Sicheres Wasser für jeden? Am 22. März ist Weltwassertag

An diesem internationalen Gedenktag soll dem Thema Wasser besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Warum ist das wichtig? 2,1 Mrd. Menschen haben kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung.
Weltweit fließen 80 Prozent des Abwassers ungereinigt und ohne Weiternutzung zurück in die Umwelt. Jeder dritte Fluss in Asien, Afrika und Lateinamerika weist inzwischen massive Verunreinigungen auf. ADRA engagiert sich in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) und ist mit 20 deutschen Nichtregierungsorganisationen Mitglied im WASH-Netzwerk. Das Netzwerk wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, allen Menschen zum Recht auf sicheren Zugang zur Wasser- und Sanitärversorgung zu verhelfen.

 

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Quelle: UN-Wasserbericht 2019

Die Erde ist unsere Umwelt

Crescence lebt am Rande des 400 Quadratkilometer großen Kibira Nationalparks im Nordwesten von Burundi. Der Nationalpark mit seinem großen Baumbestand ist Lebensraum vieler Säugetiere und über 200 Vogelarten. Burundi ist eines der dichtesten besiedelten Länder der Welt, aber gleichzeitig eines der kleinsten Länder Afrikas.
Ein hohes Bevölkerungswachstum erschwert die ohnehin schlechte Ernährungssituation im Land. Wasserknappheit, Dürren und Wüstenbildung gefährden die Ernten. Wüstenbildung wird immer vom Menschen mit beeinflusst, beispielsweise direkt durch Ausdehnung von Acker- oder Siedlungsflächen oder indirekt durch den Klimawandel. Crescence und ihre Familie haben viele Jahre nur in der Regenzeit Gemüse angebaut. Viel zu wenig Ertrag für die ganze Familie, um sich das ganze Jahr ausreichend ernähren zu können. „Viele aus unserem Dorf mussten in den Trockenzeiten in den Regenwald gehen, um etwas zu Essen zu finden. Das hatte zur Folge, dass wir unsere Umwelt zerstört haben“, bedauert Crescence. „Heute haben wir Dank ADRA keinen Mangel an Wasser und können die Felder das ganze Jahr bewässern“.

ADRA hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für 20.000 Haushalte Maßnahmen wie Hausgartenprogramme, Tröpfchenbewässerungsanlagen oder das Anpflanzen von Agroforstflächen auf erosionsgefährdeten Böden umgesetzt. Und damit nachhaltig Mensch und Natur geholfen.
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Nulltoleranz gegen Genitalverstümmelung

Die WHO geht von 200 Millionen Frauen und Mädchen aus, die weltweit beschnitten sind und lebenslang mit den Folgen leben müssen. Mit dem Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung wird am 6. Februar auf diese grausame Menschenrechtsverletzung aufmerksam gemacht.

Täglich werden 8.000 Mädchen verstümmelt. Weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation, kurz FGM) wird weltweit praktiziert. Allein auf dem afrikanischen Kontinent wird FGM in 29 Staaten durchgeführt. Beispielsweise in Somalia und Äthiopien sind mehr als 90 Prozent der Mädchen und Frauen davon betroffen. Der körperliche Eingriff unter oft unhygienischen Verhältnissen dauert meist nur wenige Minuten. Doch die körperlichen und seelischen Folgen bleiben ein Leben lang.

ADRA unterstützt das Gynocare Women´s & Fistula Hospital in Eldoret im Westen Kenias. Die Klinik von Dr. Mabeya hilft Frauen und Mädchen dabei, durch chirurgische Eingriffe und Operationen von Verletzungen und Komplikationen geheilt zu werden und ein lebenswerteres Leben zurückzugewinnen. In Kooperation mit Dr. Mabeya bietet das Krankenhaus Waldfriede in Berlin mit dem dort angeschlossenen Desert Flower Center medizinische und psychosoziale Beratung und Betreuung an. Das Team um Frau Dr. Cornelia Strunz verfolgt ein ganzheitliches interdisziplinäres Behandlungskonzept mit Psychologen, sozialer und seelsorgerlicher Beratung, Gynäkologen und Chirurgen. Im Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie am Krankenhaus Waldfriede befreien Chefarzt Dr. Roland Scherer und seine Kollegen Frauen von den Folgen weiblicher Genitalverstümmelung wie z. B. chronische Beschwerden und Schmerzen. Außerdem führen sie Operationen und Rekonstruktionen der Klitoris und der kleinen Schamlippen durch. Weitere Informationen und die Kontaktmöglichkeiten für Betroffene finden sich auf www.dfc-waldfriede.de.

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Mali: Klimatische Veränderungen gefährden die Existenzgrundlage

ADRA verbessert in 40 Dörfern in Mali die Ernährungssicherheit von Kleinbauern und ärmeren Familien. An den Klimawandel angepasste Landwirtschaftsmethoden wirken der Unterernährung der kleinbäuerlichen Familien entgegen und tragen zur Erhöhung ihres Haushaltseinkommens bei.

Konflikte zwischen den Völkern in Mali und im Nachbarstaat Niger werden durch die Folgen des Klimawandels verschärft. Der Kampf um nutzbares Land und lebenswichtiges Wasser bedroht Existenzen und verfestigen die Armut.

Der westafrikanische Binnenstaat Mali ist etwa dreieinhalbmal so groß wie Deutschland, rund 60 Prozent davon sind Wüstengebiete. Die Regenzeiten werden immer kürzer, landwirtschaftlich nutzbare Böden werden zunehmend ausgelaugt und verschwinden.

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DAS PROJEKT WIRD VOM BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT UND ENTWICKLUNG UNTERSTÜTZT.

Christian Molke neuer Vorsitzender des Aufsichtsorgans von „Aktion Deutschland Hilft“

Vorsitzende von Aufsichtsorgan und Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“ übergeben ihre Ämter symbolisch an ihre Nachfolger (von links nach rechts): Christian Molke (ADRA Deutschland), Ingo Radtke (Malteser International), Bernd Pastors (action medeor) und Edith Wallmeier (Arbeiter-Samariter-Bund).

Seit 2001 arbeiten deutsche Hilfsorganisationen im Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ zusammen, um im Fall einer humanitären Krise Kräfte zu bündeln und schnelle und zielgerichtete Hilfe zu leisten. ADRA Deutschland ist Gründungsmitglied.

Das Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ startet mit einem Generationenwechsel ins neue Jahr. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung fanden gleichzeitig Wahlen der Mitglieder für den Vorstand und das Aufsichtsorgan statt. Christian Molke, Vorstand von ADRA Deutschland, wurde zum neuen Vorsitz des besonderen Aufsichtsorgans gewählt. Der Vorstand und das besondere Aufsichtsorgan haben eine wichtige Beratungs-, Beschluss- und Kontrollfunktion inne.

Gemeinsam schneller helfen – unter diesem Motto werden im Katastrophenfall Hilfsmaßnahmen innerhalb der Mitgliedsorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ koordiniert und effizient eingesetzt. Dadurch werden sowohl Überschneidungen von Maßnahmen als auch Versorgungslücken vermieden. Laut der Vereinten Nationen steigt die Zahl der humanitären Krisen und Konflikte weiter an. „Für 2020 rechnen wir mit fast 168 Millionen Menschen, die humanitäre Hilfe und Schutz brauchen werden. Das entspricht einem von 45 Menschen auf diesem Planeten. Das ist der höchste Stand seit Jahrzehnten“, so UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock.

Hilfsorganisationen stehen vor immer neuen Herausforderungen

„Um diese bewältigen zu können, befindet sich das gesamte humanitäre System in einem massiven Wandel“, sagt Edith Wallmeier, die neu gewählte Vorstandsvorsitzende von „Aktion Deutschland Hilft“. „Und es geht hierbei nicht nur um eine Sanierung des Systems: Der Aufgabenbereich für Nichtregierungsorganisationen muss erweitert werden und sie müssen sich zum teil neu aufstellen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen in unserem Vorstand und dem besonderen Aufsichtsorgan fühlen wir uns dieser großen Aufgabe auch weiterhin gewachsen und werden als Bündnis deutscher Hilfsorganisationen die Zukunft der humanitären Hilfe mitgestalten“, fügt Wallmeier zu.

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Am 10.12. ist Welttag der Menschenrechte

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, lautet der erste von 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte. 1948 wurden sie von den Vereinten Nationen verabschiedet und sind für Menschenrechtsverteidiger weltweit die wichtigste Berufungsgrundlage. Die Menschenrechte gelten längt nicht für jeden in gleichem Maße – daran soll der internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember jedes Jahr erinnern. In den 30 Artikeln werden u.a. das Recht auf Nahrung, das Recht auf Abwesenheit von Sklaverei und Folter, das Recht auf Religionsfreiheit oder das Recht auf Bildung festgesetzt. Die Debatten über Gültigkeit und Umsetzung dagegen enden nicht.

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Gemeinsam Kinder glücklich machen

„Kinder helfen Kindern!“ Diese Aktion zu Weihnachten ist ein Beispiel für Hilfsbereitschaft und Solidarität. Gemeinsam mit vielen engagierten Ehrenamtlichen und Unterstützern wird aus vielen kleinen Gaben etwas ganz Großes. Eine große Hilfe für Kinder in Not!

Vor 20 Jahren startete ADRA Deutschland zum ersten Mal die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ und lädt zum Mitmachen und Mitpacken von Weihnachtspaketen für Mädchen und Jungen aus Osteuropa ein. Ohne euch ist das nicht möglich! Wir sagen herzlich Danke für 20 Jahre Engagement, damit pünktlich zur Weihnachtszeit Kinder glücklich gemacht werden können! Ein Paket transportiert mehr als den liebevoll verpackten Inhalt. Ein Paket transportiert die Botschaft, die jedes Geschenk innehat: Du bist wertvoll! Da ist jemand, der dich sieht! Du bist nicht allein!

Gott hat uns beschenkt, indem er seinen Sohn in die Welt sandte. Jesus kam in die Welt und erlebte Kummer, Leid und Not, wie sie weltweit viele Menschen erleben. Und er zeigt uns mit diesem Geschenk: Du bist wertvoll! Da ist jemand, der dich sieht! Du bist nicht allein!

Mit diesem Gedanken wünscht das ganze ADRA-Team euch allen ein frohes und friedliches Weihnachtsfest!

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