Überleben im Krieg

Jemen - Kinder in der SchuleLängst macht der Krieg im Jemen keine Schlagzeilen mehr. Und doch hat der Jemen die traurige „Ehre“, das Land mit dem größten humanitären Bedarf der Welt zu sein.

Seit Beginn des Konfliktes im Jahr 2015 berichten wir über das Leid der Menschen und unsere Arbeit vor Ort. Gemeinsam mit der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unserer Spenderinnen und Spender unterhält ADRA acht Gesundheitseinrichtungen, um dort zu sein, wo Hilfe gebraucht wird.

In den Regionen Al Hudaydah, Hajjah, Saada, Abyan und Lahj bietet ADRA kostenlose medizinische Nothilfe für etwa 660.000 Menschen an. Wir kümmern uns besonders um Babys und Kleinkinder, die an chronischer Unterernährung leiden. Außerdem bauen wir die Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen mit neuen Entbindungsstationen auf bzw. aus. Mutter und Kind werden für die Geburt mit dem Nötigsten ausgestattet, damit es zu keinen Komplikationen kommt. Dazu gehören neben einer guten medizinischen Betreuung auch gesunde und ausgewogene Mahlzeiten.

In einem vom Krieg und Zerstörung geprägten Land möchten wir der Bevölkerung langfristig eine Gesundheitsversorgung anbieten. In den nächsten zwei Jahren investieren wir in die Ausbildung von neuen Fachkräften, Gebäude, Ausstattung der Kliniken und Digitalisierung.

Für Familien ist die medizinische Hilfe von ADRA im Jemen unerlässlich, um das Wohlergehen ihrer Kinder  zu gewährleisten. „Mein Sohn war die ganze Zeit krank. Ich war verzweifelt. Ich hatte Angst, dass er stirbt. Ich hatte keine Möglichkeit einen Arzt zu bezahlen“, sagt Fathiya, die Mutter des kleinen Jeyad. „Eine befreundete Familie hat mich zu einer Gesundheitseinrichtung von ADRA gefahren. Seitdem mein Kind von den Ärzten behandelt wird, geht es ihm viel besser. Er hat Medikamente und eine spezielle Erdnusspaste bekommen. Er hat Gewicht zugelegt und wird jeden Tag kräftiger. Ich bin ADRA und den Menschen in Deutschland, die diese Hilfe möglich gemacht haben, sehr dankbar.“

Ohne die großartige Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender wäre diese Hilfe nicht möglich. Im Dezember 2020 lief bei ADRA Deutschland eine Spendenkampagne, um die medizinische Hilfe im Jemen weiter ausbauen zu können. Innerhalb kürzester Zeit  haben wir es gemeinsam geschafft, die nötigen Mittel aufzubringen, um die Menschen im Jemen nicht im Stich zu lassen. Danke!!

Unterstützen auch Sie unsere Projekte im Bereich Gesundheit.
Danke!