Heftiger Tropensturm auf Madagaskar

Am vergangenen Samstag, den 05.02.2022, wütete der Zyklon „Batsirai“ an der Ostküste Madagaskars. Er legte unzählige Häuser in Trümmer. Mehr als 43.000 Menschen fanden Zuflucht in Notunterkünften, zehn Menschen starben.

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometer pro Stunde fegte der Zyklon „Batsirai“ über den ostafrikanischen Inselstaat hinweg. Mindestens zehn Menschen fielen dem Sturm zum Opfer. Über 43.000 Menschen mussten ihr Haus verlassen. Bäume und Strommasten knickten ein, zahlreiche Schulen sind nicht mehr nutzbar. Es ist nicht das erste Mal, dass der Osten Madagaskars von einem Wirbelsturm heimgesucht wird. In den letzten Jahren haben deren Anzahl und Kräfte zugenommen. Immer mehr Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Heute erneut.

Gemeinsam mit den örtlichen Behörden arbeitet ADRA im Augenblick daran, so vielen Betroffenen wie möglich zu helfen. Als Sofortmaßnahme unterstützt ADRA ca. 1.600 Menschen mit warmen Mahlzeiten, Trinkwasser und Hygieneartikeln. In einem weiteren Schritt plant ADRA einen größeren Einsatz mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Das Ziel ist es, mehr Menschen ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen.

ADRA ist im Süden Madagaskars mit einem landwirtschaftlichen Projekt tätig. Wir helfen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen mit neuen Anbaumethoden ihre Ernteerträge zu steigern und den Hunger in der Region zu verringern.

ADRA Deutschland beteiligt sich an der Katastrophenhilfe. Wenn auch Sie die Versorgung der Opfer und die Aufräumarbeiten unterstützen möchten, bitte nutzen Sie unser Spendenformular mit dem Stichwort „Katastrophenhilfe“.

Internationaler Tag des Ehrenamts – Du machst den Unterschied!

Millionen Menschen weltweit engagieren sich in ihrer Freizeit freiwillig und unentgeltlich für die Gemeinschaft. Ihnen ist der Internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember gewidmet.

Der internationale Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember wurde 1985 von der UN erklärt und seitdem jährlich begangen. Mit diesem besonderen Tag sollen alle Menschen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen, geehrt werden. Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland üben eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. Ob gelegentliche Unterstützung oder regelmäßiges Engagement, von einfachen Tätigkeiten bis zu höchst professionellen Einsätzen: Jede und jeder von ihnen tut etwas, das für andere Menschen wertvoll ist. Ehrenamtliche schenken ihre Zeit, ihr Können, ihre Zuwendung und Kraft. Dies verdient großen Respekt.

Nach dem folgenschwersten Hochwasserereignis von Mitte Juli 2021 in Westdeutschland kamen Menschen aus ganz Deutschland, um zu helfen. Nach Erkenntnissen des Bundes waren über 12.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Hilfsorganisationen im Einsatz![1] Sie brachten den Betroffenen nicht nur Hände und Wissen mit, sondern auch menschliche Wärme und Nächstenliebe. Ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer, es fördert den sozialen Zusammenhalt und das Funktionieren des Gemeinwesens.

Ehrenamtliches Engagement ist in vielen Bereichen möglich. Einem Bericht der Bundeszentrale für politischer Bildung zufolge, setzen sich die meisten freiwilligen Helferinnen und Helfer in Deutschland in den Bereichen Sport, Kultur und Musik, Schule und Kindergarten, in kirchlichen Bereichen, in der Pflege und Gesundheitsbereich, im sozialen Bereich oder in Umweltprojekten ein.[2]

Auch für ADRA Deutschland setzen sich viele Ehrenamtlichen in unterschiedlichen Projekten ein. Sie sind eine Bereicherung für unsere Arbeit und unersetzliche Kolleginnen und Kollegen. Wir danken ihnen für ihren wertvollen Einsatz.

 

[1] https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2021/09/zwischenbericht-Flutkatastrophe.html#:~:text=Die%20Hochwasserereignisse%20vom%20Juli%202021,von%20Bund%2C%20L%C3%A4ndern%20und%20Kommunen.

[2] https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/281984/ehrenamt

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Überleben im Krieg

Jemen - Kinder in der SchuleLängst macht der Krieg im Jemen keine Schlagzeilen mehr. Und doch hat der Jemen die traurige „Ehre“, das Land mit dem größten humanitären Bedarf der Welt zu sein.

Seit Beginn des Konfliktes im Jahr 2015 berichten wir über das Leid der Menschen und unsere Arbeit vor Ort. Gemeinsam mit der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unserer Spenderinnen und Spender unterhält ADRA acht Gesundheitseinrichtungen, um dort zu sein, wo Hilfe gebraucht wird.

In den Regionen Al Hudaydah, Hajjah, Saada, Abyan und Lahj bietet ADRA kostenlose medizinische Nothilfe für etwa 660.000 Menschen an. Wir kümmern uns besonders um Babys und Kleinkinder, die an chronischer Unterernährung leiden. Außerdem bauen wir die Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen mit neuen Entbindungsstationen auf bzw. aus. Mutter und Kind werden für die Geburt mit dem Nötigsten ausgestattet, damit es zu keinen Komplikationen kommt. Dazu gehören neben einer guten medizinischen Betreuung auch gesunde und ausgewogene Mahlzeiten.

In einem vom Krieg und Zerstörung geprägten Land möchten wir der Bevölkerung langfristig eine Gesundheitsversorgung anbieten. In den nächsten zwei Jahren investieren wir in die Ausbildung von neuen Fachkräften, Gebäude, Ausstattung der Kliniken und Digitalisierung.

Für Familien ist die medizinische Hilfe von ADRA im Jemen unerlässlich, um das Wohlergehen ihrer Kinder  zu gewährleisten. „Mein Sohn war die ganze Zeit krank. Ich war verzweifelt. Ich hatte Angst, dass er stirbt. Ich hatte keine Möglichkeit einen Arzt zu bezahlen“, sagt Fathiya, die Mutter des kleinen Jeyad. „Eine befreundete Familie hat mich zu einer Gesundheitseinrichtung von ADRA gefahren. Seitdem mein Kind von den Ärzten behandelt wird, geht es ihm viel besser. Er hat Medikamente und eine spezielle Erdnusspaste bekommen. Er hat Gewicht zugelegt und wird jeden Tag kräftiger. Ich bin ADRA und den Menschen in Deutschland, die diese Hilfe möglich gemacht haben, sehr dankbar.“

Ohne die großartige Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender wäre diese Hilfe nicht möglich. Im Dezember 2020 lief bei ADRA Deutschland eine Spendenkampagne, um die medizinische Hilfe im Jemen weiter ausbauen zu können. Innerhalb kürzester Zeit  haben wir es gemeinsam geschafft, die nötigen Mittel aufzubringen, um die Menschen im Jemen nicht im Stich zu lassen. Danke!!

Unterstützen auch Sie unsere Projekte im Bereich Gesundheit.
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Ein Pflänzchen der Hoffnung

Ernährungsprojekt Mali - Frau mit SäuglingIn Mali schließen sich Kleinbauern zusammen und trotzen dem Klimawandel. Gemeinsam mit ADRA
Deutschland entwickeln sie verbesserte Anbaumethoden, um ihre Ernteerträge zu steigern und somit
ihre Lebensumstände zu verbessern.

Mali liegt im Übergangsbereich zwischen Nord- und Westafrika. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Süden des Landes, da dort das Klima freundlicher ist als im Norden. Durch schlechte Ernten sind viele Menschen auf Hilfe angewiesen, 60 Prozent leben von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Die Ernte reicht nicht aus, um alle Menschen satt zu machen.
Mit Geldern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und euren Spenden geht ADRA im Südwesten des Landes dieses Problem an. Dort trotzen fleißige Landwirte der Hoffnungslosigkeit und dem Hunger. Gemeinsam mit 4.500 Kleinbauern entwickelt ADRA in 40 Dörfern nachhaltige Methoden des Anbaus von Nutzpflanzen. In einer vom Klimawandel betroffenen Region lernen Menschen, ausreichende Nahrung zu produzieren. Neben dem Anbau von Getreide helfen Baumsetzlinge, die Erosion der Böden zu verhindern. Auch die lokalen Imker erhalten Ausrüstungen und Bienenstöcke. Durch Anleitungen zu gesundem Kochen wird gezielt gegen Mangelernährung vorgegangen. Erwähnenswert sind auch die effizienten Kochstellen, die weniger Rauch entwickeln und weniger Holz verbrauchen.

Ganz besonders stehen Frauen im Fokus des Projektes. Eine von ihnen ist die 60-jährige Tenin. Durch bessere Pflanzensamen und angepasste Anbaumethoden konnte sie ihre Ernte steigern, ihr Einkommen erhöhen, nun sogar drei Generationen der Familie ernähren und ihren Enkelkindern die Schulgebühren zahlen, damit sie die Schule besuchen können. Tenin bekommt Werkzeuge gestellt und lernt neues über Bewässerung, Saatgut und Düngung. So wie Tenin geht es auch den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Programms.

Das Projekt läuft über vier Jahre und hat Gesamtkosten in Höhe von 1.000.000 €. Das BMZ unterstützt dieses Projekt mit 900.000 €, die restlichen 100.000 € müssen aus Spendengeldern finanziert werden. Das Projekt ist Thema der diesjährigen Landessammlung. Gemeinsam mit ADRA sammeln ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bis Ende Oktober 2021 bundesweit für die Kleinbauern in Mali.

 

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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Für die Kinder in Mekele

Die Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Äthiopien bietet eine allgemeine medizinische Versorgung. Sie hat sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert, unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Zuletzt war jedoch die Ausstattung veraltet und Geräte sowie die Laboreinrichtung mussten dringend erneuert werden. Mit neuen medizinischen Geräten und der Renovierung der Klinikräume konnte die Gesundheitsversorgung dank der Unterstützung der Spenderschaft wesentlich verbessert werden. Die Kinder erhalten eine bessere Behandlung.

Dr. Tesfalem, der leiter der adventistischen Kinderklinik in Mekele bedankt sich für die großzügige Unterstützung:

Unterstützen auch Sie die Kinderklinik in Mekele (Äthiopien) mit Ihrer Spende.
Danke!

Überleben im Krieg

Jemen - Kinder in der SchuleSeit 2012 setzt ADRA Deutschland gemeinsam mit dem lokalen ADRA-Büro Gesundheitsprojekte im Jemen um. ADRA unterhält zwölf Gesundheitseinrichtungen, um dort zu sein, wo Hilfe gebraucht wird.

In den ärmsten Regionen Al-Hudaydah, Hajjah und Saada bietet ADRA mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes und unserer Spenderinnen und Spender kostenlose medizinische Nothilfe für ca. 450.000 Menschen an. Krankenhäuser und mobile Kliniken werden finanziell und logistisch unterstützt, um das Leben vieler Menschen zu retten. Mehrere Krankenhäuser wurden in den letzten zwei Jahren ausgebaut und erhielten eine bessere Ausstattung.
Nun können die Menschen in speziell eingerichteten Apotheken ihre nötigen Medikamente erhalten. Dank der Einrichtung von Sanitäranlagen, Wasseraufbereitungs- und Wasserreinigungsanlagen verbessert sich die Hygiene in den Krankenhäusern. Die Menschen sind vor Cholera-Epidemien oder der Covid-19-Pandemie besser geschützt. Dank unserer mobilen Teams können in abgelegenen Gebieten Erste-Hilfe-Maßnahmen und Medikamente angeboten werden. Um die Leistung und den Umfang der ärztlichen Hilfsmaßnahmen zu steigern, wurden zusätzliche Fachkräfte ausgebildet. Wir haben für die Menschen und ihre Geschichten ein offenes Ohr und bieten ihnen psychosoziale Unterstützung an. Ab 2021 wird die medizinische Nothilfe vor Ort
ausgeweitet. Im Rahmen eines weiteren Projektes wird das jemenitische Gesundheitssystem langfristig stabilisiert und seine Kapazitäten ausgebaut. Unter anderem wird die Versorgung von Schwangeren und die Geburtsmedizin verbessert, um die Mütter- und Kindersterblichkeit nachhaltig zu senken. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Inmitten des Krieges wird medizinische Nothilfe geleistet. Wir können den Krieg im Jemen nicht beenden, aber zusammen können wir Leben retten! Gemeinsam mit Ihnen, liebe Spenderin und lieber Spender, können wir für mehr Menschen einen Zugang zu ärztlicher Versorgung schaffen.

Jemen:

  • Seit Beginn des Krieges 2015 leidet jeder dritte Einwohner an Unterernährung und Hunger.
  • Nach Angaben der Vereinten Nationen benötigen über 24 Millionen Menschen – etwa 80% der Bevölkerung – humanitäre Hilfe.

Corona-Info:

  • Hygienekonzepte zum Schutz des medizinischen Personals sowie der Patientinnen und Patienten wurden entwickelt.
  • In den Wartebereichen der Gesundheitseinrichtungen erhielten die Besucherinnen und Besucher Schulungen über die neuen Covid-19-Hygienevorschriften.

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Zusammen lernen macht Spaß

In Serbien leben die Roma am Rande der Gesellschaft. Sie werden diskriminiert und zählen zu den Ärmsten der Armen im Lande. Die meisten von ihnen finden keine regelmäßige Arbeit und überleben als Tagelöhner. Die Kinder besuchen nur selten
eine Schule.

In den Städten Belgrad und Novi Sad engagiert sich ADRA an der Seite von Roma-Familien, um ihnen die Integration in die serbische Gesellschaft zu erleichtern. Kinder erhalten einen Platz in einer Grundschule. In Belgrad bekommen sie in einem
Gemeindezentrum Nachhilfe und können im Rahmen von Freizeitaktivitäten mit anderen Kindern spielen. Erwachsene erlernen in Schulungen neue Fähigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt nachweisen können.
Für die Roma-Bevölkerung bedeutet eine gute Ausbildung einen Ausweg aus der Armut und mehr Teilhabe in der Gesellschaft. Mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender erhalten arme Familien Lebensmittelpakete. Denn nur mit vollem Magen kann man gut lernen!

Das Projekt wird finanziell durch das Auswärtige Amt unterstützt

Projektlaufzeit: 04/2021 – 03/2023

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