Am 6. November ist Internationaler Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten

1971 – der letzte amerikanische Flieger gleitet über Vietnam und versprüht literweise giftiges Entlaubungsmittel über dem Land. Noch heute leiden Menschen unter den Folgen des wohl größten Chemie-Angriffs der Geschichte. Das Gift TCDD hat im ganzen Land irreparable Schäden verursacht und befindet sich weiterhin im lokalen Nahrungsangebot. Es ist keine Seltenheit, dass die Zerstörung und Ausbeutung der Natur strategisch in Kauf genommen wird, um kriegerische Ziele zu erreichen.

Es handelt sich hier um einen Teufelskreis, denn kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, werden nachhaltige Lebensgrundlagen zerstört, beispielsweise durch das Vergiften von Trinkwasser. Eine Verknappung der Ressourcen ist die Folge. Dies stellt eine große Belastung für die Menschen dar und wird häufig Ursache für neue Auseinandersetzungen.

Dieser Internationale Gedenktag findet jährlich am 6. November statt und wurde von den Vereinten Nationen 2001 ins Leben gerufen. Er soll ein Bewusstsein für die beschriebene Problematik wecken und gleichzeitig eine Mahnung sein, die Vergangenheit nicht zu vergessen. Kurzfristige Kriegsziele dürfen Lebensbedingungen nicht radikal verschlechtern. Die schwerwiegenden Folgen für Menschen und Natur beeinträchtigen häufig auch kommende Generationen.

Die UN hat 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert, welche weltweit Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene sichern sollen. Eine der Kernbotschaften ist, den Planeten zu schützen und Ökosysteme zu stärken. Der Zusammenhang zwischen den Zielen der UN und der Verhütung der Ausbeutung der Umwelt besteht darin, dass eine nachhaltige Entwicklung nicht erreicht werden kann, wenn die Umwelt weiterhin dermaßen durch Kriege geschwächt wird.

ADRA Deutschland e.V. setzt sich weltweit für die Umsetzung dieser Ziele ein. Sie unterstützen die Weltgemeinschaft darin, globale Herausforderungen wie Hunger, Armut und den Klimawandel zu bewältigen. Auch im Bezug auf die beschriebene Problematik gibt es einige Hilfsprojekte von ADRA. Ein Beispiel für die humanitäre Arbeit, die ADRA für Menschen in bewaffneten Konflikten leistet, ist die Seenotrettung. Auf der Flucht über das Mittelmeer nach Europa ertrinken unzählige Menschen, wogegen ADRA vorzugehen versucht. Ein weiteres Beispiel sind Projekte in der Ostukraine. Der dort herrschende Bürgerkrieg hat zur Folge, dass Infrastrukturen zusammenbrechen und ein Mangel an wesentlichen Gütern wie Wasser, Strom und Heizung herrscht. Bildung und Gesundheit ist für einen Großteil der Bevölkerung nicht zugänglich. ADRA hilft vor Ort über 13.000 Menschen.

Den Folgen einer Auseinandersetzung wird häufig wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die UN und Hilfsorganisationen wie ADRA setzen sich dafür ein, dass die Ausbeutung der Umwelt durch Kriege nicht in Vergessenheit gerät und schon bestehenden Schäden behoben werden.

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