Am 16. Oktober ist Welternährungstag

Es ist keine Selbstverständlichkeit, täglich satt zu werden – daran erinnert der heutige Welternährungstag. Immernoch gibt es große Hungersnöte, die oft von wechselnden Wetterbedingungen ausgelöst werden. ADRA unterstützt Betroffene mit Zugang zu Nahrung, Einkommensmöglichkeiten und Schulungen.

Viele Menschen beginnen den Tag mit einem Frühstück, aus dem viel Energie für den neuen Tag geschöpft wird. Diese Mahlzeit gilt als die wichtigste des Tages, weshalb sie für Viele fest zum Tagesablauf gehört und als selbstverständlich angesehen wird. Doch nicht alle Menschen dieser Welt können diesen Luxus genießen.

Rund 815 Millionen Menschen weltweit leiden immer noch an Hunger. Davon sterben täglich ca. 24.000 Menschen.  Vor allem klimatische Bedingungen, Dürren und Wasserknappheit sind Gründe der Armut, zerstören die Ernte der Bevölkerung und sorgen so zu einem Teufelskreis. Dies ist zum Beispiel in Kambodscha der Fall. Da für 80 Prozent der Einheimischen die Landwirtschaft als Lebensgrundlage dient, sind sie abhängig von der Wetterlage. Dennoch wird das Land durch Inflation und Dürreperioden belastet, und die Kleinbauern können nur wenig bis gar nichts ernten. Das macht Kambodscha zu einem der ärmsten Ländern Südostasiens. Auch in Madagaskar sieht die Ernährungslage aufgrund von Heuschreckenplagen und Dürren fatal aus.

Um die Ernährungssituation zu verbessern, stellt ADRA Lebensmittel zur Verfügung und verschafft Zugang zu sauberem Wasser. Da nicht nur die klimatischen Bedingungen, sondern auch eine fehlende Bildung negativ zur Ernährungssituation beitragen kann, schult ADRA die Einwohner in Schädlingsbekämpfung und Vermarktung der Agrarprodukte. Das höhere Einkommen führt wiederum zu einer besseren Schulbildung und dementsprechend bessere Chancen auf ein menschenwürdiges Leben ohne Hungern. Für die aber dennoch unaufhaltsamen Wetterbedingungen finden Vorsorgeschulungen zur Nahrungsabsicherung und Vermittlung von Wissen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Techniken statt. ADRA führt im Bereich Ernährung unter anderem Projekte in Kambodscha, Madagaskar, Burundi, Kenia, Burkina Faso, Äthiopien, Peru und im Südsudan durch.

>> Mit einer Spende können Sie helfen, die Ernährung von Menschen zu sichern: Da, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird, oder für Menschen, die von der extremen Hungersnot in Afrika betroffen sind (Stichwort „Hungersnot“) >> ZUM SPENDENFORMULAR

Am 19. August ist Welttag der Humanitären Hilfe

Humanitäre Helfer stehen Menschen in Not tagtäglich zur Seite und riskieren dabei mitunter ihr Leben. Sie setzen sich nach Katastrophen verschiedenster Art für die Betroffenen ein, um deren Überleben zu sichern. Der Welttag der Humanitären Hilfe, der am 19. August gefeiert wird, ehrt diesen außerordentlichen Einsatz und erinnert an die Helfer, die dabei ihr Leben verloren haben.

Humanitäre Hilfe bezieht sich im Gegensatz zu langfristig laufenden Projekten auf spontan eintretende Notsituationen. Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Waldbrände oder Tsunamis können Auslöser einer solchen Notsituation sein, aber auch politische Konflikte rufen Katastrophen in Form von Kriegen hervor. Manchmal sind es lebensbedrohliche Krankheiten, die sich rapide verbreiten.

In diesen Momenten kommen Humanitäre Helfer ins Spiel. Sie sind meistens die Ersten vor Ort. Mit Notfallnahrung und provisorischen Unterkünften kämpfen die Helfer mit den Betroffenen um ihr Leben und setzen sich, soweit die Situation es zulässt, auch für das mentale Wohl der Menschen ein. Dafür riskieren sie einiges. Im Jahr 2017 wurden 313 Helfer Opfer von Gewalt, fast die Hälfte von ihnen kam dabei ums Leben.

Ein Beispiel ist Afghanistan, wo aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen im Land Tausende von Menschen die Flucht ergreifen mussten. Da es immer mehr Binnenflüchtlinge gibt, müssen diese in Notunterkünften leben und leiden unter Hunger und Durst. Außerdem bekommen sie keinen Schutz vor der Kälte, was in Bamyan, der ärmsten Region des Landes mit einer Kälte von -25°C eine große Gefahr darstellt. Um die Situation zu entschärfen, hat ADRA den Menschen in den vergangenen Jahren jeden Winter Heizmaterial sowie Brennholz und Steinkohle zur Verfügung gestellt; außerdem noch synthetische Decken, die eine wärmende Wirkung haben. Auch die Basisnahrungsmittel werden zur Verfügung gestellt, sodass regelmäßige Mahlzeiten wieder möglich sind.

Auch in der Ostukraine sind die Nothelfer von ADRA im Einsatz. Seit mehr als drei Jahren leiden die Menschen dort unter kriegerischen Auseinandersetzungen. Viele Häuser sind beschädigt oder vollzählig zerstört und auch die Infrastruktur hat Schaden genommen. ADRA hilft in den Regionen Donezk und Luhansk mit Reparatur- und Nothilfemaßnahmen. Diese beinhalten zum Beispiel die Instandsetzung und Kälteisolierung von Wohnhäusern, die Versorgung mit Heizmaterial sowie psychologische Unterstützung bei der Überwindung von Kriegserlebnissen.

Katastrophen passieren überall auf der Welt und können jederzeit auftreten. In solchen Situationen sind viele Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Durch Unterstützung in Form von Spenden konnte es möglich gemacht werden, vor Ort bedarfsgerecht und schnell den betroffenen Menschen zu helfen. Vielen Dank dafür!

 

>> Überall auf der Welt benötigen Menschen in Krisensituationen Humanitäre Hilfe. Unter dem Stichwort „KATASTROPHENHILFE“ kommt Ihre Spende überall dort an, wo sie in Notsituationen benötigt wird. >> Zum Spendenformular

ADRA auf dem Nachtbiomarkt in Neubiberg

Mit einem kleinen Infostand zu einem Klimaprojekt auf den Fidschi-Inseln war ADRA im Juli auf dem Nachtbiomarkt in Neubiberg bei München vertreten. Zwischen Bio-Produzenten und Umweltschutz-Initiativen informierte ADRA zu den Ansätzen des Projekts, das mit energiesparenden Öfen und Ökostrom-Erzeugung sowohl die Gesundheit der Menschen als auch das Klima schützen soll.

Am 12.07.2018 fand in Neubiberg, einer kleinen Stadt bei München, der Nachtbiomarkt mit rund 30 Bio-Produzenten und -vermarktern, Fairtrade-Partnern, Natur- und Umweltschutzinitiativen und ökologisch orientierten Gastwirten statt. Neben Ständen wie Bäckereien, Gärtnereien, Imkereien oder Kräuterhäusern, war auch ein kleiner ADRA-Stand in Kooperation mit der vor Ort ansässigen Adventgemeinde Ottobrunn vertreten. Zum Thema Nachhaltigkeit wurde das ADRA-Projekt auf den Fidschi-Inseln vorgestellt, bei dem das gesundheitsschädliche Kochen über dem offenen Feuer durch neue energiesparende Öfen ersetzt werden. Außerdem wird dort Ökostrom erzeugt, wodurch die Anwohner nicht nur ihre Gesundheit schützen, sondern auch einen kostengünstigen Zugang zu Strom und Licht haben, was für die Schulkinder von Vorteil in den dunklen Abendstunden ist. Durch die Vorstellung des Projekts möchte ADRA um Spenden bitten, aber auch jeden Einzelnen zu einem nachhaltigeren Leben ermutigen. Auch wurden allgemeine Infos über ADRA, Infos über das Freiwilligenprogramm ADRAlive! und die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ weitergegeben.

ADRA-Tag Heilbronn: Ein Erfahrungsbericht

Im Rahmen eines ADRA-Tages informiert ADRA regelmäßig über die Arbeitsfelder in der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, über die Freiwilligendienste, die Paket-„Aktion Kinder helfen Kindern!“, die ADRAshops und vieles mehr. Der nachfolgende Bericht schildert die Eindrücke von Natasha van der Plas, die ein Freiwilliges Soziales Jahr bei ADRA Deutschland e.V. absolviert.

Am 23.06.2018 fand ein ADRA-Tag in der Adventgemeinde Heilbronn mit rund 100 Gästen statt. Mit einem Missionsbericht von der Freiwilligen Natasha van der Plas, die von ihrer 6-monatigen Erfahrung im Ausland berichtete, wurde gezielt Bezug auf das zentrale Thema Nachhaltigkeit genommen. Durch den Einsatz in einer völlig neuen Umgebung habe sie nicht nur viele Erfahrungen mit nach Hause nehmen können, sondern sich auch ihr allgemeines Weltbild geändert. Auch ihr Bewusstsein, wie wichtig das nachhaltige Leben für die Umwelt letztendlich ist, sei stark gestiegen, berichtete van der Plas. In der Predigt der Abteilungsleiterin Entwicklungspolitische Bildung, Anja Emrich, wurde der Vergleich zum „Tempel Gottes“ gemacht und auf die Natur übertragen. Wir Menschen sollten nicht nur auf unseren Körper gut Acht geben, sondern auch auf die Natur. Beides sei in Betracht dessen eine uns gegebene Schöpfung, der wir mit Vorsicht begegnen sollten. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Pause gab es dann einen tieferen Einstieg in die Arbeit von ADRA, wobei Bezug auf die vielseitigen Bereiche von ADRA genommen, aber auch vor allem die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ angesprochen wurde. Im Rahmen des Vortrags, der auch vereinzelte Fragen erlaubte, stellte Anja Emrich insbesondere das Grundkonzept von ADRA hervor und brachte es in Verbindung zu nachhaltigerem Leben innerhalb unserer Gesellschaft. Daran knüpfen ebenfalls die ADRAshops an, die gebrauchte und gut erhaltene Waren anbieten. Dementsprechend beinhaltet die Arbeit von ADRA nicht nur eine breitgefächerte Auswahl an Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe, sondern will auch persönlich ansprechen und zu einem nachhaltigeren Konsum auffordern.

 

>> Weitere Informationen zu den ADRA-Tagen gibt es unter info(at)adra.de.