Welternährungstag 2019 = Welthungertag: Die Zahl der Hungernden steigt

Rund 820 Millionen Menschen hatten 2018 nicht genug zu essen. Das sind noch einmal mehr Menschen als im Vorjahr, 2017 waren es 811 Millionen Menschen. Die Zahl liegt damit über dem Niveau von 2008, nach einer Verbesserung steigt jetzt die Zahl der Hungernden wieder an.

Am stärksten von Hunger gefährdet sind Kinder bis zur Vollendung des fünften Lebensjahres, das Entwicklungsdefizit durch Fehl- und Unterernährung belastet die Kinder ein Leben lang. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat festgestellt, dass 2018 knapp 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren unterernährt oder unterentwickelt waren. Dazu kommen noch einmal 20 Millionen Babys mit zu geringem Geburtsgewicht.

Den insgesamt 821,6 Millionen Menschen, die an Hunger leiden, stehen zwei Milliarden übergewichtige Menschen gegenüber. „Während wir in Deutschland Lebensmittelverschwendung bekämpfen, leiden weite Teile von Afrika und Asien unter Mangel- bzw. Unterernährung. Ursachen für Hunger sind Naturkatastrophen, Krieg und wirtschaftliche Unsicherheit. Die Ressourcen auf der Welt sind ungleich verteilt“, so Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V.

Am dramatischsten ist die Lage in Ostafrika, dort sind bis zu einem Drittel der Bevölkerung unterernährt. Die zahlenmäßig meisten unterernährten Menschen leben in Asien.

Hunger trifft die Armen, egal wo
„Hunger, Mangel- und Unterernährung sind bei weitem kein Phänomen, dass nur den globalen Süden trifft. Immerhin acht Prozent der Bevölkerung in Nordamerika und auch Europa hat keinen Zugang zu ausreichender Nahrung“, kommentiert Christian Molke anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober.

ADRA Deutschland unterstützt Menschen bei der Versorgung mit Lebensmitteln in Kambodscha und Laos, Äthiopien, Burundi, Burkina Faso, Kenia, Mali, Somalia und Peru. Die Hilfe ist dabei sehr unterschiedlich. So hilft ADRA in Peru durch marktwirtschaftliche Anreize, in Kambodscha werden Familien mit Hausgärten unterstützt und in Burkina Faso, eine der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen der Erde, werden die Bauern in angepassten landwirtschaftlichen Techniken, Wasser- und Bodenkonservierung, Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Vermarktungstechniken und Ernährungspraktiken geschult.

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ADRAbio startet mit einem Runden Tisch die Planung eines neuen Unterfangens

Die Katastrophen- und Entwicklungshilfeorganisation ADRA Deutschland lebt nicht nur durch Spenden. Zur Finanzierung der Projekte der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit tragen auch die ADRAshops bei. In Zukunft wird auch ADRAbio als Social Business-Ansatz einen Beitrag in Vermarktung von biologisch hergestellten Agrarprodukten leisten.

Der Online-Vertrieb von ökologisch-organisch einwandfreien und fair hergestellten Produkten unterstreicht den nachhaltigen Charakter der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit bei ADRA. Daran wird ADRAbio anknüpfen und durch die Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten aus den Projektländern zur Finanzierung der Projekte beitragen. Um das Geschäftsmodell voranzutreiben, trafen sich im September Expertinnen und Experten zu einem Runden Tisch in Weiterstadt (siehe Foto). Das war allerdings nur ein erster Schritt. Die Ideen des Runden Tisches werden aktuell mit Interessensgruppen aus verschiedenen Bereichen erörtert und innerhalb des weltumfassenden ADRA-Netzwerkes erwogen.

Diese umfassende Netzwerkanalyse mündet im November in einer Fachkonferenz, bei der Erzeuger von Naturprodukten und deren Abnehmer zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen zusammenkommen. Geplant ist, die Produkte auf einer e-Commerce-Plattform (für elektronische Geschäftsabwicklung) zum Wohle der Erzeuger ohne Zwischenschritte anzubieten. Damit stärkt ADRAbio die Position der Hersteller und garantiert faire Preise für eine nachhaltige Produktion.

Für weitere Informationen steht Tihomir Lipohar unter

E-Mail: tihomir.lipohar@adra.de
Tel.: 06151 8115 56
Handy: 0172 855 2761

zur Verfügung.

Denken und Danken gehören zusammen

Obst, Gemüse, Getreide – das und vieles mehr lässt uns an Erntedank daran erinnern, dass es nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist, genug zu essen zu haben. Erntedank lädt uns ein, über den Wert der Schöpfung nachzudenken, und Gott „Danke“ für alles Schöne zu sagen, was er uns geschenkt hat.

Mit der Bitte „unser tägliches Brot gib uns heute“ im Vaterunser wird deutlich, dass wir das, was wir mit unserer Arbeit und in unserem Leben schaffen, nicht uns selbst zu verdanken haben. Das betrifft auch unsere Mittel zum Leben. Sind wir uns den Wert der Nahrungsmittel und ihrer Entstehung bewusst? Den Anstrengungen der Landwirte und Kleinbauern, abhängig von Wetter und Wasser? Für viele Grundnahrungsmittel gibt es weltweit harte Verteilungskämpfe, bei uns dagegen gibt es Lebensmittel im Überfluss.

Das germanische Wort „danc“ bedeutet ursprünglich „ich denke, ich gedenke“ und ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn du Wasser trinkst, dann denke dabei an die Quelle.“ Wir denken oft nicht tief und wir schätzen nicht mehr viel. Wir wählen manchmal nicht sorgfältig aus. Lasst uns das Leben und unsere Quelle neu bedenken. Wer denkt, der dankt und wer dankt, der lebt verantwortungsbewusster und zufriedener.

Eine Ernährungssicherung mit dem Ziel, Mangel- und Unterernährung sowie Hunger zu beseitigen, erfordert neben notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem Bildung und Aufklärung. ADRA fördert eine klimaangepasste Landwirtschaft für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit. Zum einen wird die Produktivität gesteigert und der Zugang zu Nahrungsmitteln erhöht, zum anderen werden Ressourcen wie Wasser sorgsam eingesetzt und die Umwelt geschützt. Schonende Bodenbewirtschaftung und Schädlingsbekämpfung, größere Vielfalt an Anbauprodukten und die Errichtung von Wasserrückhaltebecken und Bewässerungsanlagen sind nur einige Themen, die in Schulungen vermittelt und trainiert werden. Lasst uns gemeinsam Gutes säen, um Gutes zu ernten. Danke für Ihre Unterstützung!

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Wie arbeitet ADRA im Katastrophenfall?

Im Frühjahr trafen zwei Zyklone, Idai und Kenneth, auf Ostafrika. Fast 2,2 Millionen Menschen waren insgesamt betroffen. Fast 650 Menschen kamen dabei ums Leben und über 400.000 Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen. Ebenso wurden über 110 Gesundheitseinrichtungen sowie 35 Schulen entweder zerstört oder stark beschädigt. Besonders die Menschen in Mosambik hatten unter den Tropenstürmen zu leiden. ADRA Deutschland reagierte umgehend und startete eine Spendenaktion. Nach Absprache mit unseren Bündnispartnern waren wir für die Organisation der Hilfsprojekte in den Provinzen Zambézia, Tete und Sofala zuständig. Um eine effizientere Koordination neben den regelmäßigen Telefonkonferenzen zu erhalten, war unser Referent, Réne Fechner, in den Gebieten vor Ort. Um nachhaltige Hilfe nach dem Ausbruch von Naturkatastrophen sicherzustellen, hat ADRA einen Drei-Stufen-Plan erstellt.

Phase 1: Linderung und erste Wiederherstellungen (erster bis dritter Monat)

In den ersten drei Monaten ging es darum, die Not der Menschen zu lindern und erste Wiederherstellungsmaßnahmen zu treffen. Die Aktivitäten umfassten die Bereitstellung von Nahrungsmitteln durch das Welternährungsprogramm. Bausätze wie Zelte wurde zur Verfügung gestellt. Die Installation von Wasserreinigungsanlagen und die Verteilung von Kanistern gewährleisten sauberes Wasser. Hygienesets oder Gutscheine an betroffene Haushalte wurden verteilt. Gesundheitszentren wurden mit Medikamenten und medizinischen Geräten ausgestattet. Dadurch wurden Cholera- und Malariaausbrüche verringert beziehungsweise vorgebeugt. Fast 85.000 Menschen erreichte diese Hilfe. Zur Sicherung der Ernte und des Nahrungsmittelbedarfs wurden landwirtschaftliche Betriebsmittel zur Verfügung gestellt. Schon in dieser Phase ist Vorsorge ein wesentlicher Bestandteil der humanitären Hilfe!

 

Die Zerstörung der Zyklone Idai und Kenneth
was ADRA bisher erreicht hat

Phase 2: Kontinuierliche Wiederherstellung (vierter bis sechster Monat)

ADRA setzt verstärkt auf ein Bargeld- und Gutschein-System. Die Verteilung der Lebensmittel durch personalisierte Gutschriften wird damit besser geregelt. Den Landwirten wird Saatgut zur Verfügung gestellt. Die Kleinbauern werden auch darin geschult, die Veränderung des Klimas durch nachhaltige Agrartechniken besser umzusetzen. Bereits 5.000 Bauern nehmen in dieser Phase an diesem Programm teil. So werden „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“.

Phase 3: Langfristige Wiederherstellung und Ausbau (nach sechs Monaten)

Nach einem halben Jahr steht das Ziel an, die betroffene Bevölkerung bei der Rückkehr in ihr gewohntes Alltagsleben zu unterstützen. Im Fokus steht die technische Unterstützung der Landwirte, um klimafreundliche Landwirtschaft umzusetzen. Insgesamt wird das Projekt auf 10.000 Landwirte ausgeweitet. Ebenso wird die Wasserinstandhaltung repariert und ausgebaut. Dies betrifft auch die Sanitäranlagen in öffentlichen Schulen.

Mit euren Spenden habt ihr schnelle Hilfe ermöglicht, helft beim Wiederaufbau und die Infrastruktur des Landes zu verbessern, damit in Zukunft solche Not infolge von Zyklonen verringert wird.
Stellvertretend sollen wir euch von den Mosambikanern, mit denen wir persönlich Kontakt haben, herzlich danken und Gottes Segen übermitteln. Seid gewiss, sie wissen, wem sie die Hilfe zu verdanken haben! Um auch in Zukunft sicherzustellen, dass den Menschen, die weltweit von Naturkatastrophen betroffen sind, geholfen werden kann, bitten wir euch, unter dem Stichwort „NATURKATASTROPHEN“ zu spenden.

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Durch Bildung den Mädchenhandel in Thailand verhindern

Keep Girls Safe (KGS), so lautet das ADRA-Projekt in der nördlichsten Provinz Thailands, in Chiang Rai. Menschenhandel im Zusammenhang mit Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung stellt dort besonders bei Mädchen von Bergvölkern ein großes Problem dar. ADRA setzt sich sowohl praktisch als auch theoretisch für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Kinder ein.

Praktisch insofern, dass die Jugendlichen und ihre Eltern über die Bedeutung von Bildung und die Risiken des Menschenhandels aufgeklärt, Schulstipendien vermittelt, bei der Erlangung der Staatsbürgerschaft unterstützt sowie besonders gefährdete Mädchen sicher untergebracht werden. Theoretisch, da das Projekt auch die Komplexität und politischen Ursachen des Menschenhandels erforscht. Bildung bedeutet Kinder- und Mädchenrechte stärken! Unterstützen Sie die Projekte von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „BILDUNG“.
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Lamanja berichtet uns über Keep Girls Safe

Bildung darf kein Privileg sein

Rund ein Fünftel der Erwachsenen weltweit können nicht lesen und schreiben. Zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Dabei ist mangelnde Bildung eines der größten Hindernisse, wenn es um die Entwicklung geht. Die Entwicklung einer Gesellschaft, aber auch die jeder einzelnen Person. Jedes Jahr am 8. September wird daran erinnert, dass das Recht auf Bildung Millionen Menschen verwehrt bleibt. Die meisten Analphabeten leben in Süd- und Westasien (49 Prozent) und Subsahara-Afrika (27 Prozent). Der Weltalphabetisierungstag wurde 1965 von der UNESCO ins Leben gerufen. Gründe der Nichtteilhabe an Bildung sind zum Beispiel Armut, eine schlechte Bildungspolitik, fehlende Förderung in der Familie oder Geschlechterdiskriminierung. Damit Bildung kein Privileg bleibt, ist ADRA im Bildungssektor aktiv.

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Quelle: http://uis.unesco.org

Spürst du den Wandel?

Schulen und andere Bildungsbereiche sind eine Chance, die Welt zu verändern! Genauer gesagt, die Welt zum Besseren zu wandeln, Hunger und Armut zu beseitigen, dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Ökosysteme zu erhalten. Angesichts einer Welt, die zusehends aus den Fugen gerät, ist ein Wandel notwendig und dringlich.

Bis zum Jahre 2030 wollen die Vereinten Nationen diese Transformation herbeiführen. Die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung wurde 2015 von allen Staaten der Welt beschlossen. Nachhaltige Entwicklung hat nachhaltige Lebenswelten und Perspektiven für nachfolgende Generationen zur Folge. Bildung spielt für diesen Wandel eine entscheidende Rolle und ist der Schlüssel für ein Neudenken und Umdenken. Bildung macht die Welt zukunftsfähiger, denn sie befähigt, Einstellungen und Meinungen zu überdenken und Verhaltensweisen zu verändern. Damit es nicht beim Denken und Reden bleibt.

ADRA fördert weltweit schulische und außerschulische Bildungsangebote für alle Altersgruppen. Darüber hinaus wirkt ADRA bei der Entwicklung der Bildungssysteme und Curricula mit und stellt Materialien und Ausstattung für den Unterricht zur Verfügung. Sensibilisierungskampagnen und Petitionen werden von ADRA unterstützt und die Qualifikation von Dozenten und Lehrkräften verbessert. Gemeinsam mit unseren Unterstützern schaffen wir Perspektiven für ein besseres Leben. Werde auch du Bildungsförderer und damit Teil einer weltweiten Bewegung!

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