Mit Wasser und Hygiene den Hunger bekämpfen

Weltweit müssen 2,5 Milliarden Menschen ohne eine gesundheitlich unbedenkliche sanitäre Versorgung mit sauberem Trinkwasser auskommen. Das hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und Lebenssituation der ganzen Familie. ADRA ist im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene aktiv und setzt sich für das Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen ein.

Mit Wasser, Sanitär und Hygiene den Hunger und die Armut bekämpfen – geht das? Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, sind anfälliger für Krankheiten und den Verlust ihrer Leistungskraft. Regelmäßige Schulbesuche der Kinder und die Erwerbsfähigkeit von Erwachsenen sind gefährdet. Medikamente und medizinische Behandlungen kosten Geld. Diese Mittel fehlen dann zur Versorgung der Familie. Im Vergleich zu Deutschland sind die meisten Einkommen in Ländern des globalen Südens geringer und Sozialversicherungen können sich die meisten Menschen nicht leisten. Fehlen die Mittel für Hygiene und eine ausgewogene Ernährung, kommt es langfristig zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit – es ist ein Kreislauf. Projekte, die ADRA im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene umsetzt, wirken also nachhaltig gegen Armut und Hunger! Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Installation von Wasseraufbereitungsanlagen, saubere Lagerungsmöglichkeiten, sichere und umweltschonende Abwasserentsorgung und Hygieneschulungen fördern die Gesundheit und ermöglichen Millionen Menschen ein lebenswerteres Leben.

ADRA fördert den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen u.a. in Sambia, Kenia, Äthiopien und Madagaskar.

Lesen Sie mehr darüber,

 

>> Unterstützen Sie unsere Projekte in Afrika unter dem Spendenstichwort „AFRIKA“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Ernährung sichern durch Wasserversorgung in Madagaskar

Der Inselstaat Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung der meisten Regionen haben nur einen ungenügenden Zugang zu sauberem Trinkwasser. Gesundheitliche Probleme bei Mensch und Vieh sind die Folge. Wassermangel verhindert zudem eine erfolgreiche Landwirtschaft und lässt die Böden unfruchtbar werden. Wiederkehrende Dürren verstärken die Situation.

Im Südwesten Madagaskars war die Landwirtschaftssaison 2016/2017 sehr schlecht. Die Gründe dafür sind mangelnde Niederschläge in Kombination mit einem hohen Insektenbefall, wie zum Bespiel durch Wanderheuschrecken. Die Ernteeinbußen gefährden die Ernährungsgrundlage der kleinbäuerlichen Familien. Um Nahrungsmittelknappheit dauerhaft entgegenzuwirken, ist eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Wasser lebensnotwendig. ADRA entwickelt Komitees zur lokalen Katastrophenvorsorge. Eine solche Initiative gelingt nur gemeinsam mit der Bevölkerung. In 80 Dörfern des Ampanihy Distriktes im Südwesten Madagaskars sind solche Komitees gebildet worden, um die Ernährungssicherheit und Widerstandskraft gegenüber Naturkatastrophen in dieser Region zu verbessern. Nur zwei Prozent der Bevölkerung haben die Möglichkeit, einen eigenen Brunnen zu bauen. Bereits 23 Brunnen konnten neu angelegt, bzw. wieder funktionsfähig gemacht werden. Aber auch natürliche Teiche konnten vertieft werden und Wasserauffangbecken sowie sieben Latrinen gebaut werden. Die geschulten Wasserkomitees stellen jetzt die Wartung sicher, um eine langfristige Wassernutzung zu gewährleisten. Bis zu 335 Personen profitieren von einem funktionierenden Brunnen. Insgesamt kommt dieses Projekt 22.500 Menschen zugute.

Dieses Projekt wird gefördert von 

>> Unterstützen Sie unsere Projekte in Afrika unter dem Spendenstichwort „AFRIKA“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

ADRA stärkt äthiopische Hirtennomaden gegen die Dürre

Die derzeitige Hitzewelle macht in Europa Mensch und Natur zu schaffen. In anderen Teilen der Welt sind diese Temperaturen normal und die Menschen haben sich daran angepasst. Immer häufigere und ausgeprägtere Dürrephasen stellen jedoch neue Herausforderungen dar – so auch bei den Hirtennomaden im Nordosten Äthiopiens. ADRA unterstützt sie mit verschiedenen Maßnahmen gegen die Dürre.

In der Afar-Region im Nordosten Äthiopiens leben vor allem Hirtennomaden, die ihren Lebensunterhalt mit der Viehhaltung bestreiten. Damit sind die Tiere eine unerlässliche Nahrungs- und Einkommensquelle. Die Gesundheit der Tiere ist für­­ die Besitzer von zentraler Bedeutung. Durch die in dieser Region immer häufiger ausgedehnt stattfindenden Dürren der letzten Jahre kommt es zu extremer Wasserknappheit und damit zu einem Mangel an Weideflächen für die Tiere. In Kombination mit vorhandenen und neu entstehenden Viehseuchen schrumpft der Viehbestand dramatisch. Das hat Folgen: Die verlässliche Nahrungsmittelversorgung bricht zusammen und die Menschen leiden Hunger. Mit Hilfe von Kleinbewässerungsanlagen, verbesserten landwirtschaftlichen Techniken und der Nutzung anderer Futtersorten unterstützt ADRA die Produktionssteigerung in der Landwirtschaft und der Viehhaltung. Neu angelegte Wasserstellen und Wasserspeicher wirken der Wasserknappheit entgegen. Verödetes Weideland wird durch das Einsäen verbesserter Saatgutsorten wieder nutzbar gemacht. Darüber hinaus stärken weitere ADRA Maßnahmen die lokale Katastrophenvorsorge durch Schulungen, Frühwarnsysteme, Aufstockung der Viehbestände und verbesserte Zugänge zu Veterinärdiensten.

>> Mehr Informationen zum Leben der Hirtennomaden in Äthiopien und dem Projekt von ADRA gibt es in folgendem Video:

Dieses Projekt wird gefördert von 

>> Unterstützen Sie unsere Projekte in Afrika unter dem Spendenstichwort „AFRIKA“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Brunnenbau in Kenia sichert die Wasserversorgung von 170 Mädchen

Mädchen in Kajiado nach den ersten Bohrmaßnamen.

Das von ADRA unterstützte Schul- und Rettungszentrum Kajiado in Kenia bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Diese führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. Gabriele Hansch, Abteilungsleiterin Afrika, berichtet im Interview, wie ein neuer Brunnen die Mädchen stärkt.

Wie kam es zu dem Vorhaben, einen eigenen Brunnen für das Schul- und Rettungszentrum zu bauen?
Wasser ist ein kostbarer Schatz in Afrika und Lebenselixier für Menschen, Tiere und Pflanzen. Bei Gründung des Zentrums in Kajiado wurde ein Brunnen in zu großer Entfernung gebaut, der letztendlich wegen Überlastung schnell funktionsuntüchtig wurde. Seitdem wurde die Schule über mobile Wassertankwagen versorgt. Eine kostspielige Angelegenheit, welche nicht nachhaltig ist und nicht zur Bewässerung von Nutzpflanzungen ausreichte. So entstand der Plan, neue Probebohrungen nach Wasser auf dem Grundstück vorzunehmen. Dieses Vorhaben glückte im März dieses Jahres und es konnte ausreichend Grundwasser zur Förderung gefunden werden. Nun steht der Brunnen und die Schule ist rundum versorgt und kann die Ablaufwasser zur Bewässerung von nahen Maisfeldern nutzen.

Was ändert sich für die jungen Bewohnerinnen des Schul- und Rettungszentrums mit dem Brunnen?
Für die Mädchen ist jetzt ausreichend Wasser vorhanden für die persönliche Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zum Bewässern von Nutzpflanzen. Vorher musste der Wasserverbrauch notgedrungen sehr eingeschränkt werden. Die Abhängigkeit von externen Wasserlieferungen hat die Weiterentwicklung und Verbesserung dieser Institution sehr erschwert. Das ist nun vorbei. Die Mädchen können frisches, fließendes Wasser genießen. Es soll nun auch in Kajiado eine Selbstverständlichkeit werden, denn jeder Mensch hat ein Recht auf sauberes Wasser.

Für was genau wird der Brunnen verwendet?
Da der neue Brunnen nur eine genau berechnete Wassermenge pro Tag fördern kann, welche nur für die Versorgung des Zentrums und seiner Bewohnerinnen ausreichend ist, versorgt er exklusive das Schul- und Rettungszentrum in Kajiado und deren Bewohnerinnen. Weitere Nutzer können aber auch aus Sicherheitsgründen nicht berücksichtigt werden, da der Brunnen direkt auf dem Gelände des Schul- und Rettungszentrums mit Internat steht.

Die neue Brunnenanlage liefert Trinkwasser in guter Qualität und das Wasser dient der Körperpflege und Wäschehygiene. Des Weiteren wird die Bewässerung naher Felder und Gemüsegärten ermöglicht, unter Einbezug der Ablauf- und gebrauchten Wasser.  

Afrika im Fokus – Nachhaltigkeit für alle

Mädchen im Schul- und Rettungszentrum Kajiado, Kenia.

Afrika gibt es nur im Plural, denn der zweitgrößte Kontinent ist voller Gegensätze und Vielfalt. ADRA setzt hier einen Schwerpunkt der Arbeit und wirkt im Sinne des sechsten der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Welt im Bereich Wasser und Sanitär. Wie das gelingt, zeigen zwei Beispiele aus dem kenianischen Kajiado sowie aus der Ostprovinz Sambias.

„Niemand soll zurückgelassen werden!“ Dieses Versprechen prägt die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs), die sich die UN-Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2030 gesetzt haben. Das sechste der 17 Ziele ist zugleich Tätigkeitsfeld von ADRA und strebt an, sicheres Trinkwasser für jeden Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen sowie angemessene Sanitärversorgung und Hygieneverhältnisse zur Verfügung zu stellen.

Eine eigene Wasserversorgung für das Schul- und Rettungszentrum in Kenia

Das von ADRA unterstützte Schul- und Rettungszentrum im kenianischen Kajiado bietet Mädchen der Massai Schutz vor Zwangsheirat und Genitalverstümmelung. Schon mehrere Jahre in Folge ist diese Region stark von Dürreperioden betroffen. Nun wurde durch ADRA ein eigener Brunnen für das Schulzentrum gebaut. Denn der alte Brunnen war überlastet und die Mädchen waren von der Versorgung mittels mobiler Wassertankwagen abhängig. „Eine kostspielige Angelegenheit, welche nicht nachhaltig ist und zur Bewässerung von Nutzpflanzen nicht ausreichte“, berichtet Gabriele Hansch, Abteilungsleiterin Programme Afrika. Der Verbrauch musste zuvor notgedrungen sehr eingeschränkt werden – nun stehe ausreichend Wasser für die persönliche Hygiene, zum Wäschewaschen, für die Schulküche und zum Bewässern der Nutzpflanzen zur Verfügung. „Das soll auch in Kajiado eine Selbstverständlichkeit werden, denn jeder Mensch hat ein Recht auf sauberes Wasser“, so Gabriele Hansch weiter.

Sauberes Trinkwasser gegen die Ausbreitung der Cholera in Sambia

Zwei Mädchen in Sambia.

Sauberes Trinkwasser ist auch in Sambia lebenswichtig, und das in mehr als nur einer Hinsicht – denn es legt die Basis für eine Vermeidung von weiteren Cholera-Ansteckungen. Die bakterielle Infektionskrankheit breitet sich schnell über verunreinigtes Wasser aus. Seit deren Beginn im Oktober 2017 sind laut WHO bis Ende Januar 3.635 Menschen in Sambia an Cholera erkrankt und 78 Personen gestorben.  Das ADRA-Büro in Sambia arbeitet eng mit lokalen Koordinierungsstellen zusammen und unterstützt das sambische Ministerium für Gesundheit und Sanitärversorgung. Diese Zusammenarbeit ermöglicht wirkungsvollere Maßnahmen gegen die derzeitige Epidemie. Viele öffentliche Gebäude und Schulen in der Ostprovinz Sambias bleiben wegen unhygienischer Bedingungen der Sanitäranlagen geschlossen. Besonders Mädchen bleiben deshalb der Schule fern, da sie sich während ihrer Menstruation nicht ausreichend versorgen können.

Die lokalen Mitarbeiter von ADRA verschaffen den Menschen mit Brunnenbohrungen Zugang zu sauberem Trinkwasser und installieren zusätzlich Handwaschanlagen. 2.244 Kinder und Jugendliche erhalten Sanitäreinrichtungen an ihren Schulen.

>> ADRA setzt sich in Afrika für das Recht auf Wasser und eine angemessene sanitäre Versorgung ein. Mit Ihrer Spende können Sie ADRA dabei unterstützen! > Zum Online-Spendenformular.

(Über)Leben im Krieg

Zerstörung und Bedrohung beschreiben nur einen Bruchteil der Umstände, in denen Frauen, Männer und Kinder ihren Alltag in Konflikt- oder Kriegsregionen bewältigen müssen. Sie führen ein Leben in Gefahr für Seele und Körper, ohne selbstbestimmte Normalität und mit ungewissem Ausgang. Mitarbeiter von ADRA im Jemen sowie Nothilfekoordinator Nikolaus Kirchler berichten aus zwei Konfliktregionen.

Das Leben in Konflikt- oder Kriegsregionen ist für die Menschen vor Ort eine Herausforderung. Die Versorgung mit Lebensnotwendigem ist eingeschränkt oder eingestellt. Ebenso die medizinische Versorgung.

So auch im Jemen: In dem vorderasiatischen Land auf der arabischen Halbinsel herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. ADRA setzt sich dort mit einem Krankenhaus und medizinischen Einsatzteams vor allem für eine medizinische Grundversorgung ein, die der breiten Bevölkerung sonst kaum zur Verfügung steht.

Die ADRA-Mitarbeiter Maysa Mansour Al-Aqil und Mohammed Hussein Ba Hashman arbeiten nicht nur vor Ort, sondern sind auch selbst Betroffene des Bürgerkriegs: „Die größten Hindernisse bei unserer täglichen Arbeit sind vor allem, nicht zu wissen, ob die Familie vielleicht von einem Luftangriff getroffen wurde. Nicht zu wissen, ob man nach Hause kommt und ob es noch Wasser und Strom gibt. Die lebensnotwendige Infrastruktur ist jeden Tag gefährdet“, beschreibt Maysa Mansour Al-Aqil die Situation. „Benzin beispielsweise: Wir wissen nie, ob Tankstellen geschlossen wurden. Wenn wir kein Benzin mehr bekommen, können wir unsere Arbeit nicht machen. Es ist nicht leicht, seinen Job zu machen, wenn man immer diese Bedrohung im Hinterkopf hat.“

Nothilfekoordinator Nikolaus Kirchler war für drei Monate im Nordirak, um dort in einem Flüchtlingscamp ein Krankenhaus aufzubauen. In dem Camp wurden Flüchtlinge aufgenommen, die damals vor den Kampfhandlungen in Mossil geflohen waren. „In solchen Camps haben die Menschen erstmal ein Versorgungssystem für Grundbedürfnisse, das heißt, man kann sich sicher sein, dass jemand Wasser und Nahrung zur Verfügung stellt.“, erläutert Nikolaus Kirchler. In Camps aber, in denen die Geflüchteten für absehbar längere Zeit untergebracht waren, bildeten sich sogar eigene Strukturen heraus: „Das waren zum Teil kleine Dörfer und Städte mit Einkaufsstraßen, Bäckereien und Gemüseläden. Teilweise wird das auch von Hilfsorganisationen unterstützt, so dass sich semi-permanente Strukturen bilden können – damit die Menschen zum Beispiel nicht mehr in Zelten leben müssen, sondern Unterstützung beim Bau von kleinen Steinhäuschen bekommen.“ Nach so einer Ausnahmesituation zu einem neuen Alltag nach Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen zu kommen, sei dennoch nicht so einfach: „Üblicherweise verlässt ja die ganze Familie die Sicherheit des Camps und muss zurück in der Heimat erst einmal wieder fast alles aufbauen. Es gibt die Möglichkeit, dass die Familienväter und die Söhne in die Städte gehen, um die Rückkehr vorzubereiten – damit die ganze Familie, wenn sie wieder auf eigenen Beinen steht, als Ganzes wieder zurückkehren kann“, berichtet er.

>> Um die Lebenssituation von durch Krieg und Konflikte Betroffenen weltweit verbessern zu können, benötigt ADRA Ihre Unterstützung: > Zum Online-Spendenformular

Niemand verlässt freiwillig seine Heimat! Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag

Täglich begeben sich 28.300 Menschen auf die Flucht. Laut UNO-Flüchtlingshilfe kommen 55 Prozent der Geflüchteten aus nur drei Ländern: Syrien, Afghanistan und Südsudan. Krieg, Gewalt, Unterdrückung, Verfolgung und Naturkatastrophen sind die häufigsten Ursachen, aber auch Perspektivlosigkeit und die Sehnsucht nach einem besseren Leben.

Der 20. Juni wurde im Dezember 2000 von der UN-Vollversammlung zum internationalen Gedenktag erklärt. Er würdigt den Mut und die Strapazen der weltweiten Binnenvertriebenen, Flüchtlinge, Asylsuchenden und Staatenlosen. 2014 führte die deutsche Bundesregierung auf Initiative des Bundes der Vertriebenen an diesem Datum den „Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ ein. Dieser nationale Gedenktag erinnert an die deutschen Geflüchteten, die als Folge des zweiten Weltkrieges dieses Schicksal erleiden mussten. Aktionen am 20. Juni setzen sich für bessere Lebensbedingungen der Flüchtlinge und für ein bestmögliches Zusammenleben zwischen Geflüchteten und der Gastbevölkerung ein. „Wir müssen zusammen sicherstellen, dass die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden weltweit angemessen geschützt und versorgt werden“, appelliert UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi.

Rückkehrperspektiven und bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete

In der Entwicklungszusammenarbeit liegen die Arbeitsbereiche darin, die Fluchtursachen zu mindern und zu bekämpfen, die Aufnahmeregionen zu stabilisieren und zu stärken und die Geflüchteten und Rückkehrer zu unterstützen und zu schützen. 90 Prozent der geflüchteten Menschen suchen Schutz im eigenen oder in den direkten Nachbarländern und begeben sich nicht auf den Weg nach Europa. ADRA ist für geflüchtete Menschen in Griechenland aktiv, setzt sich in Thailand für die Rückkehr von Flüchtlingen aus Myanmar ein und unterstützt Binnenvertriebene und Gastkommunen in Nigeria und im Südsudan bei der Ernährungssicherung. Mit der deutschlandweiten Initiative Gemeinsam für Flüchtlingewerden von ADRA in Kooperation mit dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW), der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der Theologischen Hochschule Friedensau ehrenamtliche Hilfsprojekte zur Integration von Geflüchteten in Deutschland durchgeführt. Die zur Zeit 35 Integrationsprojekte von „Gemeinsam für Flüchtlinge“ werden von dem Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützt.