Mit Wasser und Hygiene den Hunger bekämpfen

Weltweit müssen 2,5 Milliarden Menschen ohne eine gesundheitlich unbedenkliche sanitäre Versorgung mit sauberem Trinkwasser auskommen. Das hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und Lebenssituation der ganzen Familie. ADRA ist im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene aktiv und setzt sich für das Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen ein.

Mit Wasser, Sanitär und Hygiene den Hunger und die Armut bekämpfen – geht das? Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen haben, sind anfälliger für Krankheiten und den Verlust ihrer Leistungskraft. Regelmäßige Schulbesuche der Kinder und die Erwerbsfähigkeit von Erwachsenen sind gefährdet. Medikamente und medizinische Behandlungen kosten Geld. Diese Mittel fehlen dann zur Versorgung der Familie. Im Vergleich zu Deutschland sind die meisten Einkommen in Ländern des globalen Südens geringer und Sozialversicherungen können sich die meisten Menschen nicht leisten. Fehlen die Mittel für Hygiene und eine ausgewogene Ernährung, kommt es langfristig zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit – es ist ein Kreislauf. Projekte, die ADRA im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene umsetzt, wirken also nachhaltig gegen Armut und Hunger! Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Installation von Wasseraufbereitungsanlagen, saubere Lagerungsmöglichkeiten, sichere und umweltschonende Abwasserentsorgung und Hygieneschulungen fördern die Gesundheit und ermöglichen Millionen Menschen ein lebenswerteres Leben.

ADRA fördert den Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen u.a. in Kenia, Äthiopien und Madagaskar.

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Gleiche Chance für alle

Vor 100 Jahren hatten in Deutschland privilegierte Kinder einen Hauslehrer und ärmere Mädchen und Jungen besuchten nach Geschlechtern getrennt oft überfüllte Volksschulen. 1919 wurde erstmals eine allgemeine Schulpflicht für alle Kinder eingeführt.

„Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte sollten alle Kinder gemeinsam zur Schule gehen, unabhängig von ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung,“ so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum der Grundschule in Frankfurt.

Für die Entwicklungszusammenarbeit ist dieser Ansatz bedeutend. Alle Kinder, ungeachtet der sozialen und ethnischen Herkunft sowie des Geschlechtes haben das Recht auf Bildung. Damit Bildungserfolge nicht von sozialen Bedingungen abhängen, setzt sich ADRA für Chancengleichheit ein. Vor allem in ländlichen Gebieten soll der Zugang zu Bildungseinrichtungen verbessert werden. Mädchen und Frauen werden gefördert, damit sie ein selbstgestaltetes und unabhängiges Leben führen können. Es geht um mehr als Rechnen, Schreiben und Lesen. Es geht um eine umfassende Bildung. Also zum Beispiel darum, sich im sozialen Miteinander zu bewähren, sich eine Meinung zu bilden, Verantwortung zu übernehmen und bei Entscheidungen mitbestimmen zu können. Nach den im Herbst 2015 von der UNO beschlossenen 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals/SDGs) will die Weltgemeinschaft bis 2030 eine chancengerechte und hochwertige Bildung für alle Menschen sicherstellen sowie die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen fördern. Bitte unterstütze ADRA bei diesem Auftrag. Danke!

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Internationaler Tag der Katastrophenvorsorge am 13. Oktober

Im Kampf gegen Katastrophen führten die Vereinten Nationen vor 30 Jahren diesen Gedenktag ein. Im Katastrophenfall gewappnet zu sein und sich schützen zu können bedarf der Entwicklung von Notfall- und Sicherheitsplänen und vielfältiger Maßnahmen.

Trainings, Frühwarnsysteme sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln dämmen die Risiken in Katastrophenfällen wie Dürren, Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen ein und minimieren die Verluste. Die Bedeutung der Katastrophenvorsorge wird aufgrund der Folgen des Klimawandels weiter zunehmen. Katastrophenvorbeugung ist ein Tätigkeitsschwerpunkt bei ADRA, zum Beispiel im Südpazifik. Die mehr als 300 Fidschi-Inseln werden immer wieder von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. ADRA fördert durch seinen partizipativen Ansatz die aktive Rolle der Bevölkerung vor Ort und stärkt damit das Risikobewusstsein und die Widerstandskraft.

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Denken und Danken gehören zusammen

Obst, Gemüse, Getreide – das und vieles mehr lässt uns an Erntedank daran erinnern, dass es nicht überall auf der Welt selbstverständlich ist, genug zu essen zu haben. Erntedank lädt uns ein, über den Wert der Schöpfung nachzudenken, und Gott „Danke“ für alles Schöne zu sagen, was er uns geschenkt hat.

Mit der Bitte „unser tägliches Brot gib uns heute“ im Vaterunser wird deutlich, dass wir das, was wir mit unserer Arbeit und in unserem Leben schaffen, nicht uns selbst zu verdanken haben. Das betrifft auch unsere Mittel zum Leben. Sind wir uns den Wert der Nahrungsmittel und ihrer Entstehung bewusst? Den Anstrengungen der Landwirte und Kleinbauern, abhängig von Wetter und Wasser? Für viele Grundnahrungsmittel gibt es weltweit harte Verteilungskämpfe, bei uns dagegen gibt es Lebensmittel im Überfluss.

Das germanische Wort „danc“ bedeutet ursprünglich „ich denke, ich gedenke“ und ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn du Wasser trinkst, dann denke dabei an die Quelle.“ Wir denken oft nicht tief und wir schätzen nicht mehr viel. Wir wählen manchmal nicht sorgfältig aus. Lasst uns das Leben und unsere Quelle neu bedenken. Wer denkt, der dankt und wer dankt, der lebt verantwortungsbewusster und zufriedener.

Eine Ernährungssicherung mit dem Ziel, Mangel- und Unterernährung sowie Hunger zu beseitigen, erfordert neben notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem Bildung und Aufklärung. ADRA fördert eine klimaangepasste Landwirtschaft für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit. Zum einen wird die Produktivität gesteigert und der Zugang zu Nahrungsmitteln erhöht, zum anderen werden Ressourcen wie Wasser sorgsam eingesetzt und die Umwelt geschützt. Schonende Bodenbewirtschaftung und Schädlingsbekämpfung, größere Vielfalt an Anbauprodukten und die Errichtung von Wasserrückhaltebecken und Bewässerungsanlagen sind nur einige Themen, die in Schulungen vermittelt und trainiert werden. Lasst uns gemeinsam Gutes säen, um Gutes zu ernten. Danke für Ihre Unterstützung!

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Bildung darf kein Privileg sein

Rund ein Fünftel der Erwachsenen weltweit können nicht lesen
und schreiben. Zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Dabei ist mangelnde Bildung
eines der größten Hindernisse, wenn es um die Entwicklung geht. Die Entwicklung
einer Gesellschaft, aber auch die jeder einzelnen Person. Jedes Jahr am 8.
September wird daran erinnert, dass das Recht auf Bildung Millionen Menschen
verwehrt bleibt. Die meisten Analphabeten leben in Süd- und Westasien (49
Prozent) und Subsahara-Afrika (27 Prozent). Der Weltalphabetisierungstag wurde
1965 von der UNESCO ins Leben gerufen. Gründe der Nichtteilhabe an Bildung sind
zum Beispiel Armut, eine schlechte Bildungspolitik, fehlende Förderung in der
Familie oder Geschlechterdiskriminierung. Damit Bildung kein Privileg bleibt,
ist ADRA im Bildungssektor aktiv.

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Quelle: http://uis.unesco.org

Spürst du den Wandel?

Schulen und andere Bildungsbereiche sind eine Chance, die Welt zu verändern! Genauer gesagt, die Welt zum Besseren zu wandeln, Hunger und Armut zu beseitigen, dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Ökosysteme zu erhalten. Angesichts einer Welt, die zusehends aus den Fugen gerät, ist ein Wandel notwendig und dringlich.

Bis zum Jahre 2030 wollen die Vereinten Nationen diese Transformation herbeiführen. Die Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung wurde 2015 von allen Staaten der Welt beschlossen. Nachhaltige Entwicklung hat nachhaltige Lebenswelten und Perspektiven für nachfolgende Generationen zur Folge. Bildung spielt für diesen Wandel eine entscheidende Rolle und ist der Schlüssel für ein Neudenken und Umdenken. Bildung macht die Welt zukunftsfähiger, denn sie befähigt, Einstellungen und Meinungen zu überdenken und Verhaltensweisen zu verändern. Damit es nicht beim Denken und Reden bleibt.

ADRA fördert weltweit schulische und außerschulische Bildungsangebote für alle Altersgruppen. Darüber hinaus wirkt ADRA bei der Entwicklung der Bildungssysteme und Curricula mit und stellt Materialien und Ausstattung für den Unterricht zur Verfügung. Sensibilisierungskampagnen und Petitionen werden von ADRA unterstützt und die Qualifikation von Dozenten und Lehrkräften verbessert. Gemeinsam mit unseren Unterstützern schaffen wir Perspektiven für ein besseres Leben. Werde auch du Bildungsförderer und damit Teil einer weltweiten Bewegung!

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Seenotrettung: Häufig gestellte Fragen

Warum unterstützt ADRA die Seenotrettung im Mittelmeer?

ADRA hat mit seinem weltweiten Netzwerk einen humanitären Auftrag. D.h., wenn Menschen in Not sind, hilft ADRA – ohne Ansehen der Person, der Religion oder Weltanschauung, der ethnischen Herkunft, Alter oder Geschlecht. Leben ist ein Menschenrecht. Hilfsorganisationen wie ADRA arbeiten nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen sowie nach den Verhaltensgrundsätzen für Nichtregierungsorganisationen bei Katastrophen (ICRC-Verhaltenskodex). Die zivilen Rettungsschiffe handeln entsprechend der UN-Seerechtskonventionen. Demnach soll jeder Schiffbrüchige gerettet und in den nächsten sicheren Hafen gebracht werden.

Wie sieht die Unterstützung der Seenotrettung von ADRA aus?

ADRA Deutschland e.V. unterstützt aktuell in einem Konsortium
von Hilfsorganisationen aus dem Katastrophenbündnis Aktion Deutschland hilft
die Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANNEE finanziell. Die
unterstützenden NGOs sind Aktion Deutschland Hilft, die Arbeiterwohlfahrt
(AWO), Islamic Relief, die Kinderhilfswerk-Stiftung Global Care und die
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Die Crew von SOS
MEDITERRANEE arbeitet an Bord mit einem Team von Ärzte ohne Grenzen, die die
Geretteten medizinisch versorgen.

Humanitäre Hilfe ist religionsübergreifend. ADRA als
christlich geprägte NGO arbeitet hier in der Seenotrettung mit einer jüdischen
und islamischen Organisation Hand in Hand für Menschen in Not.

Warum flüchten denn immer wieder Menschen über das Mittelmeer nach Europa und werden sie durch die Seenotrettung nicht zur Flucht bestärkt?

Das Mittelmeer gilt als die tödlichste Fluchtroute der Welt,
im Jahr 2016 ertranken über 5.000 Menschen, im Jahr 2018 waren es rund 2.300
Personen. Niemand verlässt freiwillig seine Heimat. Menschen, die sich dazu
entschließen, tun dies, weil sie Verfolgung, Gewalt, Krieg, Hunger oder Armut
erfahren oder andere humanitäre Krisen erleben. Auf gefährliche Wege begibt
sich kein Mensch ohne Grund und ohne Hoffnung auf eine bessere Perspektive.
Dazu kommt, es gibt für die Behauptung keinerlei Nachweis. In der Zeit, in der
weder private noch staatliche Rettungsboote unterwegs waren, wagten trotzdem
Menschen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer.

Fördert die Seenotrettung nicht Geschäfte der Schleppernetzwerke?

Rettungsschiffe retten Menschenleben vor dem Ertrinken. Das
ist ihr humanitärer Auftrag. Sie verhindern, dass Menschen, die in Seenot
geraten, sterben. Wenn keine Hilfe vor Ort wäre, würde es noch mehr Tote geben.
Das bedeutet, dass die Gegenwart von Rettungsschiffen nicht die
Flüchtlingszahlen steigert, jedoch die Zahl der Menschen, die auf der Flucht
sterben, verringern.

Warum bringen die Seenotretter die Geretteten nicht nach Tunesien?

Tunesien ist kein sicherer Hafen, und auch kein sicheres Herkunftsland. Amnesty International sagt dazu: In den Maghreb-Staaten werden Menschen nach wie vor aufgrund ihrer Religion, sexuellen Orientierung oder politischen Einstellungen diskriminiert und verfolgt. Amnesty dokumentierte in Algerien, Marokko und Tunesien auch im vergangenen Jahr Fälle von Verfolgung, Folter und Misshandlung.

Handelt es sich bei den Flüchtlingen nicht um Wirtschaftsflüchtlinge ohne Bleibeperspektive statt politisch Verfolgten?

Unser Humanitärer Auftrag gilt den Menschen in Not.  ADRA Deutschland e. V. leistet weltweit
Unterstützung für alle Menschen – unabhängig von der ethnischen Herkunft, des
Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters
und der sexuellen Identität. Die Entscheidung über einen Status von
Geflüchteten treffen Rechtsstaaten, nicht Hilfsorganisationen.