„Ich fühle mich wieder wie ein Mensch!“

Die 70jährige Miriam aus Kenia ist dankbar für eure Hilfe, die sie von Mama Nagis, einer ADRA-Ehrenamtlichen, überreicht bekam. Zu lange hatte sie nicht genug zu essen und zu trinken, denn die Ernten sind aufgrund von Wetterextremen und einer verheerenden Heuschre­ckenplage in ganz Ostafrika knapp.

Nicht nur in Ostafrika, weltweit wirken sich Klimaveränderungen auf unsere Lebensgrundlagen aus. Auf der einen Seite gibt es Sorge um eine weitere Gefährdung der Natur und unseres Planeten. Auf der anderen Seite geht es um die Nutzung technischer Errungenschaften, um Le­bensqualität und Chancengleichheit. Unterschiedliche ökonomische und soziale Interessen treffen aufeinander und haben jede für sich eine Berechtigung. Belege für einen „planetaren Notfall“ sehen führende Klimaforscher wie Hans Joachim Schellnhuber und Johan Rockström vom deutschen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung deutlich. Die Klimaexperten warnen vor bisher unterschätzten Kettenreaktionen und Rückkopplungen zwischen den verschiedenen Ökosystemen auf­grund der Klimaveränderungen. Die Folgen treffen die Menschen welt­weit unterschiedlich, abhängig von ihrem Wohnort, der sozialen Stellung und ihrem Geschlecht. ADRA ist mit seinem weltweiten Netzwerk mit verschiedenen Projekten im Umwelt- und Naturschutz aktiv. Durch Maßnahmen wie Wiederaufforstung und Bodenanreiche­rungstechniken, Waldschutz, Einsatz erneuerbarer Energien sowie Wasserspar- und Bewässerungstechniken werden kleinbäuerliche Fami­lien auf der ganzen Welt nachhaltig unterstützt. So wie Miriam. ,,Ich war verzweifelt, aber mir wurde geholfen. Danke liebe Spender, eure Liebe hat mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin!“

Sei Teil der weltweiten ADRA-Familie und fördere die Arbeit von ADRA mit deiner Spende unter dem Spendenstichwort „Klima“! >> zum Spendenformular

Start der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ungewiss

Die beliebte „Aktion Kinder helfen Kindern!“ ist dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie gefährdet. Leider können wir im Moment noch nicht sagen, ob die Aktion im Herbst starten kann.
In dieser Mitmach-Aktion packen Kinder aus Deutschland für Kinder aus Osteuropa Weihnachtpäckchen. Diese werden mit LKW in die Zielländer transportiert. Damit zeigen wir den Kindern, dass wir an sie denken und zaubern ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Allen Ehrenamtlichen in den Aktionsgruppen danken wir für ihren Einsatz und für ihre treue Unterstützung in den letzten Jahren! Wir müssen leider abwarten, wie sich die Pandemie weiter entwickelt.

Nach Beendigung jeder Aktion gibt es für die Aktionsgruppen ein Berichtsheft und eine DVD über die beschenkten Kinder und die Wirkung dieser Mitmach-Aktion. Die bestellten DVDs der letzten Aktion 2019/2020 sind von uns bereits an die Privatadressen ausgeliefert worden. Ein Berichtheft gibt dieses Jahr nicht.

Weitere Infos gibt es auf www.kinder-helfen-kindern.org. Dort finden Sie auch Video-Clips und Materialien für Schulen.

Über die aktuellen Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden!

Hunger – eine menschliche Tragödie

Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungersnot „biblischen Ausmaßes“. Bewaffnete Konflikte, ungleiche Lebensbedingungen und die Auswirkungen des Klimawandels tragen maßgeblich dazu bei, dass Menschen unter Hunger und Ernährungsunsicherheit leiden. Diese Situation wird durch die Corona-Pandemie noch verschärft.

Das Coronavirus schränkt weltweit das Leben der Menschen ein. Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren sind notwendige Maßnahmen, um die Verbreitung der Covid-19-Pandemie einzudämmen. Doch die wirtschaftlichen Folgen gefährden viele Existenzen. Und sie treffen die Ärmsten zuerst. Der Zugang zu den Märkten und zu lebenswichtigen Nahrungsmittelhilfen ist aufgrund der Schutzmaßnahmen stark eingeschränkt. Der Welthunger-Index (WHI) 2019 verdeutlicht, dass sich in mehreren Ländern die aktuelle Hungersituation gegenüber 2010 noch verschärft hat. Etwa 45 Länder sind gefährdet, und das mit längerfristigen Folgen. Noch über das Jahr 2030 hinaus werden sie ein hohes Hungerniveau aufweisen.

Viele Länder, die unter verbreitetem Hunger leiden, sind gleichzeitig stark vom Klimawandel betroffen. Sie sind aber nur bedingt in der Lage, mit den Folgen umzugehen oder ihnen entgegenzuwirken. Gleichzeitig haben sie oft am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen. Seit den 1990er Jahren hat sich die Häufigkeit der Extremwetterereignisse verdoppelt. Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Überflutungen, Dürren oder Waldbrände sind eine Gefahr für den Lebensraum und das Auskommen von Millionen von Menschen. Naturkatastrophen führen zu geringeren Ernteerträgen der wichtigsten Nutzpflanzen. Die Folgen sind höhere Lebensmittelpreise und Einkommensverluste.

Der Klimawandel und seine Nebenwirkungen

Seit Anfang des Jahres leiden die Menschen in Ostafrika und in Teilen Asiens zusätzlich unter einer der schlimmsten Heuschreckenplagen seit vielen Jahrzehnten. Schwärme in der Größe des Saarlandes fallen über die Felder her und vernichten mit ihrem Kahlfraß die Ernten. Die UN-Behörde für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) schätzt, dass ein Heuschreckenschwarm von einem Quadratkilometer die Nahrung von 35.000 Menschen vernichtet. Zahlreiche Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind auf Hilfe angewiesen, doch diese werden durch die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie blockiert. Dringend benötigt werden neues Saatgut für die Felder und zusätzliches Futter für die Tiere. Viele Familien brauchen Lebensmittel, um bis zur nächsten Ernte überleben zu können. Im April hat die Regenzeit eingesetzt. Sie führt zur Vermehrung der Heuschrecken und belastet die Ernährungssituation von neuem.

Millionen Menschen stehen vor einer Hungerkatastrophe

Andauernde Mangel- und Unterernährung sind vor allem für Kinder und Geschwächte eine Gefahr, denn sie werden anfälliger für Erkrankungen. Dabei ist ein gutes Immunsystem bei Pandemien wie Covid-19 überlebenswichtig. „Um die Ausbreitung des Coronavirus und das Kollabieren des Gesundheitssystems zu verhindern, sind Maßnahmen wie Ausgangssperren und Grenzschließungen unabdingbar. Für den Kampf gegen die Heuschreckenplage sind sie jedoch ein massives Hindernis“, erklärt Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin des Katastrophenbündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. ADRA ist Mitglied im Katastrophenbündnis und in einigen Ländern Ostafrikas und Asiens aktiv. Die MitarbeiterInnen von ADRA passen vor Ort Hygienemaßnahmen an und helfen damit, das Covid-19-Virus einzudämmen. So wurden beispielsweise Bewässerungssysteme für die Felder umgerüstet und dienen nun als Handwaschstationen. Zusätzlich werden Hygieneschulungen durchgeführt. Verhandlungen mit den öffentlichen Geldgebern sollen zusätzliche Mittel bewirken, um weitere Maßnahmen gegen Covid-19 umsetzen zu können.

Dafür appellierte der UN-Generalsekretär António Guterres anlässlich der Veröffentlichung des „Global Humanitarian Response Plans Covid-19“ der Vereinten Nationen am 25. März 2020 in New York: „Wir müssen den Verwundbarsten zu Hilfe kommen – Millionen und Abermillionen von Menschen, die am wenigsten in der Lage sind, sich selbst zu schützen. Dies ist eine Frage der grundlegenden menschlichen Solidarität.

ADRA ist gegen den Hunger in Ostafrika aktiv. Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln, klimaangepasstem Saatgut oder durch die Einführung von wasserspeichernden Techniken und Bewässerungsanlagen werden kleinbäuerlichen Familien unterstützt.

Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern wie Ihnen setzen wir uns für Menschen in Not ein. Gegen den Hunger. Denn jeder Mensch zählt gleich viel. Seien Sie Teil dieser lebenswichtigen Arbeit von ADRA und unterstützen Sie uns mit ihrer Spende unter dem Stichwort „Corona“. >> zum Spendenformular

Gottes Werk und unser Beitrag

„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut“. Die biblische Schöpfungsgeschichte lenkt den Blick auf das Geschenk des Lebens und auf das Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen. In der Natur begegnen wir Gottes schöpferischem Wirken. Die Fülle und Vielfalt von Flora und Fauna lässt uns staunen und begreifen, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind.
Wir Menschen haben die Verantwortung für Gottes gute Schöpfung übertragen bekommen (1. Mose 2, 15). Wir sollen beides – behutsam und achtsam die Welt gestalten und sie gleichzeitig schützen. Die Aussagen der Bibel sind aktuell. Die Bewältigung der Umweltprobleme und das Bewahren der Natur ist eine gemeinsame Aufgabe für uns alle.

Die Lebensgrundlagen auf der Erde verändern sich zunehmend. In unserer Arbeit in den Katastrophengebieten dieser Welt begegnen uns verheerende Zustände. Dürren, Wirbelstürme und Überschwemmungen bringen Menschen unverschuldet in Not. Hitzewellen und Dürreperioden nehmen in vielen Teilen der Welt zu und fordern immer mehr Opfer. Das betrifft vor allem die marginalisierten und ärmsten Bevölkerungsgruppen. ADRA stärkt die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit an klimabedingte Naturkatastrophen und schützt gleichzeitig die Umwelt. Die Bekämpfung der Armut ist hiervon nicht zu trennen. Wir Menschen haben die Fähigkeit, Sinn zu stiften und uns bewusst zu entscheiden für das, was zu tun ist und was nicht. Nutzen wir sie.

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„Fürchtet euch nicht!“

Das Leben mit Schwierigkeiten und Leid lässt uns meinen, die Dunkelheit hätte die Oberhand. Und angesichts globaler Katastrophen fällt es nicht leicht, das Licht zu sehen. Ostern ändert alles! Ostern ändert unsere Richtung und unseren Blick – hin zu dem, der den Neubeginn schenkt und hin zu unseren Mitmenschen.

An Ostern liegen Dunkelheit und Licht sowie Tod und Leben eng beieinander. Auf die Dunkelheit des Todes Jesu an Karfreitag folgt das Licht der Auferstehung. Aus Trauer, Verzweiflung und Schuld folgt der Aufbruch in ein neues Leben. Das ist die frohe Botschaft des Osterfestes! Ostern ändert alles, hier und heute – für jeden persönlich. In der Bibel steht: »Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat!“ (Matthäus 28, 5-6). Gott gibt uns Hoffnung. Damit wir das Licht wieder sehen.

Wir wünschen euch allen ein frohes Osterfest!

Bleiben Sie gesund! Am 07. April ist Weltgesundheitstag

Irgendwann brauchen wir alle ihre Hilfe! Allein in Deutschland stehen uns 1,6 Millionen Pflegekräfte in den verschiedensten Fachrichtungen und Einrichtungen im Krankheitsfall zur Verfügung. Und nochmal 24.000 Hebammen und Entbindungspfleger.[1] Sie stehen uns rund um die Uhr in medizinischen Notlagen bei.

Jedes Jahr stellt die WHO den Weltgesundheitstag unter ein neues Thema. In diesem Jahr werden am Weltgesundheitstag alle Pflegenden und Hebammen geehrt. Und das nicht nur an diesem Tag. Das gesamte Jahr 2020 wurde zum weltweiten Jahr der professionellen Pflegekräfte, Hebammen und Entbindungspfleger ausgerufen.

„Die WHO ist stolz darauf, 2020 als das Jahr der Pflegenden und Hebammen zu nominieren. Diese beiden Gesundheitsberufe sind unschätzbar wertvoll für die Gesundheit der Bevölkerung. Ohne sie werden wir die nachhaltigen Entwicklungsziele und eine universelle Gesundheitsversorgung nicht erreichen können. 2020 wird sich darauf fokussieren, die enormen Entbehrungen und Leistungen von Pflegefachpersonen und Hebammen hervorzuheben und sicherzustellen, dass wir den Mangel an diesen lebenswichtigen Berufen adressieren,“ sagt Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der WHO. Angesichts der Corona-Pandemie erhält die Würdigung dieser Berufsgruppen eine zusätzliche Bedeutung.

Die Arbeitsbedingungen für medizinisches Personal in Kriegs- und Krisengebieten sind erschwert und der Arbeitsanfall erhöht. ADRA unterstützt seit vielen Jahren zwei Projekte im Gesundheitsbereich.

In der Mekele Seventh Day Adventist Clinic in Mekele City in Äthiopien werden Dank unserer Spenderinnen und Spender die Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal verbessert. Neue medizinische Geräte und Materialien sowie renovierte Toiletten und Untersuchungszimmer verbessern die Gesundheitsversorgung der Kinder deutlich. Mehr Sitzplätze erleichtern den Familien der kleinen Patienten das Warten.

Im Jemen leistet ADRA seit sieben Jahren lebensrettende medizinische Hilfe. Nur ca. 50 Prozent der Gesundheitseinrichtungen im Jemen sind funktionstüchtig. Für fast eine halbe Million Menschen stellt ADRA medizinische Versorgung und Ernährungshilfen bereit. Allein 9.000 Säuglinge und Kleinkinder konnten vor Hunger bewahrt werden.

Werden Sie Teil dieser Erfolgsgeschichten und unterstützen Sie die Arbeit von ADRA im Gesundheitsbereich mit Ihrer Spende.
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[1] https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berufe/generische-Publikationen/Altenpflege.pdf

Sicheres Wasser für jeden? Am 22. März ist Weltwassertag

An diesem internationalen Gedenktag soll dem Thema Wasser besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Warum ist das wichtig? 2,1 Mrd. Menschen haben kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung.
Weltweit fließen 80 Prozent des Abwassers ungereinigt und ohne Weiternutzung zurück in die Umwelt. Jeder dritte Fluss in Asien, Afrika und Lateinamerika weist inzwischen massive Verunreinigungen auf. ADRA engagiert sich in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) und ist mit 20 deutschen Nichtregierungsorganisationen Mitglied im WASH-Netzwerk. Das Netzwerk wurde 2011 mit dem Ziel gegründet, allen Menschen zum Recht auf sicheren Zugang zur Wasser- und Sanitärversorgung zu verhelfen.

 

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Quelle: UN-Wasserbericht 2019