Winterhilfe in Afghanistan: Ein Kampf um Leben oder Tod

Afghanistan zählt zu den ärmsten Ländern dieser Welt: Mehr als die Hälfte der Afghaninnen und Afghanen lebt in Armut und hat weniger als einen Dollar am Tag zur Verfügung. Durch den seit 1978 anhaltenden Krieg und der Machtübernahme

 der Taliban im Sommer hat sich die Sicherheitslage noch einmal drastisch verschärft. Auch die Versorgung mit Lebensmittel und Medikamenten ist ungewiss.

Ohne Grundversorgung und wegen fehlender Infrastruktur ist das Überleben vieler Afghaninnen und Afghanen zu einem alltäglichen Kampf geworden. Insbesondere in den Wintermonaten steigt das Leid der Menschen.

ADRA hilft 600 Familien mit Lebensmittel und Heizmaterial über den Winter zu kommen. Die Gefahr ist groß, die Not ist riesig, jede Hilfe wird dringend benötigt.

Spenden Sie unter „Katastrophenhilfe“, um den Familien in Afghanistan zu helfen.

Hilfe nach Zyklon Rai (Odette)

Am Wochenende wurden neun Regionen auf den Philippinen vom Zyklon Rai (vor Ort auch Odette genannt) getroffen und verwüstet. Mit dem Zyklon, der mit einer Windstärke von 180 bis zu 240 km/h über das Land fegte, kamen auch starke Regenfälle, die für Überschwemmungen sorgten. Von den Auswirkungen des Zyklons sind 1,1 Millionen Menschen betroffen.

ADRA-Freiwillige sind zusammen mit den adventistischen Gemeindemitgliedern und dem Hope Channel in der Stadt Surigao unterwegs, um zu erfahren, was jetzt am dringendsten gebraucht wird. Vordringlich ist der Bedarf an Nahrung, sauberem Wasser, Hygienekits und die Reparatur der Unterkünfte. In weiten Teilen der betroffenen Regionen ist Strom und Kommunikation noch immer ausgefallen. Es ist eine zusätzliche Hürde, nicht mit unserem Team kommunizieren zu können. Das Team im betroffenen Gebiet und die Kolleginnen und Kollegen im Koordinationsbüro arbeitet seit Tagen nonstop. Sie sind zwar alle total erschöpft, aber wir wissen, dass jede Tat hilft. Und es gibt noch viel zu tun! Also machen sie und wir weiter.

Projekt zur Katastrophenvorsorge
Auf den Philippinen startete ADRA Deutschland, gefördert durch die Europäische Union, Anfang 2020 ein Projekt zur Katastrophenvorsorge. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung wurden Notfallpläne entwickelt, um im Falle einer Naturkatastrophe Personen- und Sachschäden zu minimieren. Zu diesem Zweck wurden lokale Schutzteams gebildet, die jetzt mit Schutz- und Notfallausrüstung gezielt denjenigen helfen, die sich nicht selbst helfen können.

ADRA Deutschland beteiligt sich an der Katastrophenhilfe. Wenn auch Sie die Versorgung der Opfer und die Aufräumarbeiten unterstützen möchten, bitte nutzen Sie unser Spendenformular mit dem Stichwort „Katastrophenhilfe“.

Notunterkunft

 

Sicheren Sie Menschen in einer Notsituation eine Bleibe und Schutz.

Mit Ihrer Spende von 30 Euro schenken Sie einer Familie eine stabile Zeltplane, einen Schutz für den Boden, Befestigungsmaterial, Werkzeuge und Decken.

Zur Spende

Hygieneartikel für eine Familie

Gesundheit hat Vorfahrt! Versorgen Sie eine Familie nach einer Katastrophe einen Monat lang mit lebensnotwendigen Hygieneprodukten. Das Hygienepäckchen enthält Produkte wie Seife, Handtücher, Damenbinden, Shampoo, Toilettenpapier, Spül- und Waschmittel, Zahnpasta und Zahnbürsten. Ein Hygienepaket kostet 25 Euro.

Sauberes Trinkwasser

Wasser ist Leben! Mit Ihrer Spende können 2.000 Liter Wasser gereinigt und zwei Familien nach einer Katastrophe eine ganze Woche mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.

Mit Ihrer Spende über 10 Euro erhalten die Menschen wieder sauberes Trinkwasser.

Zur Spende

Hochwasserkatastrophe in Deutschland

"Wir haben alles verloren, wir können nur noch beten!"

In der Nacht auf den 15. Juli 2021 haben schwere Unwetter große Zerstörung in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Viele Familien haben alles verloren. In einer Nacht haben 188 Menschen ihr Leben verloren, über 40.000 Menschen sind von der Katastrophe direkt betroffen.

Die Kraft des Wassers hat auch die Infrastruktur zerstört: Straßen, Brücken, Strom, Heizung, Leitungswasser funktionieren nicht. In dieser Phase starten die Aufräumarbeiten. Aus Nah und Fern kommen Freiwillige in die Region, um zu helfen.
Einer von ihnen ist Anton. Er trommelt Freunde und Familie zusammen, fährt in das Katastrophengebiet und packt an. „Es herrscht Chaos und keiner weiß wohin mit dem Müll. Der Keller steht bis zur Decke voll mit Wasser“, erzählt Anton von seinem ersten Einsatz und ergänzt: „Der Zusammenhalt war enorm und daraus schöpften die Betroffenen ihre Kraft“.
In der ersten Phase der Katastrophe unterstützt ADRA 74 freiwillige Initiativen und soziale Einrichtungen, die sich um die betroffenen Menschen kümmern und bei den Aufräumarbeiten helfen. Dazu stimmen wir uns mit den Kommunen und Krisenstäben vor Ort eng ab.
Zur ersten Phase der Nothilfe zählt auch die Bereitstellung von Soforthilfen für betroffene Haushalte. ADRA Deutschland e.V. und AWO Rheinland leisten gemeinsam finanzielle Nothilfe für die Opfer der Flut. Das Antragsmobil fährt mehrmals in der Woche die Ahr rauf und runter zu den Betroffenen. Neben finanziellen Hilfen haben die Helferinnen und Helfer immer ein offenes Ohr und können an psychosoziale Betreuung vermitteln. Der Bedarf in der Region ist riesig!

Aufräumarbeiten und Wiederaufbau

Die Häuser, Gärten und Wege sind wenige Wochen nach der Katastrophe wieder frei. Der Schutt, Abfall und Unrat sind noch nicht verschwunden und sammelt sich auf riesigen Bergen außerhalb der Ortschaften. Vor dieser Ausgangslage beginnt der Wiederaufbau im Flutgebiet.
Gemeinsam mit LandsAid hilft ADRA Deutschland e.V. den örtlichen Landwirtinnen und Landwirten beim Wiederaufbau. Damit erreichen wir 1.500 bäuerliche Haushalte, die durch die finanzielle Hilfe ihre Betriebe wiederaufbauen können. Auch karitative Einrichtungen erhalten in der zweiten Phase Unterstützung. Dazu zählen u.a. Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, der Verein „Leben mit Autismus“ oder die Tafel e.V. Bad Münstereifel –Iversheim. Durch die Flut hat die Tafel sämtliches Inventar verloren, dabei sind jetzt besonders viele Menschen auf Hilfe angewiesen. Mit einer Unterstützung zum Wiederaufbau werden
Küchen- und Kühlgeräte angeschafft, damit die Tafel ihrem gemeinnützigen Auftrag nachgehen kann.

Das Leben nach der Flut ist keine Selbstverständlichkeit

In dieser Phase des Wiederaufbaus zeigt sich erst das immense Ausmaß der Katastrophe. Im Ort Dernau zum Beispiel sind 542 der 612 Häuser beschädigt. Überall dröhnen die Motoren von Baggern, Lastern und immer wieder Presslufthämmer. Entweder werden Häuser sofort abgerissen oder bis auf die Grundmauern entkernt. Wenn das Haus wiederaufgebaut wird, hilft ADRA zunächst im Kampf gegen Schimmel, Schadstoffe und Fäkalgeruch. Die Flut hat Kanalisation, Kläranlagen und Heizungskeller
überspült. Dementsprechend sind Abwässer, Chemikalien und Heizöl ausgelaufen und haben Gärten und Häuser kontaminiert. ADRA stellt den Betroffenen sogenannte Effektive Mikroorganismen zur Beseitigung von Gerüchen und Schadstoffen zur Verfügung. Erst wenn das Gemäuer getrocknet ist und nicht mehr riecht, ist überhaupt an Wiedereinrichtung der Räume zu denken.

Die Katastrophe in den Köpfen

Die Menschen, die alles verloren haben, sind traumatisiert. „Wir hören den Regen jetzt anders“, sagt uns ein Anwohner, der die Flutnacht wohl nie vergessen wird. Bei jedem Regen ist die Erinnerung wieder präsent. Ein Teil der Katastrophenhilfe ist deshalb auch die psychosoziale Betreuung, mit einem besonderen Augenmerk für Kinder und Jugendliche: Sport- und Freizeiteinrichtungen werden beim Wiederaufbau unterstützt, Kinder und Jugendliche zu Ausflügen eingeladen. Jedes unbeschwerte Kinderlachen schenkt ein Stück Normalität und Hoffnung.
Seniorinnen und Senioren sind von der Katastrophe besonders hart getroffen. Sie sind weniger mobil – Einsamkeit und soziale Isolation verschärfen die Situation. Daher unterstützen wir aufsuchende Seelsorge bzw. psychosoziale Betreuung. Zusätzlich unterstützt ADRA Projekte, die den sozialen Zusammenhalt stärken, so zum Beispiel eine allabendliche Mahlzeit für die
Bewohnerinnen und Bewohner von Schweinheim. Das gemeinsame Abendessen hilft bei der Verarbeitung der Flutkatastrophe.
 

Die kommenden Herausforderungen

Während die Anwohnerinnen und Anwohner noch unermüdlich dabei sind Schäden zu beseitigen, ziehen neue Bedrohungen am Horizont hinauf:
 
  • Baumaterial ist viel zu teuer
    Im Vergleich zum Vorjahr sind Baustoffe in diesem Jahr extrem teuer. Corona und Lieferengpässe haben die Nachfrage gesteigert, wodurch der Preis im Durchschnitt um 7,2 Prozent gestiegen ist. Bei Vollholz liegt die Steigerung sogar bei über 80 Prozent.
  • Handwerkerinnen und Handwerker? Mangelware!
    Die ersten Aufräumarbeiten haben stattgefunden, doch die Wohnungen und Häuser der Familien sind noch nicht wieder bewohnbar. Die Menschen leben auf Baustellen oder sind mit ihren Liebsten in Hotels untergebracht. Jetzt sind Handwerkende gefragt, die die neue Heizung einbauen, die Fenster setzen, den Estrich erneuern oder Fußböden verlegen. Doch gutes Fachpersonal ist deutschlandweit schwer zu bekommen, weshalb sich der Wiederaufbau in die Länge ziehen wird.
  • Der Winter zieht auf
    Schon bald neigt sich der Spätsommer in den Herbst und unweigerlich in den Winter. Vielen Menschen ist die Heizung buchstäblich davongeschwommen, einige haben noch immer kein Strom und Wasser. Gemeinsam mit der Initiative AHRche – Verein für Katastrophenhilfe stellt ADRA provisorische Heizungssysteme für Bewohnerinnen und Bewohner bereit, damit sie den Winter in ihren eigenen vier Wänden überstehen können.
 

Rechenschaft ablegen gegenüber Spendern und Betroffenen

ADRA arbeitet nach internationalen humanitären Standards und hat sich verpflichtet, gegenüber Spenderinnen und Spendern, als auch gegenüber Hilfeempfängerinnen und -Empfängern, Rechenschaft über die Verwendung der Spendengelder abzulegen. Das Ziel ist eine unbürokratische und schnelle Hilfe auf der einen Seite, eine zielgerichtete und bedarfsgerechte
Unterstützung auf der anderen Seite. Um diesem Ziel gerecht zu werden, planen wir, den Einsatz zeitnah (Januar 2022) zu evaluieren. Durch ein offenes Ohr, der Bereitschaft zuzuhören und Verständnis für die betroffenen Menschen möchte ADRA gemeinsam mit den Opfern der Flut zu einem guten Ergebnis kommen. Von diesem kooperativen und partnerschaftlichen
Ansatz ist ADRA zutiefst überzeugt.

Das Projekt wird unterstützt von:

 

Sie wollen die Arbeit von ADRA unterstützen?
Vielen Dank!

Gemeinsame Hilfe feiert Jubiläum

Rumänien - MaschineNach dem Fall des Eisernen Vorhangs durch die rumänische Revolution im Dezember 1989 folgten ADRA Österreich und ADRA Deutschland gemeinsam mit dem EUD einem Hilferuf der adventistischen Gemeinschaft in Bukarest.

Zusammen organisierten die Büros eine Druckmaschine als Sachspende. Mit der spendenfinanzierten Druckmaschine aus Deutschland, die hier abgebaut und in Bukarest wieder installiert wurde, entstand ein adventistischer Verlag mit 30 Arbeitsplätzen. Die Maschine ist nach wie vor im Einsatz. Der Salzburger Norbert Koch ist einer der damaligen Helfer. Noch
heute ist er mit der Gemeinde eng verbunden. Die Nachbarschaftshilfe jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Anlässlich des Jubiläums wird es eine kleine, Corona-konforme Feier geben, zu der auch Norbert Koch anreist. Vor 30 Jahren wurde ein Bündnis aus Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft geschmiedet, aus dem eine langjährige Freundschaft entstanden ist. Wir sind froh und dankbar, ein Teil dieser Geschichte zu sein.

Sie wollen die Arbeit von ADRA unterstützen?
Vielen Dank!

Welternährungstag – Die nächste Hungerkrise ist schon da!

Die Welt war auf einem guten Weg! Das Ziel „Eine Welt ohne Hunger bis 2030“, ausgegeben von den Vereinten Nationen (UN) als eines der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele, schien möglich. Bis 2015 mussten immer weniger Menschen hungern. Doch seitdem steigt die Zahl wieder an. Die Gründe dafür sind altbekannt: Armut, Kriege und der Klimawandel. ADRA stemmt sich in den Projekten gegen diesen Trend.

Hungerkrisen schaffen es bei uns meist nicht in die Nachrichten. Wenn, dann nur als Kurzmeldung oder Randnotiz. Dabei ist das Problem global und betrifft ein Drittel der Weltbevölkerung. Nach Angaben der UN leben 2,37 Milliarden Menschen ohne Zugang zu ausreichend gesundem Essen. Die Corona-Pandemie war ein echter Brandbeschleuniger: gegenüber 2019 ist die Zahl um 320 Millionen Menschen angestiegen. Menschen sind mangelernährt, wenn ihre Ernährung einseitig und arm an lebenswichtigen Nährstoffen ist. Das hemmt ihre Leistungsfähigkeit und führt zu einem insgesamt ungesunden Leben. Besonders betroffen davon sind Kinder, die durch den Mangel in ihrer Entwicklung verzögert sind. Drei Viertel
aller Unter- und Mangelernährten leben im ländlichen Raum. Dort gibt es zwar landwirtschaftliche Anbauflächen, doch es fehlt an Arbeit und Lohn. Dort, wo die Armut am größten ist, da herrscht Hunger.

Fast 1 Milliarde Menschen leben in extremer Ernährungsunsicherheit

Extreme Ernährungsunsicherheit, hinter diesem technischen Begriff versteckt sich Hunger in seiner brutalsten Form. Menschen, die in ihrer Verzweiflung alles halbwegs Essbare zu sich nehmen, wie Blätter oder Insekten. Eltern, die den ganzen Tag nichts essen, um ihren Kindern wenigstens eine Mahlzeit zu ermöglichen. Und Babys, die noch nie in ihrem Leben satt waren. Die Zahl der Menschen in einer Hungersnot ist gegenüber 2019 um 148 Millionen Menschen gestiegen und beträgt nun 928 Millionen Menschen.

Drei Gründe und ein Brandbeschleuniger

Leidtragende von Konflikten, Klima- und Konjunkturkrisen sind immer die Ärmsten einer Bevölkerung. Sie können keine Rücklagen bilden, sie leben von der Hand in den Mund. Ohne Rücklagen trifft sie eine Naturkatastrophe, ein bewaffneter Konflikt oder eine Phase der Arbeitslosigkeit härter. So zum Beispiel in Ostafrika. Dort hat im letzten Jahr eine Heuschreckenplage ungekannten Ausmaßes die Feldfrüchte vernichtet. In Kenia, Somalia und Äthiopien konnten die Landwirte nichts ernten und waren, sofern sie keine Vorräte hatten, auf Unterstützung angewiesen. Die Heuschreckenplage fordert
die Bevölkerung auch 2021 heraus, wie Dawit Mehari, Äthiopien-Referent von ADRA Deutschland e.V., berichtet.

Pandemie und Hungersnot

Durch den Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie hat sich die Hungerkrise noch verstärkt. Lockdowns, unterbrochene Lieferketten und geschlossene Schulen stürzen arme Menschen vor nahezu unlösbare Aufgaben. Ihnen zu helfen hat sich ADRA Deutschland e.V. zum Ziel gesetzt. Deshalb hat die Hilfsorganisation im vergangenen Jahr fast 2 Millionen Euro in Ernährungsprojekte investiert. Das jahresübergreifende Budget beläuft sich auf über 12,6 Millionen Euro und hilft mehr
als 370.000 Menschen. ADRA bekämpft die Wurzeln der Hungersnot, die Armut und die Klimakrise. Durch Einkommens- und Ernährungsprojekte sowie durch Klimaanpassungsmaßnahmen hilft ADRA der Bevölkerung, widerstandfähiger gegen Katastrophen, Krisen und Kriege zu werden. Und ADRA leistet Nothilfe mit Lebensmittellieferungen. Durch die ADRA-Projekte wird mittel- bis langfristig die Resilienz gesteigert, damit Menschen wieder hoffen können.
Jedes Jahr am 16. Oktober findet der Welternährungstag oder Welthungertag statt. Er macht darauf aufmerksam, dass noch immer zu viele Menschen auf der Welt an Hunger leiden.

Unterstützen auch Sie unsere Projekte im Bereich Ernährung unter dem Spendenstichwort „Hunger“.
Danke!

Start der „Aktion Kinder helfen Kindern“ 2021

Jedes Jahr packen in ganz Deutschland Kinder, Eltern und Großeltern Weihnachtspakete für Kinder armer Familien in Ost- und Südosteuropa. In den Paketen findet sich Spiel- und Malzeug, Kleidung, Schulhefte und oft auch eine persönliche Nachricht. Mit der „Aktion Kinder helfen Kindern“ erreichen wir, dass die Kinder in Deutschland Mitgefühl für Gleichaltrige in anderen Teilen der Welt entwickeln und gleichzeitig helfen wir den einkommensschwachen Kindern, z.B. in Serbien. Seit dem Jahr 2000 konnten wir gemeinsam 678.026 Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Am 20. September, am Weltkindertag, startet die „Aktion Kinder helfen Kindern“. Die Pakete werden in ganz Deutschland gesammelt und zur Weihnachtszeit ausgeliefert. Mehr dazu finden Sie unter https://kinder-helfen-kindern.org/

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA mit einer Spenden.

Weltkindertag – lasst die Kinder zur Schule gehen

Heute ist Weltkindertag! Kinder spielen in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe eine besondere Rolle, wir schützen ihre Rechte und Bedürfnisse in unseren Projekten ganz besonders. Kinder sind die Zukunft und trotzdem in Krisen schutz- und hilflos. Deshalb setzt sich ADRA für die Rechte und den Schutz von Kindern ein. Mit unserer Arbeit wollen wir ihnen die Chance auf eine gesunde und glückliche Zukunft geben.

Zukunft in Gefahr

Kinder sollen spielen, toben, erwachsen werden, zur Schule gehen und ein sorgenfreies Leben führen. Doch das ist nicht die Realität von Millionen Jungen und Mädchen. Jedes fünfte Kind auf dem afrikanischen Kontinent, mehr als 72 Millionen Mädchen und Jungen, müssen unter extremen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, um ihr Überleben zu sichern. Viele arbeiten zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Kakao-, Kaffee- und Palmölanbau oder im Bergbau zur Rohstoffgewinnung für Handys, Batterien und Computer oder von Gold und Edelsteinen. Aber auch als Prostituierte, Kindersoldaten oder Haussklaven müssen sich viele Kinder verdingen. Unter diesen Bedingungen aufzuwachsen ist nicht kindgerecht und gefährdet Kinder in ihrer Entfaltung.

Die Folgen von Kinderarbeit

Wenn Kinder nicht zur Schule gehen, sondern in der Landwirtschaft, im Bergbau oder in der Industrie arbeiten gehen müssen, wirkt sich das auf ihre Entwicklung aus. Durch die schwere Arbeit erleiden sie schwere körperliche und seelische Schäden sowie Entwicklungsstörungen. Ohne Schulbildung können sie sich keine Perspektiven schaffen. Ohne eine Ausbildung landen auch Jugendliche und Erwachsene leichter in ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, die zu gering entlohnt werden. Eine Spirale der Armut entsteht.
Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation für viele Kinder verschärft. Wegen der Lockdowns und Schutzmaßnahmen ist ihren Eltern das Einkommen weggebrochen und so müssen Kinder für das Überleben der Familien arbeiten.

Kinderarbeit? Nicht mit uns!

Damit Kinder zur Schule gehen können, müssen wir alle zusammen Armut bekämpfen. Leiden die Eltern kein Hunger und können ihre Familie ernähren, profitieren auch die Kinder davon. Deshalb unterstützen wir in unseren Bildungsprojekten neben Schülerinnen und Schüler auch ganze Familien. ADRA fördert Kinder auf der ganzen Welt:

  • In Thailand schützen wir Mädchen vor Menschenhandel und Zwangsprostitution
    • In der Region um Chiang Rai bietet ADRA gezielte Hilfe und Schulungen gegen Menschenhandel an. Dazu gehört auch die Unterbringung von besonders gefährdeten Mädchen an einem sicheren Zufluchtsort. Dort können sie eine Schule besuchen und Hilfe erhalten.
      Auf diese Weise helfen wir 2.642 Menschen, frei zu leben.
  • In Somalia hat sich ADRA zum Ziel gesetzt, den Zugang zu Bildung für alle zu verbessern.
    • Im Rahmen der Projektarbeit widmen wir uns dem Aufbau einer funktionierenden Oberschule für 300 Schülerinnen und Schüler zu. Zentral für dieses Vorhaben ist auch die Fort- und Weiterbildung von 320 Lehrkräften. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Ausbildung von Frauen, die noch oft benachteiligt werden.
  • In Serbien unterstützen wir ausgegrenzte Familien
    • In den Städten Belgrad und Novi Sad engagiert sich ADRA an der Seite von Roma-Familien, um ihnen die Integration in die serbische Gesellschaft zu erleichtern. Kinder werden unterstützt, einen Schulabschluss zu machen und erhalten Nachhilfe. Erwachsene erlernen in Schulungen neue Fähigkeiten, die sie auf dem Arbeitsmarkt nachweisen können. Gerade den Roma geht es in Osteuropa nicht gut. Sie sind von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Deshalb leben sie oft an der Armutsgrenze.
Helfen Sie uns, den Kindern zu helfen. Danke.

Unterstützen auch Sie unsere Bildungsprojekte.
Danke!