Spendenaufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

Frank-Walter Steinmeier, © DFC/Oellers
Frank-Walter Steinmeier, © DFC/Oellers

Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e. V. dankt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seinen Appell, gemeinsam gegen die Hungersnot in Afrika einzutreten.

In Afrika bahnt sich die größte menschliche Tragödie seit Ende des zweiten Weltkrieges an. ADRA Deutschland e.V. und andere Hilfsorganisationen bemühen sich gemeinsam darum, Menschenleben zu retten und vor dem sicheren Hungertod zu bewahren. Wie dramatisch die Situation ist, gibt der Spendenaufruf des Bundespräsidenten wieder:

„Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

über 23 Millionen Menschen sind derzeit am Horn von Afrika, im Jemen und in Nigeria vom Hungertod bedroht. Die Vereinten Nationen warnen vor einem „Massensterben“. Sie alle haben die Bilder vor Augen.

Die lange Dürreperiode hat schon viel zu viele Opfer gefordert. Ohne unsere Hilfe werden noch mehr Frauen, Männer und Kinder verhungern. Besonders dramatisch ist die Situation in Äthiopien und in Kenia. In einigen Gegenden führt das extreme Klima seit drei Jahren zum Ausfall der Ernten.

Anderswo, wie im Südsudan und in Somalia, hindern gewaltsame Konflikte Bauern und Nomaden daran, ihre Felder zu bestellen oder ihr Vieh zu versorgen. Diese Menschen brauchen endlich Frieden und Sicherheit. Sie erleiden unvorstellbare Not – und ganz besonders leiden die Kinder.

Ich bin froh, dass zahlreiche deutsche Organisationen Hilfe leisten – teilweise unter schwierigsten Bedingungen. Auch der Staat hat seine Unterstützung bereits erhöht. Doch dies wird nicht ausreichen.

Ich bitte Sie daher: Helfen Sie mit Ihrer Spende. Unterstützen Sie die Hilfsorganisationen, die „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ aufrufen. Mit Ihrer Spende können Sie Menschenleben retten! Mit Ihrer Hilfe können wir die Hungerkatastrophe lindern!“

Bitte helfen Sie ADRA Deutschland e.V. mit Ihrer Spende unter dem Stichwort „Hungersnot“.

 

Spendenkonto:
IBAN DE87 660 205 00000 770 4000
BIC BFS WDE 33 KRL

oder direkt über das Online-Spendenformular.

Später ist zu spät! – Afrika ist von der schlimmsten Hungersnot seit Jahrzehnten betroffen!

Die Vereinten Nationen warnen vor der größten Hungerkatastrophe seit 30 Jahren. Die zunehmende Hungersnot wird zur größten humanitären Krise seit dem zweiten Weltkrieg. Über 25 Millionen Kinder, Frauen und Männer stehen vor dem Hungertod. Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in Äthiopien, Kenia, Somalia, im Südsudan. Nigeria und Tschad sind als betroffene Länder hinzugekommen. ADRA bittet dringend um Spenden für die hungerleidenden Menschen in Ost-Afrika.

In Äthiopien ist die Zahl der Hungerleidenden von zwei Millionen am Jahresanfang auf aktuell 7,7 Millionen angewachsen. In Somalia benötigen über 6,2 Millionen Menschen dringend Hilfe, im Südsudan sind es laut UN fünf Millionen Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Die Ursachen sind vor allem langanhaltenden Dürren aufgrund des Klimawandels sowie andauernde bewaffnete Konflikte einiger Regionen. Die Regenfälle bleiben aus, die Tiere verdursten und die Ernten vertrocknen. Zusätzlich hindern in Ländern wie Somalia, Nigeria und dem Südsudan kriegerische Auseinandersetzungen und Vertreibung die Bauern daran, ihre Felder zu bestellen. Dort verfügen die Menschen weder über ausreichende Lebensmitteln noch über sauberes Trinkwasser.

Aufruf zur Nächstenliebe

Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V. appelliert: „Schauen Sie nicht weg! Menschen in Ost-Afrika brauchen unsere Hilfe, um zu überleben! Die größte Hungersnot seit vielen Jahrzehnten bedroht Millionen Kinder, Frauen und Männer. Wir, das ganze ADRA Team, handeln jetzt! Lassen Sie Ihr Herz und Ihre Nächstenliebe sprechen und unterstützen Sie unsere Arbeit durch Ihre Spende! Gemeinsam können wir Leben retten!“

Um den Menschen in dieser akuten Hungerkatastrophe helfen zu können, bittet ADRA Deutschland e.V. dringend um Spenden unter dem Stichwort „Hungersnot“.

Spendenkonto:

IBAN DE87 660 205 00000 770 4000
BIC BFS WDE 33 KRL

oder direkt über das Spendenformular.

ADRA Deutschland und die Theologische Hochschule Friedensau unterzeichnen Grundsatzvereinbarung

Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e. V. und die Theologische Hochschule Friedensau (ThHF) haben in einer fünfseitigen Grundsatzvereinbarung den Rahmen für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Sozialwissenschaften beschrieben.

Zweck dieser Vereinbarung ist es, Studierenden des Master-Studiengangs International Social Sciences der ThHF in den verschiedenen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe praktische Erfahrung in Projekten von ADRA zu ermöglichen, um so Theorie und wissenschaftliche Forschung anzupassen und weiterzuentwickeln.

Die Zusammenarbeit der ThHF und ADRA Deutschland e.V. basiert auf christlichen und adventistischen Werten. Als gemeinsame Plattform für Forschung und Wissenschaft dienen das Institut für Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit und in der humanitären Hilfe und das Institut für Entwicklungszusammenarbeit.
Die von Christian Molke (ADRA Deutschland e.V.), Prof. Dr. Roland Fischer (ThHF) und Prof. Dr. Horst Rolly (ThHF) unterzeichnete Grundsatzvereinbarung sieht unter anderem eine Kooperation bezüglich der Leitung von Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe im Rahmen des ADRA-Netzwerks auf der Grundlage international anerkannter Richtlinien und Standards vor.

Zudem soll auch die Aus- und Weiterbildung von ADRA Deutschland-Mitarbeitern gemeinsam erfolgen. Hierfür stellt ADRA Deutschland e.V. jährlich Praktikumsplätze für Studierende des Studiengangs International Social Sciences, die ihnen Einblick in die Arbeit der humanitären Hilfe vermitteln sollen. Auch die Vergabe von Stipendien für Studierende wird gemeinsam organisiert. Vorgesehen ist außerdem, innerhalb des weltweiten ADRA-Netzwerkes sowie anderen adventistischen Institutionen den Studierenden den Weg für eine berufliche Karriere zu ebnen.

82-jähriger schafft Spendenrekord

Pastor Johannes Tonhäuser
Pastor Johannes Tonhäuser
Ehrenamtliche haben 2016 bei der alljährlich durchgeführten Landessammlung für ADRA Deutschland insgesamt 59.017,72 Euro an Spenden gesammelt. Der pensionierte Pastor Johannes Tonhäuser erzielte dabei ein Rekordergebnis.

Mit 7.025 Euro hat Johannes Tonhäuser, Pastor im Ruhestand, bei der Landessammlung 2016 das mit Abstand beste Einzelergebnis erzielt. Der 82-jährige, der heute mit seiner Frau in Bergisch Gladbach lebt, hat schon vor Jahrzehnten seine Leidenschaft fürs Spendensammeln entdeckt. So habe ihm einmal, noch vor der Einführung des Euro, ein Geschäftsmann aus Konstanz 50.000 DM zugunsten der Landessammlung gespendet. „Ich zeige den Flyer mit den konkreten Projekten. Die Menschen wollen wissen, ob ihr Geld sinnvoll verwendet wird“, verrät der rüstige Pensionär. „Und ich sage jedes Mal, wofür die Abkürzung ADRA steht.“ Laut Tonhäuser sei es kein besonderes Privileg, Pastor zu sein. Jeder könne erfolgreich Spenden sammeln. Wichtig seien klar benannte Projektziele, wie im letzten Jahr gegen die Dürre in Madagaskar.

ADRA bedankt sich bei allen Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, das Sammlungsergebnis um 10.395,36 Euro auf 59.017,72 Euro zu verbessern. Schwerpunkt der Landessammlung 2017 wird die Förderung eines Projektes für Massai-Mädchen in Kenia sein.

ADRA Deutschland e.V. Geschäftsführer spricht auf Weltgipfeltreffen der Vereinten Nationen

Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V., sprach auf dem 1. Weltgipfel der Vereinten Nationen für Religion, Frieden und Sicherheit über die Betreuung von 1200 Angehörigen der vom Genozid bedrohten Religionsgemeinschaft der Jesiden im Flüchtlingslager Petra Olympu in Griechenland.

Molke ermutigte die anwesenden Vertreter der Weltreligionen und Politiker verschiedener Nationen sowie der Europäischen Union, Partnerschaften in der humanitären Hilfe einzugehen. Es sei wichtig, erfolgreich umgesetzte Konzepte bekannt zu machen und mehr Einfluss zu nehmen auf die Gesetzgebung, die Entscheider in den eigenen Organisationen oder die Geldgeber. Solche Erfolgsmodelle seien dringend als Vorlage für ähnliche Maßnahmen notwendig.

„Religiöse Parolen und Überzeugungen werden oft in kriegerischen Konflikten und Spannungsgebieten missbraucht, um Interessen, die im sozioökonomischen Bereich verwurzelt sind, zu vertreten und Konflikte anzuheizen“, so der ADRA-Geschäftsführer. Da religiöse Leiter mit ihrem Einfluss sowohl ökonomische als auch soziale Ungerechtigkeiten durch religiös motiviertes Verhalten begegnen könnten, müssten sie besonders auf eine friedensstiftende Sprache achten und dürften sich nicht für andere Interessen instrumentalisieren lassen.
Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschand e.V.
Der 1. Weltgipfel für Religion, Frieden und Sicherheit (Global Summit on Religion, Peace and Security) fand unter Mitwirkung der Internationalen Vereinigung zur Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit (International Association for the Defense of the Religious Liberty) und dem UN-Sonderberater für die Verhinderung von Völkermord, Adama Dieng, vom 23.-25. November 2016 im Genfer Palast der Nationen statt.

Themenwoche im ZDF: Jedes Kamel kennt ADRA

Frank Brenda
Frank Brenda
Das pazifische Klimaphänomen El Niño hat die Dürre zurück nach Afrika gebracht. In dieser Woche berichtet das ZDF vom ZDFmorgenmagazin über das mittagsmagazin bis zu heute und heute-journal über die Folgen der anhaltenden Trockenheit. Beleuchtet werden erste Maßnahmen verschiedener Organisationen. Für ADRA spricht Frank Brenda.

Im Rahmen dieser ZDF-Themenwoche beschreibt Frank Brenda, Abteilungsleiter der Nothilfe von ADRA Deutschland, wie in Somalia die Auswirkungen des Klimaphänomens gelindert werden können. „Jedes Kamel kennt ADRA, lautete ein Gerücht, das man sich in Somalia erzählte“, sagt Brenda, der sieben Jahre lang in Somalia lebte und arbeitete. „Die zahlreichen Brunnen wurden mit dem Namen der Organisation versehen. So steuerten die Nomaden des Landes mit ihren Tieren von Wasserstelle zu Wasserstelle, von ADRA zu ADRA.“

ADRA trauert mit den Menschen in Nizza

Bei den Angestellten von ADRA Deutschland hat der erneute Anschlag in Frankreich Entsetzen und Trauer ausgelöst: „Ich habe noch die fröhlichen Bilder vor Augen, als sich im Februar 2015 ein LKW, vollbeladen mit ADRA-Geschenkpäckchen, auf die Reise zu einem Kinderheim in Serbien machte. Er fuhr diese wunderschöne Promenade an der Côte d’Azur von Cannes über Nizza entlang. Und jetzt werden dort mit einem ähnlichen LKW unschuldige Menschen getötet. Ich bin zutiefst erschüttert“, so Martin Haase, Kommunikationsleiter von ADRA Deutschland.

ADRA Deutschland Geschäftsführer Christian Molke: „Unsere Gedanken sind bei den Trauernden, die durch diesen abscheulichen Terrorakt in Nizza Angehörige und Freunde verloren haben. Wir bitten um Trost für die Hinterbliebenen und Verwundeten. Wir beten für die französische Regierung, dass sie weise und weitsichtig handelt. Wir beten um Frieden! Wir beten um Mut, nicht pauschal zu verurteilen, sondern helfend die Hand denen entgegen zu strecken, die unter Gewalt, Krieg und Terror leiden. Wir werden solchen Hass mit Liebe begegnen!“

Bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag war in der südfranzösischen Stadt Nizza ein Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Dabei wurden nach Agenturberichten mehr als 80 Menschen getötet, darunter auch Kinder.