Außenminister besucht Trinkwasser-Verteilung von ADRA in der Ostukraine

Bei seiner Reise in der Ostukraine sprach Außenminister Heiko Maas im Rahmen einer Trinkwasser-Verteilung von ADRA mit betroffenen Anwohnern. ­­In den umkämpften Regionen Donezk und Luhansk hilft ADRA mit Reparatur- und Nothilfemaßnahmen.

Donezk/Weiterstadt, 06. Juni 2018. Außenminister Heiko Maas traf am vergangenen Freitag im Rahmen einer Trinkwasser-Verteilung von ADRA die Einwohner des ostukrainischen Dorfes Berdyanske, die nach wie vor von den Kampfhandlungen in der Region und deren Folgen betroffen sind. ADRA ist in dem Gebiet mit einem Nothilfeprojekt tätig und unterstützt die lokale Bevölkerung.

Die Ausgabe von Trinkwasser, von der sich der Außenminister einen Eindruck verschaffen konnte, findet in Berdyanske seit Anfang Juni statt und ist Teil des gemeinsamen Nothilfeprojekts von ADRA Deutschland und ADRA Ukraine. Die Verteilung von Trinkwasser und Instandsetzung zerstörter Wasserinfrastruktur entlang der Frontlinie in der Region Donezk wird noch bis Ende des Jahres weitergehen.

ADRA engagiert sich in der Ostukraine seit zwei Jahren in den am stärksten betroffenen Regionen Donezk und Luhansk. Zu dem Projekt gehört auch, dass ADRA Wohnhäuser, die durch den Krieg zerstört wurden, instand setzt und Heizmaterial an bedürftige Haushalte verteilt. So können Menschen in ihrer Heimat bleiben und werden nicht zur Flucht gezwungen.

Darüber hinaus wird Hilfestellung bei der Überwindung der Kriegserlebnisse gegeben, vor allem bei Kindern. Teams von Psychologen und Sozialarbeitern besuchen die Dörfer entlang der Front, leisten psychosoziale Hilfe, betreuen Kinder und Jugendliche an Schulen und bieten mit einem mobilen Spielmobil Kindern die Chance zum ungestörten Spielen und Lernen. Verschiedene therapeutische Angebote fördern die Überwindung der Traumata. Bilder von brennenden Häusern, Granateneinschläge und der Verlust von

Familienangehörigen wirken lange nach. Daher werden auch 50 lokale Psychologen und Sozialarbeiter in Traumatherapie geschult, um nachhaltige Hilfe zu fördern. Das Projekt wird durch das Auswärtige Amt unterstützt.