„Und plötzlich war das Wasser da“

„Als ich in dieser Nacht aufwachte, stand das Wasser plötzlich im Haus. Wir konnten nicht weg, das Wasser war überall. Wir haben uns aufs Dach geflüchtet und dort die Nacht verbracht. Bis zum Nachmittag blieben wir auf dem Hausdach, dann ist es eingestürzt. Wir haben in den Fluten alles verloren. Unser Vieh, unsere Vorräte und unser gesamtes Hab und Gut.“

„Wenigstens hatte der Hunger ein Ende als ADRA kam.”

Gabriel und Mateus haben, wie viele andere, durch die Katastrophe ihre Existenz verloren. Eine Spirale setzt sich in Gang: zuerst verlieren die Landwirte ihre Ernten, dann kommt es zu Hungersnöten im Land. Der Zyklon zerstört die Vorräte und Samen für die nächste Aussaat, es kommt zu langanhaltenden Hungersnöten. ADRA hat darauf schnell reagiert und Lebensmittel, in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm, an die Bedürftigen verteilt.
Nach einem Zyklon mit Überschwemmungen steigt die Gefahr von Erkrankungen aufgrund der hygienischen Bedingungen. In den drei Ländern breiten sich Fälle von Cholera und Malaria aus. ADRA hilft den Menschen mit Medikamenten, Moskitonetzen und bei der Wasseraufbereitung.

ADRA entsendete Experten ins Katastrophengebiet

„Ich kam vier Wochen nach der Katastrophe in Mosambik an. In einigen Teilen des Landes hatte sich die Lage bereits normalisiert. Das heißt, die Märkte waren wieder geöffnet, die Menschen ha-ben wieder Zugang zu Lebensmitteln und eine ge-wisse Grundversorgung. Schulen öffnen nach und nach wieder. Aber es ist noch nicht so wie vor dem Zyklon. Über 70 Prozent der Ernten wurden durch.

 

Gabriel Salvador Mabona, Landwirt aus Mosambik, erlebte die Zyklone, die im Frühjahr 2019 in kurzer Folge den Südosten Afrikas trafen. In Mosambik, Malawi und Zimbabwe richteten die Stürme schwerwiegende Verwüstungen an, zerstörten Häuser, Straßen und einen Großteil der Ernten.

Wirbelstürme, Zyklone oder Hurrikans sind Stürme, die sich auf dem Meer bilden und eine große Zerstörungskraft besitzen. Das Auge des Sturms kann im Durchschnitt bis zu 40 Kilometer breit sein.Wenn der Wirbelsturm auf Festland trifft und sich auf den Weg ins Landesinnere begibt, verliert er durch die Reibung an der Erdoberfläche und die fehlende Warmwasserheizung des Meeres erheb-lich an Kraft. Die Zyklone Idai und Kenneth haben 3 Millionen Menschen in Malawi, Mosambik und Zimbabwe getroffen, über 1.000 Menschen haben die Naturkatastrophe nicht überlebt. Der Zyklon Idai im März hat im Südosten Afrikas große Zerstörung hinterlassen: Der Wirbelsturm riss Häuser, Brücken und Straßen mit sich. In den Tagen vor und nach dem Zyklon regnete es in den betroffenen Ländern Mosambik, Simbabwe und Malawi zudem auch heftig. Vielerorts herrschte Hochwasser.

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