Besuchen Sie uns auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund!

„Was für ein Vertrauen!“ Dieser Bibelvers aus 2. Könige 18,19 ist das Motto des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages, der in den Dortmunder Westfalenhallen stattfindet. Besuchen Sie uns in Halle 4 am Stand 4-D34 und kommen Sie mit uns ins Gespräch!

Die Welt ist geprägt von Spannungen, humanitären Katastrophen, Krieg und Gewalt. Als christliche Hilfsorganisation vertraut ADRA auf Gottes Beistand und Hilfe, um vertrauenswürdige Arbeit zu leisten. Gemeinsam mit unserem weltweiten Netzwerk setzen wir uns für Menschen in Not ein. Damit Menschen wieder hoffen können und Perspektiven für die Zukunft bekommen. An unserem Marktstand informieren wir Sie über die Arbeit und Hintergründe der humanitären Hilfe und stellen unsere aktuelle Bildungskampagne „Every Child. Everywhere. In School.“ vor.
Der Markt der Möglichkeiten in den Messehallen ist von 20. bis 22. Juni von 10:30 bis 18:30 geöffnet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Wenn die Heimat verschwindet… durch Vertreibung

Wenn Heimat verschwindet durch Vertreibung„Ich bin wie ein Baum, der ohne Wurzeln leben muss!“ Keynan ist 28 Jahre alt und in einem kleinen Dorf im Süden Somalias zuhause. Seine Heimat hat er seit fünf Jahren nicht mehr gesehen. Bürgerkrieg, religiöser Extremismus mit wiederkehrenden Anschlägen und Gewalt versetzten Keynan in Angst und Schrecken.

Die unsichere Lage für die Bevölkerung wird durch Dürre und Hunger verstärkt und macht wie Keynan über 2 Million Menschen in Somalia zu Vertriebenen im eigenen Land. Damit steht Somalia auf Platz 5 der Länder mit den meisten Binnenvertriebenen. Weltweit waren 2018 laut UN 68,8 Millionen Frauen, Männer und Kinder auf der Flucht.
Vor zehn Jahren waren es nur 37,5 Millionen.

Keynan nahm große Risiken in Kauf und ließ alles zurück, was ihm lieb und teuer ist. „Flucht war der einzige Ausweg, doch ich habe alles verloren. Ich habe meine Heimat, meinen ganzen Besitz, Freunde und Familie verlassen, um in Sicherheit zu sein. Jetzt habe ich Schutz, lebe aber an einem fremden Ort mit Fremden auf engstem Raum zusammen“, beschreibt er die Situation im Flüchtlingscamp. „Wir Geflüchtete befinden uns in einem Schwebezustand. Wir wissen nicht, wie lange er andauert und können nicht selbst bestimmen, was wir essen, kaufen oder arbeiten dürfen!“ ADRA setzt mit seiner Projektarbeit genau an dieser Stelle an. Die Hilfsmaßnahmen werden an die Verhältnisse der Notleidenden angepasst. Die vertriebenen Menschen werden in die Planung und Umsetzung mit einbezogen. Wenn sich Somalia eines Tages stabilisiert hat, möchte Keynan in seine Heimat zurückkehren. Sie können ihn dabei unterstützen!

Unterstützen Sie die Arbeit von ADRA für Vertriebene unter dem Spendenstichwort „Heimat“ oder online direkt über das Spendenformular.

Internationaler Tag zur Beendigung von Geburtsfisteln

Internationaler Tag zur Beendigung von GeburtsfistelnNach Angaben der World Health Organization (WHO) leiden rund zwei Millionen Frauen weltweit unter Geburtsfisteln, weil sie keine angemessene medizinische Hilfe bei der Geburt ihrer Kinder erhalten. Um für diese Krankheit ein Bewusstsein zu schaffen, findet am 23. Mai der jährliche internationale Tag zur Beendigung von Geburtsfisteln statt. Ins Leben gerufen wurde er 2014 von den Vereinten Nationen.

In Europa fast unbekannt, gehört die Erkrankung in Entwicklungsländern oft zum Alltag. Aus diesem Anlass erinnert ADRA an das Schicksal von Millionen Frauen, die von Geburtsfisteln betroffen sind. Mit den gesundheitlichen, seelischen und gesellschaftlichen Folgen kämpfen viele Frauen ein Leben lang. Die Frauen leiden unter Infektionen, Inkontinenz, schlechtem Geruch und Depression. Das Hygieneproblem macht sie zu Ausgestoßenen. Verstoßen von ihren Ehemännern und isoliert von ihrer Dorfgemeinschaft.
Eine schwere Geburt ohne schnelle medizinische Hilfe kann für werdende Mütter verheerende Folgen wie Fisteln haben. Doch eine Operation kann den Frauen helfen.

Das Krankenhaus Waldfriede in Berlin hilft Frauen, die unter Fisteln leiden, und führt plastisch-rekonstruktive Operationen durch. ADRA hat die Chirurgin Frau Dr. Cornelia Strunz getroffen und konnte einige wichtige Fragen klären.

Frau Dr. Strunz, Geburtsfisteln sind in Deutschland ein relativ unbekanntes Phänomen. Um was genau handelt es sich hierbei und wer ist davon betroffen?

Fisteln sind Verbindungen zwischen zwei Organen, die es normalerweise nicht gibt. So können bei genitalverstümmelten Mädchen und Frauen Fisteln zwischen Vagina und Enddarm und Vagina und Harnröhre auftreten. Wenn eine Beschneidung (Infibulation) durchgeführt wurde und damit nur eine winzige Öffnung für den Austritt von Urin und Menstruationsblut vorliegt, muss das Mädchen für den ersten Geschlechtsverkehr wieder geöffnet werden. Teilweise werden die Frauen nach dem Geschlechtsverkehr wieder zugenäht. Wenn dann das Kind durch den engen Geburtskanal und das enge Becken der jungen Frau zur Welt kommt, kann dies ein Geburtshindernis darstellen, das Gewebe reißt ein und es können sich Fisteln ausbilden. Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist extrem erhöht, die Frauen können verbluten oder inkontinent werden.

Welche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung von Geburtsfisteln?

In vielen Ländern außerhalb Europas werden Mädchen sehr früh verheiratet und schnell nach Beginn der ersten Menstruation schwanger. Oft ist das Becken des Mädchens noch nicht ganz ausgewachsen und schmal. Ist dann der Fötus zu groß für den Geburtskanal, ist das Mädchen zudem noch genitalverstümmelt und zugenäht, kann eine Geburt zu einer langwierigen und schmerzvollen Situation für die Frauen werden. Und lebensbedrohlich. Oftmals ist in den ländlichen Gebieten keine schnelle medizinische Hilfe vorhanden. Lebenslange körperliche und seelische Verletzungen sind die Folge.

Wie kann die Entstehung verhindert werden?

Aufklärungsarbeit ist das wichtigste. In Kenia findet zum Beispiel traditionell im Mai ein Fistula-Marathon statt, um auf das tabuisierte Thema und seine Ursachen aufmerksam zu machen. Dr. Hillary Mabeya und sein Team rund um das „Gynocare Women’s and Fistula Hospital“ in Eldoret richten jedes Jahr diese Aktion aus. Ich habe selbst an diesem „Run to end Fistula“- Lauf mit Dr. Mabeya und Dr. Scherer (Ärztlicher Direktor und Chefarzt Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie Krankenhauses Waldfriede, Anm. d. Red.) teilgenommen. Kampagnen wie diese sind wichtig, um langfristig etwas für die Frauen zu verändern. Natürlich ist der schnelle Zugang zu medizinischer Hilfe wichtig. Und mein Wunsch ist, dass irgendwann gar keine Genitalverstümmelung mehr stattfinden werden. Ein kleines Umdenken ist für die nächste Generation schon ein großer Erfolg!

Dr. Conny (Foto rechts), wie sie von ihren Patienten genannt wird, ist ärztliche Koordinatorin des Desert Flower Centers (DFC) am Krankenhaus Waldfriede in Berlin. Evelyn Brenda (Foto links) ist Beraterin und Dolmetscherin für beschnittenen Frauen. Im Desert Flower Center erhalten Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung geworden sind, psychosoziale und medizinische Hilfe. Weitere Infos gibt es unter www.dfc-waldfriede.de.

Wenn die Heimat verschwindet… durch Krieg

Wenn die Heimat durch Krieg verschwindetEs gibt immer mehr Konflikte auf der Welt. Das geht aus dem Weltfriedensindex des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) hervor, der jährlich veröffentlicht wird. ADRA unterstützt Kinder, Frauen und Männer, die durch Konflikte, Gewalt und Terror in Not geraten sind.

Europa war 2018 eine der friedlichsten Regionen der Welt. Sechs europäische Staaten befinden sich unter den Top Ten der friedlichen Länder, Deutschland belegt Platz 17. Das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien und Afghanistan sind die am wenigsten friedlichen Länder der Welt.

Wie geht es den Menschen, die mit Krieg und bewaffneten Konflikten leben müssen? Wenn die Heimat und das eigene Zuhause bedroht sind? Heimat ist der Ort, wo ich dazu gehöre, an dem ich mich sicher fühle und wo die Menschen leben, die mir wichtig sind. Wenn Heimat zerstört wird, ist das immer ein einschneidendes Erlebnis. ADRA lässt die Bevölkerung in Konfliktgebieten nicht allein und ist in Somalia, Nigeria, Afghanistan, im Jemen und in der Ukraine aktiv. „Viele Häuser in meinem Dorf waren nicht mehr bewohnbar, die Menschen hatten kein Trinkwasser und Brot gab es nur einmal in der Woche, weil die Zufahrtsstraßen zerstört waren“, erzählt die 64-jährige Halyna aus der Ostukraine. „ADRA hat uns geholfen, unser Dach zu reparieren und uns mit Trinkwasser versorgt.“ Halyna hat die Krise seit 2014 miterlebt. Noch heute besucht sie regelmäßig einen psychologisch betreuten Gesprächskreis von ADRA, um das Erlebte besser zu verarbeiten. „Ich bin dankbar dafür, dass wir nicht vergessen sind!“

Unterstütze  unsere Projekte mit Deiner Spende. Unter dem Stichwort „HEIMAT“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Ostern – der Neubeginn des Lebens

Das Osterfest verspricht einen Neuanfang und damit eine große Hoffnung! Jesus ist von den Toten auferstanden. Dieses höchste Fest im Jahr wird in diesen Tagen von Christen weltweit gefeiert. Auch die Natur wird grün und zeigt uns mit jedem Frühling den Neubeginn des Lebens.

An Ostern liegen Dunkelheit und Licht sowie Tod und Leben eng beieinander. Auf die Dunkelheit des Todes Jesu an Karfreitag folgt das Licht der Auferstehung. Aus Trauer, Verzweiflung und Schuld folgt der Aufbruch in ein neues Leben. Das ist die frohe Botschaft des Osterfestes! Ostern ändert alles, hier und heute – für jeden persönlich. Das Leben mit Schwierigkeiten und Leid lässt uns meinen, die Dunkelheit hätte die Oberhand. Und angesichts globaler Katastrophen fällt es nicht leicht, das Licht zu sehen und Hoffnung zu haben. Ostern ändert alles! Durch das Licht weitet sich unser Blick, wir sehen plötzlich durch die Schatten. Ostern ändert unsere Richtung – hin zu dem, der den Neubeginn schenkt und hin zu unseren Mitmenschen.

Wir wünschen allen ein frohes Osterfest!

Dank ADRA kann Kelera ihre Familie gesund ernähren

Der Inselstaat Fidschi im Südpazifik mit über 330 Inseln wird immer wieder von Naturkatastrophen wie starken Stürmen getroffen. Die Bevölkerung der rund 100 bewohnten Inseln haben direkt mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen. Ansteigende Meeresspiegel lassen ganze Dörfer im Wasser versinken und raubt tausenden Familien ihre Heimat.

Auswirkungen des Klimawandels wie extreme Regenfälle oder Hitze sowie Versalzung der Böden bedrohen die Ernährungssicherheit von Keleras Familie. Kelera ist eine der Frauen, die an einem Garten- und Ernährungstraining von ADRA teilgenommen hat. Sofort setzte sie die Theorie in die Praxis um und erweiterte ihren kleinen Garten, den sie geschützt in ihrem Hinterhof angelegt hat. Jetzt wächst dort eine große Auswahl verschiedener Gemüse und Kräuter und die Familie kann sich gesund ernähren. Klimaangepasste landwirtschaftliche Methoden, dürreresistentes Saatgut und Bewässerungstechniken stärken die Fidschianer und machen sie anpassungsfähiger an Phänomene, die ihre Heimat verändern. Keralas letzte Ernte war so ertragreich, dass sie ihren Nachbarn davon abgeben konnte.

Dieses Projekt wird gefördert von der Europäischen Kommission.

Zyklon Idai: Hilfskräfte erreichen die Menschen nur schwer

Update 27.03.2019 Nach dem Zyklon Idai benötigen die Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi dringend Hilfe! Nach den verheerenden Überschwemmungen sind viele Gebiete für Hilfsorganisationen noch immer nicht erreichbar. ADRA ist in allen drei Ländern vor Ort.

Die Ausmaße des tropischen Wirbelsturms, der am 15. März auf die Küste Südostafrikas traf, übertrifft laut der Vereinten Nationen die schlimmsten Befürchtungen. Mindestens 1,8 Millionen Kinder, Frauen und Männer sind von den Folgen der Überschwemmungen und starken Regenfällen betroffen. Viele Häuser, Brücken, Straßen, Wasser- und Stromleitungen sind zerstört, Dämme brechen. Die Preise für Nahrungsmittel sind um 100 Prozent gestiegen. Noch immer harren Menschen auf ihren Häusern und in Baumkronen aus und warten auf Hilfe. Viele werden noch vermisst. Vor allem die Regionen des Hinterlandes sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten und die Helfer können nur mit Booten oder Helikoptern zu ihnen gelangen.

Ganze Dörfer verschwunden

Graham lebt in einem kleinen Dorf im Hinterland Mosambiks und ist erschüttert von dem, was er gesehen hat. „Einige Dörfer gibt es einfach nicht mehr! Die Leute sitzen auf den Bäumen und warten auf Hilfe, unter ihnen die Krokodile und weit und breit kein Boot in Sicht!“ Einige Nachbarn mit Booten wären unermüdlich im Einsatz, die Menschen von den Bäumen zu retten, berichtet er uns. Ein Mann hatte nur ein kleines Boot, trotzdem tat er alles, um anderen zu helfen. Er band mehrere leere Plastikcontainer zu einer langen Schnur, befestigte ein Ende an seinem Boot und das andere an einen höher gelegenen Baum. „Drei Tage war er im Einsatz. Er konnte so mehrere Nachbarn aus den Fluten und von Bäumen retten, die im hohen Wasser standen.“

Hilfe ist dringend notwendig!

Viele Familien haben ihr ganzes Hab und Gut verloren. Es fehlt an Nahrung, Trinkwasser, Kleidung, Decken, Medikamenten und Unterkünften. Zudem wächst die Angst vor Krankheiten durch verunreinigtes Wasser. Durchfallerkrankungen wie Typhus und Cholera werden befürchtet sowie ein Anstieg an Malariaerkrankungen, weil sich die Mücken im Wasser schnell vermehren können. ADRA unterstützt die Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi mit sauberem Trinkwasser, Nahrungsmittel, Überlebenspaketen und Notzelten und lässt sie nicht allein.

Hier noch ein paar Beispiele, wie Sie die Menschen in Südostafrika mit Ihrer Spende unterstützen:

  • Moskitonetze und Mückenspray für 1 Monat und 1 Familie: 20 Euro
  • Prävention von wasserübertragbaren Krankheiten mit Hygieneartikeln und Chlortabletten für 1 Monat für 1 Familie: 30 Euro
  • Notunterkunft für 1 Familie: 30 Euro
  • Nahrungsmittelhilfe für 1 Monat für 1 Familie (2100 kcal pro Person pro Tag mit Lebensmittelpaketen oder Bargeld, um die lokalen Märkte zu unterstützen): 70 Euro
    (1 Familie besteht im Schnitt aus 5 Personen)

Ihre Spende ermöglicht dringend benötigte Soforthilfe für die Menschen in Südostafrika. Spenden Sie jetzt unter dem Stichwort „Zyklon Idai“ >> ZUM SPENDENFORMULAR