Anpassung an Klimaveränderungen verbessert die Ernährungssituation im Osten Kenias

Ausgeprägte Trockenzeiten im Osten Kenias führen zu unfruchtbaren Böden und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. Die Ernten der Kleinbauern können ganzjährig die Familien nicht ausreichend ernähren, Unterernährung und Hungerkrisen sind die Folge. ADRA ist an sechs Standorten in Kenia aktiv, um die Ernährungssicherheit mit Bewässerungssystemen langfristig zu verbessern.

Die Flüsse in Mwingi Central im County Kitui führen nur während der sporadischen und unsicheren Regenzeiten ausreichend Wasser. Die natürliche Vegetation besteht aus Trocken- und Dornensavanne. Der Großteil der hier lebenden Bevölkerung gehört der Ethnie der Kamba an, der viertgrößten Ethnie Kenias. Sie haben eine lange Tradition als zuverlässige Händler zwischen Küste und dem Binnenland, die sesshaften Kamba leben zu 80 Prozent als Kleinbauern von den Produkten, die sie auf ihren Feldern anbauen. Hauptanbaufrüchte sind Mais, angepasste Sorghum- und Hirsearten und verschiedene Bohnensorten. Dabei ist der Anbau aufgrund der trockenen Lehm- und Sandböden schwierig. Die Felder sind nährstoffarm und die Weideflächen für Ziegen, Schafe und Rinder kaum nutzbar. Die Bevölkerung im Osten Kenias leidet wegen der Dürre immer wieder unter saisonaler Lebensmittelknappheit und ist von Hilfsgütern abhängig. Aufgrund der Bodendegradation, Überweidung und Umweltschäden wie dezimierte Waldbestände kommt es regelmäßig zu Unterernährung und Hungersnöten in dieser Region.

Nachhaltige Maßnahmen zur Wasserkonservierung

Das Projekt in County Kitui wurde von der Dorfbevölkerung initiiert und partnerschaftlich von ADRA geplant. Entlang des Flussbettes werden an sechs Standorten jeweils ein Sanddamm- und Bewässerungssysteme für 500 Gärten angelegt. 3.000 Kleinbauern der ärmsten Dörfer können durch dieses Wassergewinnungsverfahren ihre Böden und Felder ertragreicher bewirtschaften und die Produktion für den Eigenbedarf und den Verkauf steigern. 300 Haushalte profitieren von den Umweltschutzmaßnahmen und 120 Hektar degradierte Landflächen werden durch Wiederaufforstung und Bodenanreicherungstechniken zum Anbau von Feldfrüchten nutzbar gemacht. Zur Unterstützung werden 15 Dorf-Marketinggruppen sowie 50 Dorf-Spargruppen gegründet. 1.300 Haushalte können ihr Einkommen dadurch zusätzlich steigern. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit setzt das Projekt auf Partizipation und Kooperation mit der Bevölkerung vor Ort. Der Aufbau von Kapazitäten zum Thema Umwelt- und Ressourcenschutz befähigt die Kamba, langfristig selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können und ihre unsichere Ernährungssituation zu stabilisieren.

 

Projektlaufzeit: 01.12.17 – 31.10.20

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