Aus dem Flüchtlingslager in die Schule

Awes ist sieben Jahre alt und lebt im somalischen Flüchtlingslager Marino in Kismayu, Somalia, gemeinsam mit seiner Mutter Fatumo und sechs Geschwistern. Sein Vater ist bereits gestorben und Fatumo muss die Familie alleine ernähren. Doch das Geld ist meist zu knapp, um für alle Kinder das Schulgeld zu zahlen.

Wie Awes geht es vielen Kindern auf der Flucht. Laut Vereinten Nationen befinden sich sieben Millionen Minderjährige auf der Flucht, nur knapp die Hälfte von ihnen kann in die Schule gehen. Entweder weil es keine Angebote gibt, die Schule zu teuer ist oder sie nicht dürfen. Doch damit will sich ADRA nicht abfinden. Deshalb übernimmt ADRA das Schulgeld für 2.400 Kinder aus der Region.

„Als ich von der Einschulungskampagne von ADRA hörte, brachte ich meine Kinder sofort in das Einschulungszentrum und meldete sie alle in der Schule an. Ich bin froh, dass sie nun zur Schule gehen können“, sagt Fatumo.

Zunächst geht Awes ein Jahr lang in eine Art Aufbauklasse, bevor er dann im Sommer auf eine reguläre Schule wechseln wird. Wenn er fleißig lernt, wird Awes die gesamte Grundschule durchlaufen und zu dem Drittel der Bevölkerung gehören, die lesen und schreiben können.

„Ich bin froh, dass ich zur Schule gehen darf. Jetzt kann ich lesen und schreiben lernen. Mein Traum ist es einmal selbst zu unterrichten“, sagt der siebenjährige Awes.

ADRA arbeitet in Somalia zusammen mit ECHO (Europäisches Amt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz), Aktion Deutschland Hilft und Save the Children.