Die Hoffnung kehrt in den Familien zurück

Am 17. Dezember 2020 wurde der Inselstaat Fidschi von einem starken Sturm überrascht. Vier Wochen nach den Ereignissen sind viele Einwohner immer noch ohne Obdach und versuchen inmitten der Trümmer zu überleben. Unterstützung bekommen sie nun von ADRA.

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis 345 Kilometer pro Stunde fegte der tropische Wirbelsturm „Yasa“ über das Urlaubsparadies hinweg. Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Unmittelbar nach der Katastrophe hatte ADRA mit der Verteilung von Trinkwasser und Hygienesets (WASH) erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Im Fokus der Hilfe stand das Überleben der Betroffenen. Die Aktivitäten der ADRA Kolleginnen und Kollegen ergänzte die Hilfe der Regierungsstellen, die unter anderem Lebensmittel verteilten.

Nun möchten wir den Menschen längerfristig zur Seite stehen. Wenn Katastrophen sich ereignen, leiden arme und sozialbenachteiligte Menschen im besonderen Maße unter deren Folgen. Sie haben kein Geld, um ihren Familien einen sicheren Neuanfang zu gewährleisten. Deshalb haben ADRA und CARE zusammen mit der Unterstützung der Europäischen Union ein sechsmonatiges humanitäres Hilfsprojekt ins Leben gerufen. Menschen in Not werden durch Nahrungsmittelhilfe, Hygienemaßnahmen und Notunterkünfte unterstützt. Die Hilfe erhalten die Menschen in Form von Bargeldhilfen, Kleidung, Hygienekits und Baumaterialien. Außerdem sollen Wassertanks den Zugang zu sauberem Trinkwasser sicherstellen. Während die ersten Reparaturmaßnahmen in den betroffenen Gebieten anlaufen, finden die, die ihr Zuhause verloren haben, in Notunterkünften eine Bleibe und Schutz. Im Rahmen des Projektes werden knapp 20.000 Betroffenen Unterstützung erhalten.

Seine Exzellenz EU-Botschafter Sujiro Seam[1] begleitete die ADRA Kollegen in ihrer Arbeit vor Ort, um die Verteilung der Bargeldhilfen zu begleiten. Dabei gab er den Startschuss für das von der Europäischen Union finanzierte Nothilfeprojekt. Wie bedeutend die Hilfe für die Menschen ist, erklärte die 35-Jährige Ana Leda aus Fidschi: „Wir sind für eure Hilfe sehr dankbar. Wir haben mit dem Sturm alles verloren. Das Einzige war mir bleibt, sind meine Kinder. Mit dem Geld kann ich für uns Essen kaufen und die Kinder wieder in die Schule schicken. Gott segne euch und eure Arbeit.“

[1] Seine Exzellenz EU-Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen für den Pazifik.
Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union.


                                 

Unterstützung von ADRA bei der Versorgung von Wasser auf Fidschi


Zyklon Yasa: Hat sich die Katastrophenvorsorge auf Fidschi bewährt?

Stand 18. Dezember 2020 | Matthias Münz

Menschen, die von einer Naturkatastrophe betroffen sind, werden in diesem Jahr kein fröhliches Weihnachtsfest erleben. Aber die Unterstützung aus der ganzen Welt könnte Hoffnung bringen. Während wir uns auf Weihnachten vorbereitet, genießt der südliche Teil der Erdkugel den Sommer, jedoch nicht überall. Die paradiesischen Fidschi-Inseln wurden in der Nacht vom 17. auf 18. Dezember 2020 vom tropischen Wirbelsturm Yasa heimgesucht. Der Zyklon wütete letzte Nacht drei Stunden lang und richtete in Gemeinden verheerende Schäden an.

Durch Katastrophenvorsorge und sorgfältige Planung konnten sich ganze Dörfer in Evakuierungszentren in Sicherheit bringen. ADRA plant, in den nächsten ein bis zwei Tagen Wasser-, Sanitär- und Hygienesets (WASH) an die Familien zu verteilen, gefolgt von einem größeren langfristigen Wiederaufbauprogramm.

Netzwerk aus Hilfsorganisationen auf Fidschi

Auf Fidschi haben sich verschiedene Hilfsorganisationen und Kirchen, zu einem Netzwerk für Katastrophenvorsorge zusammengeschlossen. Dieser „Church Agency Network for Desaster Operations“ (CANDO) gehören ADRA und mehrere STA-Kirchengemeinden an. Der Zyklon Yasa war vielleicht die erste große Bewährungsprobe der Katastrophenvorsorge.

Unsere Hilfe wurde auch von offizieller Stelle wahrgenommen. Seine Exzellenz Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) für den Pazifik. Und twitterte vor der Katastrophe: „Wir sind schon lange hier in Fidschi, und wir werden noch lange hier in Fidschi sein, was wir brauchen, ist eine Partnerschaft mit zuverlässigen Organisationen, und ich freue mich sagen zu können, dass ADRA eine von ihnen ist“. Das Vertrauen ehr uns und spornt uns an. Auch in der Katastrophe genießt ADRA das Vertrauen der Menschen.

Unsere Hilfe wurde auch von offizieller Stelle wahrgenommen. Seine Exzellenz Botschafter Sujiro Seam ist Leiter der Delegation der Europäischen Union (EU) für den Pazifik. Und twitterte vor der Katastrophe: „Wir sind schon lange hier in Fidschi, und wir werden noch lange hier in Fidschi sein, was wir brauchen, ist eine Partnerschaft mit zuverlässigen Organisationen, und ich freue mich sagen zu können, dass ADRA eine von ihnen ist“. Das Vertrauen ehr uns und spornt uns an. Auch in der Katastrophe genießt ADRA das Vertrauen der Menschen.

In den nächsten Tagen wird das Ausmaß des Zyklon erst richtig deutlich. Anschließend werden wir die Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge erst richtig bewerten und gegebenenfalls anpassen können. Schon heute steht fest, Vorsorge rettet Leben.

Unterstützen auch Sie die Arbeit von ADRA mit Ihrer Spende unter dem Spendenstichwort „Katastrophenhilfe“