Nulltoleranz gegen Genitalverstümmelung

Die WHO geht von 200 Millionen Frauen und Mädchen aus, die weltweit beschnitten sind und lebenslang mit den Folgen leben müssen. Mit dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung wird am 6. Februar auf diese grausame Menschenrechtsverletzung aufmerksam gemacht.

Täglich werden 8.000 Mädchen verstümmelt. Weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, kurz FGM) wird weltweit praktiziert. Allein auf dem afrikanischen Kontinent wird FGM in 29 Staaten durchgeführt. Beispielsweise in Somalia und Äthiopien sind mehr als 90 Prozent der Mädchen und Frauen davon betroffen. Der körperliche Eingriff unter oft unhygienischen Verhältnissen dauert meist nur wenige Minuten. Doch die körperlichen und seelischen Folgen bleiben ein Leben lang.

ADRA unterstützt das Gynocare Women´s & Fistula Hospital in Eldoret im Westen Kenias. Die Klinik von Dr. Mabeya hilft Frauen und Mädchen dabei, durch chirurgische Eingriffe und Operationen von Verletzungen und Komplikationen geheilt zu werden und ein lebenswerteres Leben zurückzugewinnen. In Kooperation mit Dr. Mabeya bietet das Krankenhaus Waldfriede in Berlin mit dem dort angeschlossenen Desert Flower Center medizinische und psychosoziale Beratung und Betreuung an. Das Team um Frau Dr. Cornelia Strunz verfolgt ein ganzheitliches interdisziplinäres Behandlungskonzept mit Psychologen, sozialer und seelsorgerlicher Beratung, Gynäkologen und Chirurgen. Im Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie am Krankenhaus Waldfriede befreien Chefarzt Dr. Roland Scherer und seine Kollegen Frauen von den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung wie z. B. chronische Beschwerden und Schmerzen. Außerdem führen sie Operationen und Rekonstruktionen der Klitoris und der kleinen Schamlippen durch. Weitere Informationen und die Kontaktmöglichkeiten für Betroffene finden sich auf www.dfc-waldfriede.de.

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Mali: Klimatische Veränderungen gefährden die Existenzgrundlage

ADRA verbessert in 40 Dörfern in Mali die Ernährungssicherheit von Kleinbauern und ärmeren Familien. An den Klimawandel angepasste Landwirtschaftsmethoden wirken der Unterernährung der kleinbäuerlichen Familien entgegen und tragen zur Erhöhung ihres Haushaltseinkommens bei.

Konflikte zwischen den Völkern in Mali und im Nachbarstaat Niger werden durch die Folgen des Klimawandels verschärft. Der Kampf um nutzbares Land und lebenswichtiges Wasser bedroht Existenzen und verfestigen die Armut.

Der westafrikanische Binnenstaat Mali ist etwa dreieinhalbmal so groß wie Deutschland, rund 60 Prozent davon sind Wüstengebiete. Die Regenzeiten werden immer kürzer, landwirtschaftlich nutzbare Böden werden zunehmend ausgelaugt und verschwinden.

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DAS PROJEKT WIRD VOM BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT UND ENTWICKLUNG UNTERSTÜTZT.

SOS MEDITERRANEE und ADRA Deutschland: Seenotrettung als humanitäres Gebot

Das Mittelmeer ist die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Im Jahr 2019 sind mindestens 743 Menschen auf der Flucht über das zentrale Mittelmeer gestorben. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer viel höher ist, da nicht jedes Unglück auf dem Mittelmeer entdeckt wird.

Wir wollen uns damit nicht abfinden! Deshalb unterstützt ADRA Deutschland den Rettungseinsatz von SOS MEDITERRANEE auf dem Mittelmeer und bittet um Spenden, damit Menschenleben gerettet werden. Im vergangenen Jahr konnten 1.373 Menschen aus Seenot gerettet werden.

ADRAdirekt zur Seenotrettung
David Starke ist Geschäftsführer von SOS MEDITERRANEE. Er berichtet uns über den Einsatz, die Situation in Libyen und wie schwierig sich die Suche nach einem sicheren Hafen gestaltet. Das und noch viel mehr berichtet David im Gespräch mit Julia Schmitz in der Sendung ADRAdirekt am Montag, 20. Januar um 20.15 Uhr im Hope TV.

Diskutiert die Sendung Live auf Facebook unter www.facebook.com/ADRADeutschland

Erfahrt mehr über den Einsatz auf dem Mittelmeer unter www.adra.de/seenotrettung

Eine bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich

ADRA ist im Jemen eine führende Hilfsorganisation. Im Norden des Landes, in Hajjah, Saada und Hudaida, ist ADRA Deutschland ein zentraler Akteur in der Gesundheitsversorgung. Hudaida ist weiterhin der gefährlichste Ort im Jemen für Zivilisten.

 „Die Zivilbevölkerung trägt weiterhin die Hauptlast der Gewalt. Wohnhäuser, landwirtschaftliche Betriebe, Märkte und Gesundheitseinrichtungen werden beschädigt und zerstört, die bereits katastrophale humanitäre Situation verschlimmert sich“, sagen die humanitären Helfer, die im Jemen tätig sind. In diesem Jahr wurden durch Bodenkampf insgesamt 1.008 Zivilisten getötet. Über 40 Prozent aller Vorfälle von bewaffneter Gewalt gegen die Zivilbevölkerung fand in der Region Hudaida statt.

Die humanitäre Lage ist katastrophal und die Versorgung verschlechtert sich mit jedem Angriff weiter. In diesem Jahr wurden fast 390.000 Jemeniten aus ihren Häusern vertrieben, es sind 2 Millionen Menschen auf der Flucht.

Was die Menschen im Jemen am meisten brauchen, ist ein Ende der Gewalt durch eine politische Lösung des Konflikts. Die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit betrifft 30 Millionen Einwohner, davon sind 80 Prozent, 24 Millionen Menschen, zum Überleben auf humanitäre Hilfe angewiesen. Im Jemen werden durch Land- und Seeblockaden die Lieferungen von Hilfsgütern erheblich erschwert, die Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln kommt immer wieder zum Erliegen. Deshalb wurden Fehlende medizinische Versorgung und zerstörte Infrastruktur führten 2019 zu über 460.000 Cholera-Verdachtsfällen, 2.700 Menschen sind an der Krankheit gestorben.

Die notleidende Bevölkerung wird zusätzlich von einer Dengue-Epidemie heimgesucht. Die Vereinten Nationen haben 2.000 Erkrankungen und bereits 50 Tote (Stand 26.11.19) gemeldet.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
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Die Arbeit von ADRA Deutschland im Jemen ist möglich dank Ihrer Spendengelder und der Unterstützung des Auswärtigen Amtes sowie des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“.

Gemeinsam Kinder glücklich machen

„Kinder helfen Kindern!“ Diese Aktion zu Weihnachten ist ein Beispiel für Hilfsbereitschaft und Solidarität. Gemeinsam mit vielen engagierten Ehrenamtlichen und Unterstützern wird aus vielen kleinen Gaben etwas ganz Großes. Eine große Hilfe für Kinder in Not!

Vor 20 Jahren startete ADRA Deutschland zum ersten Mal die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ und lädt zum Mitmachen und Mitpacken von Weihnachtspaketen für Mädchen und Jungen aus Osteuropa ein. Ohne euch ist das nicht möglich! Wir sagen herzlich Danke für 20 Jahre Engagement, damit pünktlich zur Weihnachtszeit Kinder glücklich gemacht werden können! Ein Paket transportiert mehr als den liebevoll verpackten Inhalt. Ein Paket transportiert die Botschaft, die jedes Geschenk innehat: Du bist wertvoll! Da ist jemand, der dich sieht! Du bist nicht allein!

Gott hat uns beschenkt, indem er seinen Sohn in die Welt sandte. Jesus kam in die Welt und erlebte Kummer, Leid und Not, wie sie weltweit viele Menschen erleben. Und er zeigt uns mit diesem Geschenk: Du bist wertvoll! Da ist jemand, der dich sieht! Du bist nicht allein!

Mit diesem Gedanken wünscht das ganze ADRA-Team euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest!

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Jemen: Dengue-Fieber ausgebrochen!

Das Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die sich sehr schnell ausbreitet. Übertragen wird das Virus von Stechmücken. Nun ist es im Jemen zu einer Epidemie gekommen, die bisher schätzungsweise 50 Menschen das Leben gekostet hat.

Schwerpunkt des Ausbruchs ist die Hafenstadt Hudaida im Westen. ADRA Deutschland ist dort aktiv und leistet humanitäre Hilfe im Gesundheitssektor. Mehr als 2.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen erkrankt. Die meisten Dengue-Fälle verlaufen mit ähnlichen Symptomen wie bei einem grippalen Infekt: Fieber bis 40 °C mit Schüttelfrost und starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.

Dengue-Fieber trifft auf eine geschwächte Bevölkerung

Die Krankheit wird umso bedrohlicher, je mehr die Bevölkerung geschwächt ist. Im Jemen sind mehr als 24 Millionen Menschen (ca. 80 Prozent der Bevölkerung) auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Versorgung mit Nahrungsmittel und medizinischen Gütern ist unsicher. Immer wieder treffen Cholera-Epidemien die Menschen, mehr als 2.700 Menschen sind ums Leben gekommen, mehr als 1,3 Million Verdachtsfälle wurden gemeldet.

Der Jemen braucht dringend Unterstützung!

Zur Bekämpfung der jüngsten Dengue-Epidemie benötigt der Jemen ein funktionierendes Gesundheitssystem, um alle Patienten zu behandeln. ADRA ist ein wichtiger Akteur der Gesundheitsversorgung im Jemen und stellt Gesundheitsdienstleistungen für fast eine halbe Millionen Menschen in Hudaida, Hajjah und Saada bereit.

Ein weiterer Baustein, um die Epidemie einzugrenzen sind Hygienemaßnahmen und ein funktionierendes Sanitärsystem. Deshalb organisiert ADRA Gesundheitsschulungen, um die Ansteckung zu vermeiden.

Helfen Sie mit! Unter dem Stichwort „JEMEN“ können Sie dabei helfen das Leid der Menschen zu lindern.
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Dieses Projekt wird gefördert vom Auswärtigen Amt.

Gleiche Chance für alle

Vor 100 Jahren hatten in Deutschland privilegierte Kinder einen Hauslehrer und ärmere Mädchen und Jungen besuchten nach Geschlechtern getrennt oft überfüllte Volksschulen. 1919 wurde erstmals eine allgemeine Schulpflicht für alle Kinder eingeführt.

„Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte sollten alle Kinder gemeinsam zur Schule gehen, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung,“ so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Grundschule in Frankfurt.

Für die Entwicklungszusammenarbeit ist dieser Ansatz bedeutend. Alle Kinder, ungeachtet der sozialen und ethnischen Herkunft sowie des Geschlechtes haben das Recht auf Bildung. Damit Bildungserfolge nicht von sozialen Bedingungen abhängen, setzt sich ADRA für Chancengleichheit ein. Vor allem in ländlichen Gebieten soll der Zugang zu Bildungseinrichtungen verbessert werden. Mädchen und Frauen werden gefördert, damit sie ein selbstgestaltetes und unabhängiges Leben führen können. Es geht um mehr als Rechnen, Schreiben und Lesen. Es geht um eine umfassende Bildung. Also zum Beispiel darum, sich im sozialen Miteinander zu bewähren, sich eine Meinung zu bilden, Verantwortung zu übernehmen und bei Entscheidungen mitbestimmen zu können. Nach den im Herbst 2015 von der UNO beschlossenen 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals/SDGs) will die Weltgemeinschaft bis 2030 eine chancengerechte und hochwertige Bildung für alle Menschen sicherstellen sowie die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen fördern. Bitte unterstütze ADRA bei diesem Auftrag. Danke!

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