Lebensrettende medizinische Hilfe für den Jemen

Seit Beginn des Krieges 2014 im Jemen ist jeder dritte Einwohner von Unterernährung und Hunger betroffen. Fast die gesamte Bevölkerung benötigt humanitäre Hilfe. Dabei sind die Zugänge für Hilfsorganisationen und Güter in den Jemen über Häfen und Flughäfen unterbrochen.

Ziel dieses Projektes ist, Leben zu retten und fundamentale Grundversorgungslücken im Land zu decken. Schwerpunkte sind die Bereiche Gesundheit, Ernährung, Wasser und Sanitär sowie Schutz von Binnenvertriebenen und der Gastgemeinden. Nur etwa 50 Prozent der medizinischen Einrichtungen sind funktionstüchtig, das erhöht die Ausbreitung von Seuchen und beschleunigt die Hungernot. Umfassende lebensrettende Gesundheits- und Ernährungshilfe für etwa 445.150 Menschen stellt ADRA in einem der ärmsten Regionen des Jemen in Al-Hudaydah, Hajjah und Saada bereit.

Projektlaufzeit: 01.09.2018 – 31.08.2020

Dieses Projekt wird gefördert von 

Welttag der Armen am 18. November

Das Leitwort des diesjährigen katholischen Welttages der Armen steht in Psalm 34 Vers 7: „Da rief ein Armer und der Herr erhörte ihn.“ In diesem Bibelwort steckt die Aufforderung an uns, in unserem Umfeld genauer hinzusehen, den Mitmenschen in seiner
Situation anzusehen und der Not des Nächsten zu begegnen.

Die Welt mit Extremen wie Armut und Ungerechtigkeit nicht aus den eigenen Sichtfeld auszublenden, dazu lädt dieser Gedenktag ein. Das Wahrnehmen und Ernstnehmen der Not des anderen und ihr und ihm in Mitmenschlichkeit und Liebe zu begegnen und zu unterstützen, daran sollen wir Menschen uns gegenseitig ermutigen. Damit das Leben in Würde wieder aufgenommen und fortgeführt werden kann. Damit ein Stück Gerechtigkeit wiederhergestellt wird. Durch das persönliche Engagement wird das Mitfühlen sichtbar gemacht. Jeder nach seinen Möglichkeiten. Damit Menschen wieder Hoffen können und ihre Not gelindert wird, dafür setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom weltweiten ADRA-Netzwerk ein.
Unterstützen Sie uns dabei mit Ihrer Spende! Danke! >> ZUM SPENDENFORMULAR


ADRA setzt sich in verschiedenen Projekten weltweit gegen Armut und ihre Auswirkungen ein. So zum Beispiel auch in

  • Äthiopien: Mit einer Ausbildung im Bereich erneuerbare Energien können sich junge Arbeitslose langfristig ein Einkommen für sich und ihre Familien sichern. >> ZUM PROJEKT
  • Afghanistan: Aufgrund der langanhaltenden Konflikte des Landes sind viele Menschen auf der Flucht und benötigen Nahrungsmittel und Heizmaterialien gegen den eisigen Winter. >> ZUM PROJEKT

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?“

Bildung ist ein Menschenrecht für jeden lebenslang, einschließlich derer mit besonderen Bildungsbedürfnissen. Bildung befähigt Menschen dazu, ihre soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern, damit ein erfülltes und unabhängiges Leben möglich ist.

In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara haben weniger als ein Drittel der Erwachsenen eine Grundschule abgeschlossen. Gerade in ländlichen Regionen wird Kindern der Zugang zu Bildungseinrichtungen erschwert: Der Weg ist zu weit, Fahr- und Schulgeld sind für die Eltern nicht erschwinglich, Schuluniformen, Materialien und Verpflegung kosten zu viel Geld. Viele Familien sind darauf angewiesen, dass die Kinder früh anfangen zu arbeiten und die Eltern in der Haus- und Feldarbeit unterstützen. Vor allem Mädchen können ihr Menschenrecht auf Bildung nicht überall in Anspruch nehmen und sind benachteiligt. Kinder in Krisen- und Kriegsgebieten haben es besonders schwer. Ein kindgerechter Alltag mit regelmäßig stattfindendem Unterricht ist nicht gewährleistet, wenn die Infrastruktur und Bildungssysteme zusammengebrochen sind. Dabei ist mangelnde Bildung eine der Hauptursachen für materielle Verarmung und gleichzeitig deren größte Folge. Es ist ein Kreislauf: Bildung verhindert Armut und Armut verhindert Bildung. ADRA setzt sich für den Bau von Bildungseinrichtungen ein, für die Verbesserung der Bildungssysteme, qualifiziert Lehrkräfte und erhöht das Bildungsangebot für alle Altersgruppen: Frühkindliche Bildung, Schul- und Ausbildungen, Weiterbildungen und Alphabetisierungskurse für Erwachsene. Damit ein lebenslanges Lernen möglich ist und Bildung kein Privileg bleibt.
Unterstützen Sie uns bei dieser wichtigen Arbeit mit Ihrer Spende, um Perspektiven zu schaffen!

>> Mit dem Stichwort „AFRIKA“ auf unserem Online-Spendenformular hilft Ihre Spende in unseren Afrika-Projekten.

„Unser tägliches Brot gib uns heute“

Das Erntedankfest hat in vielen Kulturen eine lange Tradition und erinnert an den engen Bezug vom Menschen zur Natur. Wir erinnern an die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt, die Hunger und katastrophale Ernährungssituationen erleiden müssen.

Die Bitte aus dem Matthäusevangelium 6,11 ist Ausdruck dafür, dass es nicht selbstverständlich ist, dass weltweit jeder Mensch genug Nahrung hat, um sich satt essen zu können. Die meisten Familien in den Entwicklungsländern leben von den Ernten ihrer kleinbäuerlichen Felder. Sie arbeiten hart, um genug Nahrungsmittel zu produzieren, die jedes Familienmitglied ernährt und einen Erlös auf den Märkten ermöglicht.

Die Ernten sind abhängig von vielen Faktoren: Gutes Wetter, fruchtbarer Boden, Frieden, gute Regierung, gutes Saatgut, Gesundheit und zuverlässige Arbeitskraft sind nur einige. Die Entwicklung eines Plan B hilft bei negativen Einflüssen und Krisen. Wenn es zu wenig oder zu viel regnet, wenn Schädlinge die Feldfrüchte befallen oder andere Katastrophen drohen, die Ernten zu vernichten. Wir haben die Verantwortung, die Schöpfung zu schützen und zu bewahren. Wir sollen achtsam mit der Natur umgehen, das gilt auch für unsere Nutzpflanzen und ebenso für unsere Nahrungsmittel.

Im Oktober feiern wir Erntedank, um uns bewusst zu machen, wer die Quelle für alle guten Gaben ist, die wir durch die Ernten erhalten. Nahrungsmittel sind wertvoll. Ein bewusster Umgang im Kaufverhalten, Zubereitung und in der Ernährung sind ein erster Schritt. Jeder von uns kann damit anfangen. Jeder von uns kann mit Verschwendung und sinnloser Vernichtung von Lebensmitteln aufhören. Unsere Einstellung und Taten sind wie Saatgut. Jedes Korn, das wir aussäen, bestimmt, wie die „Ernte“ aussehen wird. Das lässt sich auf verschiedene Bereiche des Lebens übertragen, auf Beziehungen, auf Engagement, auf das Teilen. Lassen Sie uns gemeinsam Gutes säen, um Gutes zu ernten!

>> Unterstützen Sie unsere Projekte in Afrika unter dem Spendenstichwort „AFRIKA“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

 

Weitere Artikel zu Ernährungs-Projekten von ADRA:

Mehr als 800 Todesopfer nach Tsunami in Indonesien

Drei Tage nach der Naturkatastrophe in Indonesien ist die Situation immer noch angespannt: Der Strom ist ausgefallen, die Telefonnetze zusammengebrochen und einige Regionen sind von der Außenwelt abgeschlossen. Ständige Nachbeben bedrohen die Menschen. ADRA ist vor Ort und kann Soforthilfe leisten.

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 hatte am Freitag vor der Küste der indonesischen Insel Sulawsi einen Tsunami ausgelöst. Über 133 Nachbeben wurden verzeichnet. Mindestens 844 Tote und 540 Verletzte sind zu beklagen, insgesamt sind ca. 2,4 Millionen Kinder, Frauen und Männer von der Katastrophe betroffen. Das indonesische Online-Nachrichtenportal Kumparan berichtete am späten Sonntagabend unter Berufung auf die nationale Polizei von mindestens 1203 Toten.

Die Arbeit der Helfer ist schwer. Zufahrtswege sind verschüttet und für Helfer und Hilfsgüter unpassierbar, viele Häuser sind zerstört und lassen die Bewohner schutzlos ohne Hab und Gut zurück. Es fehlt an Notunterkünften, medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser und Nahrung. ADRA Indonesien koordiniert sich bereits mit den örtlichen Behörden und startet Nothilfemaßnahmen.

Indonesien ist mit mehr als 260 Millionen Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Indonesien gehört zu den Regionen mit den meisten Erdbeben auf der Welt. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone weltweit. Beben gibt es hier regelmäßig. Das große Erdbeben an der Küste Sumatras an Weihnachten 2004 forderte insgesamt 230.000 Menschenleben. Die Menschen der Insel Sulawesi brauchen unsere Unterstützung, helfen Sie mit!

>> Unterstützen Sie die Betroffenen – nutzen Sie dazu das Spendenstichwort „Tsunami“ >> ZUM SPENDENFORMULAR

Der Einsatz wird von „Aktion Deutschland Hilft“ gefördert.
Als Mitglied von „Aktion Deutschland Hilft“ ist ADRA gemeinsam mit den anderen Mitgliedsorganisationen des Bündnisses in Indonesien tätig. 

ADRA Deutschland e.V. unterstützt SOS Méditerranée bei der Rettung Schiffbrüchiger

Das Schiff MS Aquarius nimmt seine Arbeit im Mittelmeer wieder auf!

Weiterstadt und Berlin, 20. September 2018 – Die Organisation SOS Méditerranée ist mit der Aquarius zurück in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste, um humanitäre Hilfe für Geflüchtete in Seenot zu leisten.

Nach einem regulären Crew-Wechsel in Marseille ist das Rettungsschiff Aquarius am Samstag, den 15. September erneut in internationale Gewässer vor der libyschen Küste aufgebrochen. Seit Dienstagabend befindet sich das Schiff nun im Rettungsgebiet, um Menschen auf ihrem Fluchtweg über das Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Die Aquarius, das von SOS Méditerranée und gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen betriebene Rettungsschiff, ist das derzeit einzige humanitäre Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer.

SOS Méditerranée wird bei ihrem Einsatz aktiv von Mitgliedsorganisationen des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützt. Neben ADRA Deutschland e.V., Arbeiterwohlfahrt International e.V., Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V., Islamic Relief Deutschland e.V. solidarisieren sich ebenso das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care, World Vision Deutschland e.V. sowie die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. mit SOS Méditerranée und verleihen der Forderung zur ungehinderten Rettung von Menschen aus Seenot weiter Nachdruck.Derzeit sterben im Mittelmeer so viele Menschen wie schon lange nicht mehr: Allein seit Beginn des Jahres sind 1.129 Menschen im zentralen Mittelmeer ertrunken. Der Monat Juni, in dem Italien die Häfen für private Rettungsschiffe schloss, war der tödlichste Monat seit fünf Jahren: fast 600 Menschen starben alleine in diesem Zeitraum.

Anlässlich der anhaltenden dramatischen Lage im zentralen Mittelmeer, welche nach wie vor die tödlichste Fluchtroute der Welt darstellt, stellt SOS Méditerranée erneut die Forderung an die europäischen Regierungen, endlich gemeinsam eine Lösung zur Rettung von Menschen im Mittelmeer zu finden.

„SOS Méditerranée schließt eine Lücke im Mittelmeer. Das Recht auf Leben darf nicht in Frage gestellt werden – das Mittelmeer ist kein rechtsfreier Raum,“ betont Christian Molke, geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V..

„Wir freuen uns, „Aktion Deutschland Hilft“, das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, in unserem Rücken zu wissen. Diese Unterstützung sendet ein wichtiges Signal: Dass in Zeiten, in denen die Zivilgesellschaft zunehmend unter Druck gesetzt wird, die deutschen humanitären Organisationen zusammenstehen, um die Würde und Menschlichkeit von Schutzsuchenden zu verteidigen“, so Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Méditerranée Deutschland.

>> Zur Projektbeschreibung der Zusammenarbeit des Konsortiums und SOS Méditerranée.

 

© Foto: Anthony JEAN/SOS Méditerranée

Kinder sind unsere Zukunft – Am 20. September ist Weltkindertag und Start der „Aktion Kinder helfen Kindern!“

Um auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Kinderrechte aufmerksam zu machen und sich für diese einzusetzen, riefen die Vereinten Nationen 1954 den Internationalen Kindertag ins Leben. Diesem Auftrag folgen 145 Staaten mit verschiedenen Aktionen und Festen. In Deutschland wird der Weltkindertag am 20.09. begangen, viele Städte nehmen daran teil. ADRA ist in Darmstadt dabei.

Mit dem Motto „Kinder brauchen Freiräume!“ wird seitens des Deutschen Kinderhilfswerks und UNICEF dazu aufgerufen, Kindern mehr Möglichkeiten zur Beteiligung in unserer Gesellschaft einzuräumen. „Kinder und Jugendliche wollen ihren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Dafür ist es notwendig, dass wir ihnen Freiräume eröffnen, damit sie ihre Ideen und Wünsche einbringen und ihr persönliches Potential entfalten können“, so Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Neben weltweiten Projekten in der Entwicklungs- und Nothilfe ist ADRA für Kinder in Deutschland und Europa aktiv. ADRA transportiert jedes Jahr in der Weihnachtszeit mit der „Aktion Kinder helfen Kindern!“ zehntausende Geschenkpakete in osteuropäische Länder und sorgt so für einen kleinen Hoffnungsschimmer im Leben dieser Kinder. Gepackt werden die Pakete von Kindern, ihren Eltern und Großeltern aus ganz Deutschland, mit dem Ziel zu lernen, etwas von sich an andere abzugeben. Diese Aktion schon Ressourcen und macht Kindern aus ärmeren Gesellschaften eine Freude zu Weihnachten. Weitere Infos zu der bundesweit jährlich stattfindenden Aktion gibt es unter www.kinder-helfen-kindern.org.

Fest zum Weltkindertag am 23. September in Darmstadt

Darmstadt feiert am 23.09. ein großes Fest zum Weltkindertag, mehr als 50 Einrichtungen und Organisationen erhalten hier von 11:30 bis 18:00 die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren. ADRA ist auf dem Luisenplatz in der Wilhelminenstraße dabei und steht für Interessierte zur Verfügung.