Respekt, Sicherheit und Menschenwürde für alle: Am 21. September ist Weltfriedenstag

18 Kriege und über 220 gewalttätige Konflikte weltweit zählten Statistiker im Jahr 2016. Viele Gründe, sich wieder auf den Frieden zu besinnen. Am 21. September ist Weltfriedenstag. An diesem Datum findet alljährlich die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN), der obersten Friedenshüter, in New York statt. 1981 verabschiedeten die UN-Vertreter eine Resolution, die den Tag offiziell zum „International Day of Peace“ erhob. 2017 steht der Tag unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden: Respekt, Sicherheit und Menschenwürde für alle“.

Die Krisenherde der Welt liegen im Nahen Osten und in Afrika. In Syrien tobt seit Jahren der Bürgerkrieg, auch im Irak und in Afghanistan wüten Terror und Krieg. Ebenso im türkischen Kurdengebiet, dem Jemen und in Libyen. Der Südsudan versank zwei Jahre nach der Abspaltung vom Sudan erneut in Krieg und Chaos. Terrororganisationen richten viel weit über die Landesgrenzen Nigerias hinaus an. Einziger Krieg auf europäischem Boden ist der immer noch herrschende Konflikt in der Ukraine.

ADRA ist in den meisten Kriegs- und Krisenregionen aktiv. Im Südsudan bekämpft ADRA den Hunger in der Region Upper Nile. Viele Menschen sind hierher vor dem Krieg geflohen. Die Vertriebenen haben alles verloren, sie haben kein eigenes Land oder Vieh. ADRA unterstützt die Menschen, damit sie sich wieder selbst versorgen können. Beispielsweise erhalten sie Ausrüstungen zum Fischfang oder Setzlinge zur Lebensmittelproduktion. Außerdem schult ADRA nicht nur die Vertriebenen, sondern auch die Gastkommunen in nachhaltiger Landwirtschaft und Viehzucht. Beide Seiten profitieren von den Maßnahmen, so dass gleichzeitig ein Gemeinschaftsgefühl wächst.

Der Jemen gilt als „Gescheiterter Staat“: Seit Jahren tobt ein Bürgerkrieg und der Großteil der Bevölkerung überlebt nur noch aufgrund internationaler Hilfe. Die Lage wird immer dramatischer. Die Cholera breitet sich rasant aus. Hunderttausende sind betroffen. ADRA ist seit Jahren im Jemen aktiv und betreibt zwei mobile medizinische Einheiten.

Über den Krieg in der Ukraine wird nur noch selten berichtet. Doch die im Minsker Friedensabkommen vereinbarte Waffenruhe wird nahezu täglich gebrochen. ADRA hilft der Bevölkerung in Not – wie Olga und ihrer Familie. Mit ihrem Mann und den acht Kindern lebte sie zum Schutz vor den Bomben im Keller ihres Hauses. Als das Dach eines Tages zerstört wurde, war die Familie wochenlang der Witterung ausgesetzt. ADRA half, das Dach zu reparieren und Olga ist sich sicher „ohne ein intaktes Dach würden wir erfrieren, denn eine Heizung haben wir nicht.“

Aber auch Zuhause setzt ADRA sich innerhalb der Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“ für jene ein, die nicht in Frieden leben konnten und in Deutschland Schutz suchen. Geflüchtete erhalten innerhalb der Projekte Unterstützung bei Behördengängen, Arztbesuchen oder in Form von Spiel- und Sprachkursen. Dabei begegnet man sich auf Augenhöhe und teilt das Leben miteinander  –  eine gute Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.