Welttag der Frauengesundheit – kein Tag wie jeder andere

Am 28. Mai wird der internationale Tag für die Gesundheit der Frauen begangen. Anlässlich dieses Jahrestages ruft ADRA alle Menschen dazu auf, sich für die Gesundheit und die Rechte der Frauen weltweit einzusetzen.

Warum? Gibt es nicht schon den internationalen Frauentag am 08. März? Am internationalen Frauentag wird auf die fehlende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stehen die sozialen, politischen und kulturellen Rechte der Frauen. Am 28. Mai wird hingegen das Recht aller Frauen auf eine uneingeschränkte medizinische Versorgung erinnert. Gesundheit ist ein hohes Gut und Voraussetzung für ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben. Leider sterben noch viele Frauen weltweit, insbesondere in den Entwicklungsländern, weil sie nicht rechtzeitig medizinisch behandelt werden können. Krankenhäusern gibt es ist oft nur in den Großstädten. Der Weg dorthin ist für viele Frauen, die auf dem Land leben, sehr weit und gefährlich. Hinzu kommen die Kosten einer medizinischen Behandlung, die sich Frauen selten leisten können, weil sie entweder über kein eigenes Einkommen verfügen oder ihre Familie in Armut lebt.

Die Notlage, in der sich viele Frauen befinden, hat Konsequenzen. Angaben der Weltgesundheitsorganisation zufolge, stirbt alle elf Sekunden eine Mutter an den Folgen von Komplikationen bei der Schwangerschaft oder bei der Geburt. In der Südhalbkugel ist die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate am höchsten[1]. Frauen sind auch verstärkt Opfer häuslicher Gewalt oder Ausbeutungen ausgesetzt, die ein Leben in Frieden und Glück verhindern.

Mit ihrer Unterstützung fördert ADRA weltweit, in unterschiedlichen Projekten, die Aufklärung, die Prävention und den Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Frauen. Ob in unseren Krankenhäusern im Jemen, in den Jugendheimen in Thailand oder in Dörfern in Kenia, wir setzen uns für die Unversehrbarkeit der Frauen ein und bieten ihnen Schutz vor Übergriffen und Ausbeutungen. Jede sollte das Recht genießen, ein Leben in Würde zu führen. Wir dürfen niemanden zurücklassen. Nur gemeinsam können wir die Missstände in dieser Welt aufheben.

[1] In einer Pressemitteilung von UNICEF aus 2019 heißt es: „Für Frauen im südlichen Afrika ist das Risiko, dass sie im Lauf ihres Lebens während der Schwangerschaft oder Geburt sterben, 1:37 – im Vergleich zu 1:6500 in Europa“ (Link: https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2019/neue-zahlen-kindersterblichkeit-und-muettersterblichkeit/199458#:~:text=%C3%9Cber%20290.000%20Frauen%20haben%202017,der%20Geburt%20und%20unmittelbar%20danach).

Sie wollen die Arbeit von ADRA Deutschland e.V. unterstützen?