Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe

Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Bildungssystem revolutioniert: Eine allgemeine Schulpflicht wurde eingeführt. Dadurch gelang es Deutschland kurz nach dem Ersten Weltkrieg ein beeindruckender Kraftakt, dessen positive Wirkung erst eine ganze Generation später zu Trage kam und wiederrum nach dem zweiten Weltkrieg das Wirtschaftswunder mit ermöglichte.

Den positiven Effekt von Bildung auf die Gesellschaft dürfen wir nicht ungenutzt lassen.

Besonders die Bildungsinvestitionen in Mädchen und (junge) Frauen zahlen sich doppelt aus. Wenn alle Mädchen eine weiterführende Schule abschließen würden, läge das Haushaltseinkommen 45 Prozent höher gegenüber Frauen ohne Bildung (siehe UNDP, UNESCO, World Bank). Dazu kommen:

  • Die Kindersterblichkeit geht um fast die Hälfte zurück
  • Kinderhochzeiten gehen um zwei Drittel zurück
  • Frühschwangerschaften und die problematischen Auswirkungen auf Mutter und Kind gehen um fast 60 Prozent zurück.
Wenn alle Mädchen eine weiterführende Schule abschließen würden:

Obwohl diese positiven Auswirkungen bekannt sind, gehen noch immer 262 Millionen Kinder nicht zur Schule.

Als Hilfsorganisation hat ADRA das Ziel, in allen Projekten Aspekte von Bildung zu implementieren. Dazu hat die Nichtregierungsorganisation in den letzten fünf Jahren über 50 Mio. Euro in Projekte investiert, deren Fokus Bildung war. Fast eine Mio. Menschen haben von diesen Projekten profitiert. Damit wir mit dieser Arbeit fortfahren können benötigen wir Ihre Unterstützung:

Beispielsweise Kinder aus Somalia, die durch einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg in ihrer Entwicklung zurückgeworfen wurden. In Somalia konnte ADRA bisher zehn Schulen bauen, 12 weitere sind aktuell im Bau. Dazu kommen Stipendien für Schuluniformen und Lernmaterial. Insgesamt erhalten 60.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Zugang zu Bildung. 

Dank ADRA bekommen über 60.000 Kinder und Jugendliche die Chance auf Schulbildung
Somalias Hunger nach Bildung

Weitere Informationen zu Somalia: https://adra.de/?s=somalia

Schule schafft Zuflucht

In Thailand stellt Menschenhandel für Zwangsarbeit und sexuellen Missbrauch ein riesiges Problem dar. Die meisten Opfer sind minderjährig, stammen aus abgelegenen Dörfern und haben die Schule abgebrochen. Durch das ADRA-Projekt erfahren die Kinder, ebenso wie ihre Eltern, wie wichtig Bildung ist, wie gefährlich und falsch die Versprechen der Menschenhändler sind und wie sie sich am besten wehren. Besonders gefährdete Kinder werden in Sicherheit gebracht.

Durch Bildung erhöht sich der Schutz von Zwangsarbeit, Sklaverei und sexueller Ausbeutung
Das Projekt „KEEP GIRLS SAFE“ verbindet Bildung, Schutz und Menschenrechte

Weitere Informationen zu Thailand: https://adra.de/?s=Thailand