Wir dürfen niemanden zurücklassen

Weltwassertag„Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. So lautet der Leitspruch für den Weltwassertag 2019, der am 22. März stattfindet.

Das Problem geht uns alle an

Über zwei Milliarden Menschen verfügen über keinen Zugang zur regelmäßigen Nutzung von sauberem Trinkwasser. Und für fast 4,5 Milliarden ist die sichere Verwendung von Sanitäranlagen nicht möglich. Laut Weltwasserbericht 2019 bedroht die Knappheit der Wasserressourcen aber auch die generelle Ernährung. Bis 2050, so rechnet man, könnte dadurch die weltweite Getreideproduktion um 40 Prozent sinken – bei einem weiteren prognostizierten Anstieg der Weltbevölkerung auf fast 10 Milliarden! Von den zu erwartenden Hygienemängel ganz zu schweigen…

Nur drei Prozent des Wassers auf der Erde ist süß

97 Prozent des Wassers ist Salzwasser. Circa zwei Drittel des Süßwassers sind in den Polkappen und Gletschern eingefroren: Tendenz stark fallend, da die Klimaerwärmung diese zum Schmelzen bringt und das getaute Wasser dadurch größtenteils durch den Abfluss in die Weltmeere nicht mehr genutzt werden kann. Es gilt, unsere Wasserreserven effizient zu nutzen, einzuteilen und gerecht aufzuteilen. Wieviel Wasser benötigen wir für Landwirtschaft, Industrie, Freizeit, Haushalt? Und wieviel Wasser benötigt die Natur, von der wir leben?

Ungleiche Wasservorräte – verursacht durch verschiedene Faktoren

In Afrika lebt die Hälfte der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser besitzen. Nur ein Viertel der Bevölkerung südlich der Sahara haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und knapp 30 Prozent zu eigenen sanitären Anlagen.
Liegt das Problem in Afrika auch an klimatischen Gegebenheiten, so müsste man annehmen, dass hier in Europa dieses Problem nicht auftreten kann. Falsch gedacht! Zwar ist die Wasserknappheit in unseren gemäßigten Breitengraden aufgrund der Lage nicht so ausgeprägt, dennoch gibt es auch bei uns in Europa Regionen, in denen die Einwohner im wahrsten Sinne des Wortes jeden Tag um Wasser und Hygiene kämpfen müssen.

Ukraine – Krieg nicht nur um Land, sondern auch um Wasser

Das ressourcenreiche Land in Osteuropa hat ebenfalls Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Derzeit sind die Städte der östlichen Regionen im Kriegszustand und aufgrund der Kämpfe sind die Wasserversorgungssysteme teilweise oder völlig zerstört. Der mangelnde Zugang zu Wasser und seine schlechte Qualität gefährden die Gesundheit der Menschen in der Ukraine. Vor allem Alte und Kinder sind anfällig für Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden. Wir alle zusammen können das Leben von Menschen in Not verbessern! ADRA unterstützt Projekte in den Bereichen Wasser, Hygiene und Sanitär in der ganzen Welt. In der Ukraine hilft ADRA bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und fördert gleichzeitig den Wiederaufbau und Isolation der Häuser und die Versorgung mit Kohle und Kesseln, um Häuser und Wasser in der kalten Jahreszeit erwärmen zu können.

Sie können ein Teil dieses Projektes sein, lassen Sie uns zusammen Menschen in Not helfen! (AUR und MSc)