkte auf einer e-Commerce-Plattform (für elektronische Geschäftsabwicklung) zum Wohle der Erzeuger ohne Zwischenschritte anzubieten. Damit stärkt ADRAbio die Position der Hersteller und garantiert faire Preise für eine nachhaltige Produktion.

Für weitere Informationen steht Tihomir Lipohar unter

E-Mail: tihomir.lipohar@adra.de
Tel.: 06151 8115 56
Handy: 0172 855 2761

zur Verfügung.

Denken und Danken gehören zusammen

Obst, Gemüse, Getreide – das und vieles mehr lässt uns an Erntedank daran erinnern, dass es nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist, genug zu essen zu haben. Erntedank lädt uns ein, über den Wert der Schöpfung nachzudenken, und Gott „Danke“ für alles Schöne zu sagen, was er uns geschenkt hat.

Mit der Bitte „unser tägliches Brot gib uns heute“ im Vaterunser wird deutlich, dass wir das, was wir mit unserer Arbeit und in unserem Leben schaffen, nicht uns selbst zu verdanken haben. Das betrifft auch unsere Mittel zum Leben. Sind wir uns den Wert der Nahrungsmittel und ihrer Entstehung bewusst? Den Anstrengungen der Landwirte und Kleinbauern, abhängig von Wetter und Wasser? Für viele Grundnahrungsmittel gibt es weltweit harte Verteilungskämpfe, bei uns dagegen gibt es Lebensmittel im Überfluss.

Das germanische Wort „danc“ bedeutet ursprünglich „ich denke, ich gedenke“ und ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn du Wasser trinkst, dann denke dabei an die Quelle.“ Wir denken oft nicht tief und wir schätzen nicht mehr viel. Wir wählen manchmal nicht sorgfältig aus. Lasst uns das Leben und unsere Quelle neu bedenken. Wer denkt, der dankt und wer dankt, der lebt verantwortungsbewusster und zufriedener.

Eine Ernährungssicherung mit dem Ziel, Mangel- und Unterernährung sowie Hunger zu beseitigen, erfordert neben notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem Bildung und Aufklärung. ADRA fördert eine klimaangepasste Landwirtschaft für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit. Zum einen wird die Produktivität gesteigert und der Zugang zu Nahrungsmitteln erhöht, zum anderen werden Ressourcen wie Wasser sorgsam eingesetzt und die Umwelt geschützt. Schonende Bodenbewirtschaftung und Schädlingsbekämpfung, größere Vielfalt an Anbauprodukten und die Errichtung von Wasserrückhaltebecken und Bewässerungsanlagen sind nur einige Themen, die in Schulungen vermittelt und trainiert werden. Lasst uns gemeinsam Gutes säen, um Gutes zu ernten. Danke für Ihre Unterstützung!

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