Neue Ausbildungschancen durch erneuerbare Energien in Äthiopien

Neue Ausbildungschancen durch erneuerbare Energien in Äthiopien dank ADRAMehr als 105 Millionen Menschen bevölkern das Land am Horn von Afrika, vor zehn Jahren waren es noch 80 Millionen. Viele Kinder und Jugendliche wachsen in Armut auf und ohne Perspektiven. Rund die Hälfte der Äthiopier sind jünger als 18 Jahre. Jedes Jahr drängen fast drei Millionen Jugendliche auf den Arbeitsmarkt.

Diese Zahlen und der anhaltende Klimawandel stellen das Land, in der die Mehrheit von der Agrar- und Viehwirtschaft lebt, vor neue Herausforderungen. Viele Jugendliche müssen sich beruflich umorientieren; allerdings mangelt es an Arbeitsplätzen. ADRA nutzt die Chancen der erneuerbaren Technologien und bildet Jugendliche für Berufe in diesem neuen Sektor aus – ob im Vertrieb, der Montage oder der Wartung. Von dem Ausbildungsmodell profitieren 2.200 Auszubildende und es werden 30 Berufsschullehrer dafür geschult. Das Projekt richtet sich vor allem an benachteiligte Jugendliche, die bereits die Schule abgeschlossen haben und ohne Arbeit sind.

Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Wenn die Heimat verschwindet… durch Klimaveränderungen

Klimaveränderungen betreffen Menschen weltweit. Mancherorts ist es extreme Trockenheit und mangelnde Niederschläge, anderswo sind es Überschwemmungen oder häufige Taifune. Sie bedrohen Leben, aber auch Infrastruktur, Nahrungsmittelanbau, soziale Strukturen – Heimat.

Was ist für Dich Heimat? Vielleicht ist es ein Ort, an dem Du Dich sicher und geborgen fühlst. Dort, wo Deine Familie lebt oder wo Du herkommst. Eine Gegend, in der Du Dich auskennst, weißt, wo es sonntags frische Brötchen gibt und wer Deine Nachbarn sind. So unterschiedlich, wie sich dieser Ort für jeden anfühlt, so wird er in den Ländern der Welt von verschiedenen Phänomenen bedroht. Auf Fidschi sind es Klimaveränderungen, die ganz wörtlich zu einem Verschwinden von Heimat führen. Seit 1993 steigt hier der Meeresspiegel 6 Millimeter pro Jahr und das Wasser kommt immer näher – bei manchem steht es schon im Wohnzimmer. Es zwingt die Menschen nicht nur zum Zurückweichen ins Landesinnere, sondern zerstört durch seinen Salzgehalt auch Anbauflächen und bedroht damit die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Der Klimawandel bewirkt in dieser Region außerdem, dass Wirbelstürme an Intensität gewinnen. So zuletzt Zyklon Winston, der 44 Leben kostete und unzählige Häuser zerstörte. Die Versauerung der Ozeane führt dabei zum Absterben der an den Küsten von Fidschi beheimateten Korallenbänke. Gestoppt werden kann dies nur durch ein gemeinsames Handeln der Weltgemeinschaft. Doch auch lokal können wir aktiv werden: Indem wir Menschen gegen die Auswirkungen des Klimawandels stärken, klimaresistente landwirtschaftliche Methoden vermitteln, Katastrophenschutzpläne entwickeln und von Erosion bedrohte Küstenabschnitte wiederaufforsten. Unterstütze uns dabei! Damit Heimat nicht untergeht.

Unterstütze  unsere Projekte mit Deiner Spende. Unter dem Stichwort „HEIMAT“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Bauern gegen Naturkatastrophen stärken

Bauern in Vietnam gegen Naturkatastrophen stärkenDie Situation der über 50 Minderheiten Vietnams ist schwierig. Ihre unterschiedlichen Kulturen und Sprachen finden in der Mehrheitsbevölkerung kaum Beachtung und von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes sind sie weitgehend abgeschnitten. Sie leben zum Großteil in der Bergen im Norden des Landes und sind abhängig von den natürlichen Ressourcen dieser Region.

 Die Bewohner der Provinz Cao Bang im äußersten Norden Vietnams leben vor allem von der Landwirtschaft. Die bergige Lage und das raue Wetter sind jedoch ein Risiko für die Versorgung mit Lebensmitteln und den Unterhalt der Familien. Mit dem Wandel des Klimas häufen sich zerstörerische Wetterphänomene wie Überflutungen, Hagelstürme, Erdrutsche und Dürrephasen. Durch Schulungen zu klimaresistenten Anbautechniken, Waldschutz und erneuerbaren Energien werden Bauern aus ethnischen Minderheiten gegen die Folgen der Katastrophen gestärkt. Darüber hinaus werden Wälder wieder aufgeforstet, der Zugang zu sauberem Trinkwasser verbessert und die Abhängigkeit von der Landwirtschaft als einziger Einkommensquelle reduziert.

Im Katastrophenfall schnell und effektiv Hilfe leisten

Aktion Deutschland Hilft mit ADRA

Gemeinsam bei Katastrophen Hilfe leisten – das ist das Ziel des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. Nach dem Zusammenschluss von neun deutschen Hilfsorganisationen vor knapp 18 Jahren ist das Bündnis mittlerweile den Kinderschuhen entwachsen. „Zusammen wollen wir Menschen in der Not beistehen“, so Außenminister und Kuratoriumsvorsitzender Heiko Maas. ADRA ist Mitglied.

Im Einsatzfall koordinieren mittlerweile 23 Mitgliedsorganisationen ihre Maßnahmen, ergänzen ihre Kompetenzen und senken durch das gemeinsame Vorgehen die Kosten. Als Gründungsmitglied konnte ADRA schon zahlreiche Nothilfemaßnahmen mit Unterstützung des Bündnisses umsetzen. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz bei dem Taifun Haiyan auf den Philippinen 2013, die Projekte von „Gemeinsam für Flüchtlinge“ in der Flüchtlingskrise 2015 und die Nothilfe bei dem Erdbeben und Tsunami in Indonesien im vergangenen Jahr. Durch das gemeinsame Auftreten in der Öffentlichkeit werden mehr Menschen erreicht und können über die Hilfsprojekte der Mitgliedsorganisationen informiert werden – so kennt man Aktion Deutschland Hilft zum Beispiel über die tagesschau. Die eingegangenen Spendengelder werden abhängig von Beteiligung und Größe unter den Organisationen aufgeteilt und kommen so dort an, wo sie dringend benötigt werden. (CLi)

https://www.aktion-deutschland-hilft.de/

Heizmaterial und Nahrungsmittelhilfe gegen den afghanischen Winter

Der Winter erreicht in Kabul und der Provinz Bamyan eisige Temperaturen. Die extreme Dürre des letzten Jahres erschwert die Situation der Binnenvertriebenen und Rückkehrer zusätzlich. ADRA hilft mit Heizmaterial und finanzieller Unterstützung zum Kauf von Lebensmitteln.

Die jahrzehntelang anhaltenden Konflikte und Gewalt haben in Afghanistan zu zahlreichen Vertreibungen und Fluchtwellen geführt. Verstärkt wurde der Effekt durch Naturkatastrophen und eine unzureichende Grundversorgung. 54,4 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Seit 15 Jahren stärkt ADRA vor allem Binnenvertriebene und Rückkehrer gegen den klirrend kalten Winter. In diesem Jahr bekommen sie außer Heizmaterial auch finanzielle Unterstützung für den Erwerb von Lebensmitteln – denn durch die extreme Dürre der letzten Saison sind die Menschen von Hunger bedroht. Dass sie den Betrag mittels einer ec-Karte bekommen, stellt sicher, dass sie genau die Lebensmittel kaufen können, die sie am dringendsten benötigen.

So können Sie das Winterhilfe-Projekt in Afghanistan unterstützen:

  • Stein- und Holzkohle für 1 Haushalt* für drei kalte Wintermonate: 33 Euro
  • Bargeldmittel zum Erwerb von Nahrungsmitteln für 1 Haushalt für sechs Monate: 70 Euro

>> Ihre Spende hilft – unter dem Stichwort „Winterhilfe“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Dieses Projekt wird gefördert von 

 

 

*Ein Haushalt besteht aus sieben Personen.