Einladung zur Landessammlung

Hast du Lust, dich für Kinder in Myanmar zu engagieren? Dann mach mit bei unsere Landessammlung! Und du bist nicht allein, denn bundesweit sind Ehrenamtliche in ihrer Nachbarschaft unterwegs und unterstützen mit dieser Haustürsammlung Kinder in Myanmar.

Das Thema Bildung steht im Fokus. Die gesammelten Spenden kommen unserem Bildungsprojekt in Myanmar zugute. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulen in zehn Bundesstaaten dieses asiatischen Landes. Insgesamt sind in den nächsten vier Jahren sowohl 400.000 Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen als auch 5.000 Schulen Bestandteil der Förderungen. Dieses Projekt wird von drei ADRA Länderbüros gemeinsam mit der Europäischen Kommission (ECHO) finanziert.

Dieser Einsatz wird das Leben vieler Menschen verbessern, denn nach dem Ablauf der Projektzeit werden wir gemeinsam ein großartiges Ergebnis erzielt haben. Mit 21 Millionen Euro ist es das größte Projekt im ADRA-Netzwerk. Der Anteil der EU liegt bei 20 Mio. Euro. Den Eigenanteil über 1 Mio. Euro müssen die drei fördernden ADRA-Büros aufbringen. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass dieses wunderbare Ziel erreicht wird!

Wenn ihr euch vertiefend über die Landessammlung informieren möchtet, klickt bitte hier:
https://adra.de/landessammlung-ist-doch-nichts-fuer-mich/

Du möchtest mitmachen? Dann melde dich bei Liane Gruber, Tel. 06151 8115-55.

Menschen sterben im Mittelmeer!

Das Mittelmeer ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Und eine der tödlichsten dazu. Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ertrinken täglich sechs Menschen. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt, Folter und Krieg im eigenen Land.

Die humanitäre Lage im zentralen Mittemeer verschlechtert sich dramatisch, denn derzeit werden fast alle zivilen Seenotrettungsschiffe im Mittelmeer an ihrem Einsatz gehindert. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Sea-Eye, Sea-Watch und SOS MEDITERRANEE Deutschland vom 4. August werden alle Hilfsorganisationen zum wiederholten Mal „mit fadenscheinigen Begründungen am Auslaufen gehindert, um das Anlanden von Geretteten in Europa mit allen Mitteln zu verhindern“. Aufgeführt werden beispielsweise angebliche technische Mängel und die Überschreitung der zulässigen „Passagierzahl“. Dabei geht es hier nicht um Passagiere, sondern um Menschen, die aus Seenot vor dem Ertrinken gerettet werden. Diese lebensrettenden Einsätze werden regelmäßig blockiert. Nach internationalem Seerecht ist die Rettung Ertrinkender jedoch Pflicht. Nach der Charta der Grundrechte der EU hat „jeder Mensch das Recht auf Leben“ und jeder Schiffbrüchige hat das Recht, in einen sicheren Hafen gebracht zu werden. „Es ist offensichtlich, dass die italienischen Behörden in den vergangenen Monaten angebliche Sicherheitsmängel vorgeschoben haben, um die zivilen Rettungsschiffe vom Mittelmeer zu verdrängen“, sagt Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS MEDITERRANEE. Derzeit ist kein ziviles Rettungsschiff im Einsatz.

Rettung von Menschenleben nicht blockieren

Am 22. Juli wurde die Ocean Viking, das Rettungsschiff der zivilen Seenotrettungsorganisation SOS MEDITERRANEE, nach einer elfstündigen Inspektion von den italienischen Behörden festgesetzt. In der Corona-Pandemie erklärten im April Italien und Malta ihre Häfen als nicht sicher. „Es ist schlimm genug, dass die EU die Rettung von Menschen in Seenot nicht wirklich organisiert. Die zivilen Rettungsschiffe auch noch lahmzulegen, damit keine Geflüchteten in Europa ankommen, ist aus humanitärer Sicht ein Skandal. Seit 2014 sind über 20.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken und auch jetzt ertrinken Menschen auf dem Mittelmeer, deren Tod zivile Seenotretter*innen hätten verhindern können“, kritisiert Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin vom Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“.

ADRA unterstützt seit 2015 die europäische Nichtregierungsorganisation SOS MEDITERRANEE. Der Schutz von Leben und die Rettung Schiffbrüchiger ist ein humanitäres und christliches Gebot. Insgesamt 31.799 Kinder, Frauen und Männer konnten bisher von SOS MEDITERRANEE gerettet werden.

Rette mit uns Leben und spende unter dem Spendenstichwort „Seenotrettung“. Danke! >> zum Spendenformular

„Ich fühle mich wieder wie ein Mensch!“

Die 70jährige Miriam aus Kenia ist dankbar für eure Hilfe, die sie von Mama Nagis, einer ADRA-Ehrenamtlichen, überreicht bekam. Zu lange hatte sie nicht genug zu essen und zu trinken, denn die Ernten sind aufgrund von Wetterextremen und einer verheerenden Heuschre­ckenplage in ganz Ostafrika knapp.

Nicht nur in Ostafrika, weltweit wirken sich Klimaveränderungen auf unsere Lebensgrundlagen aus. Auf der einen Seite gibt es Sorge um eine weitere Gefährdung der Natur und unseres Planeten. Auf der anderen Seite geht es um die Nutzung technischer Errungenschaften, um Le­bensqualität und Chancengleichheit. Unterschiedliche ökonomische und soziale Interessen treffen aufeinander und haben jede für sich eine Berechtigung. Belege für einen „planetaren Notfall“ sehen führende Klimaforscher wie Hans Joachim Schellnhuber und Johan Rockström vom deutschen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung deutlich. Die Klimaexperten warnen vor bisher unterschätzten Kettenreaktionen und Rückkopplungen zwischen den verschiedenen Ökosystemen auf­grund der Klimaveränderungen. Die Folgen treffen die Menschen welt­weit unterschiedlich, abhängig von ihrem Wohnort, der sozialen Stellung und ihrem Geschlecht. ADRA ist mit seinem weltweiten Netzwerk mit verschiedenen Projekten im Umwelt- und Naturschutz aktiv. Durch Maßnahmen wie Wiederaufforstung und Bodenanreiche­rungstechniken, Waldschutz, Einsatz erneuerbarer Energien sowie Wasserspar- und Bewässerungstechniken werden kleinbäuerliche Fami­lien auf der ganzen Welt nachhaltig unterstützt. So wie Miriam. ,,Ich war verzweifelt, aber mir wurde geholfen. Danke liebe Spender, eure Liebe hat mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin!“

Sei Teil der weltweiten ADRA-Familie und fördere die Arbeit von ADRA mit deiner Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“! >> zum Spendenformular

Start der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ungewiss

Die beliebte „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ist dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie gefährdet. Leider können wir im Moment noch nicht sagen, ob die Aktion im Herbst starten kann.
In dieser Mitmach-Aktion packen Kinder aus Deutschland für Kinder aus Osteuropa Weihnachtpäckchen. Diese werden mit LKW in die Zielländer transportiert. Damit zeigen wir den Kindern, dass wir an sie denken und zaubern ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Allen Ehrenamtlichen in den Aktionsgruppen danken wir für ihren Einsatz und für ihre treue Unterstützung in den letzten Jahren! Wir müssen leider abwarten, wie sich die Pandemie weiter entwickelt.

Nach Beendigung jeder Aktion gibt es für die Aktionsgruppen ein Berichtsheft und eine DVD über die beschenkten Kinder und die Wirkung dieser Mitmach-Aktion. Die bestellten DVDs der letzten Aktion 2019/2020 sind von uns bereits an die Privatadressen ausgeliefert worden. Ein Berichtheft gibt dieses Jahr nicht.

Weitere Infos gibt es auf www.kinder-helfen-kindern.org. Dort finden Sie auch Video-Clips und Materialien für Schulen.

Über die aktuellen Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden!

Hunger – eine menschliche Tragödie

Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungersnot „biblischen Ausmaßes“. Bewaffnete Konflikte, ungleiche Lebensbedingungen und die Auswirkungen des Klimawandels tragen maßgeblich dazu bei, dass Menschen unter Hunger und Ernährungsunsicherheit leiden. Diese Situation wird durch die Corona-Pandemie noch verschärft.

Das Coronavirus schränkt weltweit das Leben der Menschen ein. Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren sind notwendige Maßnahmen, um die Verbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen. Doch die wirtschaftlichen Folgen gefährden viele Existenzen. Und sie treffen die Ärmsten zuerst. Der Zugang zu den Märkten und zu lebenswichtigen Nahrungsmittelhilfen ist aufgrund der Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt. Der Welthunger-Index (WHI) 2019 verdeutlicht, dass sich in mehreren Ländern die aktuelle Hungersituation gegenüber 2010 noch verschärft hat. Etwa 45 Länder sind gefährdet, und das mit längerfristigen Folgen. Noch über das Jahr 2030 hinaus werden sie ein hohes Hungerniveau aufweisen.

Viele Länder, die unter verbreitetem Hunger leiden, sind gleichzeitig stark vom Klimawandel betroffen. Sie sind aber nur bedingt in der Lage, mit den Folgen umzugehen oder ihnen entgegenzuwirken. Gleichzeitig haben sie oft am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen. Seit den 1990er Jahren hat sich die Häufigkeit der Extremwetterereignisse verdoppelt. Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Überflutungen, Dürren oder Waldbrände sind eine Gefahr für den Lebensraum und das Auskommen von Millionen von Menschen. Naturkatastrophen führen zu geringeren Ernteerträgen der wichtigsten Nutzpflanzen. Die Folgen sind höhere Lebensmittelpreise und Einkommensverluste.

Der Klimawandel und seine Nebenwirkungen

Seit Anfang des Jahres leiden die Menschen in Ostafrika und in Teilen Asiens zusätzlich unter einer der schlimmsten Heuschreckenplagen seit vielen Jahrzehnten. Schwärme in der Größe des Saarlandes fallen über die Felder her und vernichten mit ihrem Kahlfraß die Ernten. Die UN-Behörde für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) schätzt, dass ein Heuschreckenschwarm von einem Quadratkilometer die Nahrung von 35.000 Menschen vernichtet. Zahlreiche Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind auf Hilfe angewiesen, doch diese werden durch die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie blockiert. Dringend benötigt werden neues Saatgut für die Felder und zusätzliches Futter für die Tiere. Viele Familien brauchen Lebensmittel, um bis zur nächsten Ernte überleben zu können. Im April hat die Regenzeit eingesetzt. Sie führt zur Vermehrung der Heuschrecken und belastet die Ernährungssituation von neuem.

Millionen Menschen stehen vor einer Hungerkatastrophe

Andauernde Mangel- und Unterernährung sind vor allem für Kinder und Geschwächte eine Gefahr, denn sie werden anfälliger für Erkrankungen. Dabei ist ein gutes Immunsystem bei Pandemien wie Covid-19 überlebenswichtig. „Um die Ausbreitung des Coronavirus und das Kollabieren des Gesundheitssystems zu verhindern, sind Maßnahmen wie Ausgangssperren und Grenzschließungen unabdingbar. Für den Kampf gegen die Heuschreckenplage sind sie jedoch ein massives Hindernis“, erklärt Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin des Katastrophenbündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. ADRA ist Mitglied im Katastrophenbündnis und in einigen Ländern Ostafrikas und Asiens aktiv. Die MitarbeiterInnen von ADRA passen vor Ort Hygienemaßnahmen an und helfen damit, das Covid-19-Virus einzudämmen. So wurden beispielsweise Bewässerungssysteme für die Felder umgerüstet und dienen nun als Handwaschstationen. Zusätzlich werden Hygieneschulungen durchgeführt. Verhandlungen mit den öffentlichen Geldgebern sollen zusätzliche Mittel bewirken, um weitere Maßnahmen gegen Covid-19 umsetzen zu können.

Dafür appellierte der UN-Generalsekretär António Guterres anlässlich der Veröffentlichung des „Global Humanitarian Response Plans Covid-19“ der Vereinten Nationen am 25. März 2020 in New York: „Wir müssen den Verwundbarsten zu Hilfe kommen – Millionen und Abermillionen von Menschen, die am wenigsten in der Lage sind, sich selbst zu schützen. Dies ist eine Frage der grundlegenden menschlichen Solidarität.

ADRA ist gegen den Hunger in Ostafrika aktiv. Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, klimaangepasstem Saatgut oder durch die Einführung von wasserspeichernden Techniken und Bewässerungsanlagen werden kleinbäuerlichen Familien unterstützt.

Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern wie Ihnen setzen wir uns für Menschen in Not ein. Gegen den Hunger. Denn jeder Mensch zählt gleich viel. Seien Sie Teil dieser lebenswichtigen Arbeit von ADRA und unterstützen Sie uns mit ihrer Spende unter dem Stichwort „Corona“. >> zum Spendenformular

Gottes Werk und unser Beitrag

„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“. Die biblische Schöpfungsgeschichte lenkt den Blick auf das Geschenk des Lebens und auf das Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen. In der Natur begegnen wir Gottes schöpferischem Wirken. Die Fülle und Vielfalt von Flora und Fauna lässt uns staunen und begreifen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.
Wir Menschen haben die Verantwortung für Gottes gute Schöpfung übertragen bekommen (1. Mose 2, 15). Wir sollen beides – behutsam und achtsam die Welt gestalten und sie gleichzeitig schützen. Die Aussagen der Bibel sind aktuell. Die Bewältigung der Umweltprobleme und das Bewahren der Natur ist eine gemeinsame Aufgabe für uns alle.

Die Lebensgrundlagen auf der Erde verändern sich zunehmend. In unserer Arbeit in den Katastrophengebieten dieser Welt begegnen uns verheerende Zustände. Dürren, Wirbelstürme und Überschwemmungen bringen Menschen unverschuldet in Not. Hitzewellen und Dürreperioden nehmen in vielen Teilen der Welt zu und fordern immer mehr Opfer. Das betrifft vor allem die marginalisierten und ärmsten Bevölkerungsgruppen. ADRA stärkt die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit an klimabedingte Naturkatastrophen und schützt gleichzeitig die Umwelt. Die Bekämpfung der Armut ist hiervon nicht zu trennen. Wir Menschen haben die Fähigkeit, Sinn zu stiften und uns bewusst zu entscheiden für das, was zu tun ist und was nicht. Nutzen wir sie.

Sei Teil der weltweiten ADRA-Familie und fördere die Arbeit von ADRA mit deiner Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“! >> zum Spendenformular

„Fürchtet euch nicht!“

Das Leben mit Schwierigkeiten und Leid lässt uns meinen, die Dunkelheit hätte die Oberhand. Und angesichts globaler Katastrophen fällt es nicht leicht, das Licht zu sehen. Ostern ändert alles! Ostern ändert unsere Richtung und unseren Blick – hin zu dem, der den Neubeginn schenkt und hin zu unseren Mitmenschen.

An Ostern liegen Dunkelheit und Licht sowie Tod und Leben eng beieinander. Auf die Dunkelheit des Todes Jesu an Karfreitag folgt das Licht der Auferstehung. Aus Trauer, Verzweiflung und Schuld folgt der Aufbruch in ein neues Leben. Das ist die frohe Botschaft des Osterfestes! Ostern ändert alles, hier und heute – für jeden persönlich. In der Bibel steht: »Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat!“ (Matthäus 28, 5-6). Gott gibt uns Hoffnung. Damit wir das Licht wieder sehen.

Wir wünschen euch allen ein frohes Osterfest!