Katastrophenvorsorge rettet Leben

Naturkatastrophen wie Erdbeben, Taifune und Überschwemmungen lassen sich nicht vermeiden. Sie führen zu Todesopfern und zerstören Existenzen. Ihre Auswirkungen können aber mit entsprechender Katastrophenvorsorge abgemildert werden. ADRA führt verschiedene Projekte durch, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung in besonders bedrohten Ländern gegenüber Naturkatastrophen zu verbessern.

Wenn Katastrophen eintreten, ist das öffentliche Interesse groß. Weit weniger im Fokus steht dagegen die Katastrophenvorsorge. Aus diesem Grund wurde der Tag der Katastrophenvorsorge ins Leben gerufen, der ihre Bedeutung herausstellt.

Naturkatastrophen lassen sich nicht vermeiden

Die Auswirkungen von Naturkatastrophen sind besonders dann verheerend, wenn die Bevölkerung nicht genügend über die Risiken weiß und sich nicht vorbereiten kann. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Anzahl sowie die Intensität von Naturkatastrophen gerade in den ärmsten Ländern der Erde, die vom Klimawandel besonders betroffen sind, erhöht haben. Aufgrund der dort vorherrschenden schlechten wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen sind die Menschen kaum in der Lage, auf Naturkatastrophen zu reagieren. Ihre Anfälligkeit, Opfer von Katastrophen zu werden, steigt dadurch.

Risiko und Auswirkungen von Katastrophen reduzieren

Durch die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten fördert ADRA die Bevölkerung besonders stark von Naturkatastrophen betroffener Länder, wie beispielsweise Vietnam und Nepal. Ziel ist es, Vorsorgemaßnahmen für erneute Katastrophen zu entwickeln. Die Betroffenen sollen in die Lage versetzt werden, sich schnell auf akute Ereignisse vorzubereiten und angemessen reagieren zu können.

Philippinen: Katastrophenvorsorge durch Wissensvermittlung

Die Philippinen stehen auf Platz drei der am meisten für Naturkatastrophen anfälligen Länder. Es klafft eine weite Schere zwischen Arm und Reich und die benachteiligten Bevölkerungsschichten werden im Katastrophenfall besonders hart getroffen. Das landesweite Netzwerk des ACS (Adventist Community Services) bietet einen guten Weg, um die Lebensumstände dieser Menschen zu verbessern. ADRA unterstützt die Gemeinden in Central Luzon, Central Visayas und North Central Minidanao, indem 300 Kirchenleiter zu Ansprechpartnern für Katastrophenvorsorge sowie zu Mentoren weitergebildet werden. Die Schulungen beinhalten Aspekte des Katastrophenmanagements und der psychosozialen Beratung von Katastrophenopfern.

Nepal: Abläufe und Maßnahmen effektiv umsetzen

In den nepalesischen Distrikten Kavre und Dhading werden an 35 Schulen Seminare und Workshops für Lehrer, Schüler und Eltern durchgeführt. Im Krisenfall sollen hier erarbeitete und trainierte Abläufe und Maßnahmen effektiv umgesetzt werden. Die Lerninhalte umfassen beispielsweise die schnelle Umsetzung von Evakuierungsplänen, den Bau von Schutzvorrichtungen für Menschen, Ernten und Vieh, die Verbesserung von Bewässerungssystemen, Viehhaltung und Landwirtschaft sowie die Sicherstellung der Wasser- und Sanitärversorgung im Notfall. Schulungen zu Hygiene- und Erste-Hilfe-Maßnahmen sollen sich schnell ausbreitende Krankheiten verhindern.