Weltflüchtlingstag – ADRA gibt Geflüchteten eine Stimme

In der Hoffnung auf ein neues Leben an einem sicheren Ort sind weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg, Verfolgung, Hunger, wirtschaftlicher Not und anderen Bedrohungen. Diesen Menschen ist der heutige Weltflüchtlingstag gewidmet, der im Jahr 2000 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. ADRA gibt Geflüchteten, Asylsuchenden und Staatenlosen eine Stimme und setzt sich im Rahmen verschiedener Projekte für sie ein.

©Aktion Deutschland Hilft/Fulvio Zanettini
©Aktion Deutschland Hilft/Fulvio Zanettini

Obwohl derzeit so viele Menschen auf der Flucht sind, wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, sollten Geflüchtete nicht auf Statistiken, Zahlen und Quoten reduziert werden – Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte.

Hilfe auf verschiedenen Ebenen notwendig

Sowohl in den Krisenregionen selbst, als auch auf den zahlreichen Fluchtrouten benötigen die Betroffenen schnelle und wirksame Hilfe. Ihnen fehlt es oft am Nötigsten. Am Ende ihrer Flucht ist ihre Leidensgeschichte meist noch nicht vorbei. Sie leben in provisorischen Unterkünften, benötigen Unterstützung, sind traumatisiert, verzweifelt und wissen nicht was die Zukunft bringt.

Häufig gestaltet es sich schwierig, den Vertriebenen auf längere Sicht zu helfen. Viele von ihnen fliehen vor menschlich verursachten Konflikten und Krisen und diese folgen keinen Regeln und sind damit unberechenbar. Ihre Dimensionen werden ständig größer und die Zusammenhänge komplexer. Die Not- und Entwicklungshelfer sind daher mit kaum kontrollierbaren und teils lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen konfrontiert.

ADRA engagiert sich für Geflüchtete weltweit

In Form von verschiedenen Projekten engagiert sich ADRA weltweit für Geflüchtete, um deren Not zu lindern und ihnen wieder eine Perspektive zu geben. Zwischen 2010 und 2015 hat ADRA über fünf Millionen Geflüchtete und Vertriebene unterstützt. Beispielsweise bietet ADRA Deutschland syrischen Flüchtlingskindern im Libanon Zugang zu Bildung durch Schulunterricht in einem geschützten Umfeld.

Geflüchteten aus Myanmar gibt ADRA in Thailand die Chance auf Weiterbildung. Die Geflüchteten erlernen am Arbeitsmarkt gefragte Berufe, wodurch ihre Rückkehr nach Myanmar erleichtert wird. Auch in Griechenland ist ADRA für Flüchtlinge im Camp Petra Olympou aktiv. Im Jemen bietet ADRA medizinische Grundversorgung für Binnenvertriebene an.

Die Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“

Um einen Beitrag zur Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland zu leisten, haben ADRA Deutschland e.V., das Advent-Wohlfahrtswerk e.V., die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und die Theologische Hochschule Friedensau das Konsortium „Gemeinsam für Flüchtlinge“ gegründet. Innerhalb dieses Bündnisses bestehen Projekte, die das Selbsthilfepotential von Geflüchteten und Migranten sowie deren Integration fördern.