Schaut mit uns zurück, was wir 2020 erreicht haben

Das Jahr 2020 mit allen seinen nie gekannten Herausforderungen liegt hinter uns. Es war wahrlich kein einfaches Jahr. Die Corona-Pandemie hat einige unserer Gewohnheiten verändert und wichtige Fragen des Lebens neu gestellt. Im vergangenen Jahr ereigneten sich weltweit auch andere Katastrophen, die das Leben hunderttausender Menschen erschütterten. 

Als Hilfsorganisation setzte sich ADRA unermüdlich für die Betroffenen ein. Das war nur möglich durch die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender. 

Die Heuschreckenplage in Ostafrika zerstört die Ernte und damit die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort

Anfang 2020:
Heuschrecken verbreiten große Verzweiflung in Äthiopien

Afrika / Asien

Letztes Jahr fielen Wüstenheuschrecken über Teile Asiens und
die Länder am Horn von Afrika her. Besonders Somalia, Kenia und Äthiopien litten unter der Heuschreckenplage. Ganze Felder und wertvolle Weideflächen wurden kahlgefressen.

Die Wüstenheuschrecken sind bis heute noch eine Herausforderung für die Menschen in dieser Region. Das ganze Jahr über haben sich die Schwärme vermehrt und die Ernten vernichtet: Der Hunger wird für mehr als 10 Millionen
Menschen zu einem täglichen Überlebenskampf.

ADRA steht an der Seite der Kleinbauern in Äthiopien und
kämpft gemeinsam mit den Betroffenen gegen den Hunger. Die Kleinbauern erhielten neues Saatgut, um die nächste Ernte vorzubereiten.

Mehr Informationen zur Heuschreckenplage in Ostafrika.

JUNI 2020:
Schwere Überschwemmungen
in Assam

Indien

Im Juni 2020 wurde der indische Bundesstaat Assam von schweren Überschwemmungen getroffen. Der Fluss Brahmaputra trat weit über seine Ufer. Die Fluten haben alles Hab und Gut der ärmsten Bewohner dieser Region in Minuten zerstört. Tausende Ortschaften standen unter Wasser.
Mehr als 7 Millionen Menschen waren unmittelbar von der Katastrophe betroffen und 133 Personen verloren dabei ihr Leben.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit OXFAM kümmerte sich ADRA um fast 100.000 Opfer. Die Betroffenen erhielten Bargeldhilfen für Lebensmittel und Baumaterial für ihre zerstörten Häuser. Der Zugang zu Trinkwasser wurde verbessert und Haushalte bekamen Hygiene-Kits, um eine Ausbreitung der COVID-19-Pandemie und anderer Krankheiten zuvorzukommen.

Mehr zuNothilfeprojekt in Assam.

(Das Projekt wurde gefördert von der Europäischen Union)

AUGUST 2020 – BEIRUT IN TRÜMMERN

Libanon

Am 4. August 2020 hat eine gewaltige Explosion im Hafen von Beirut eine ganze Stadt großflächig verwüstet und deren Einwohner erschüttert. Die Detonation hat enorAme Schäden verursacht. Weite Teile des Hafens sowie der umliegenden Stadtgebiete sind zerstört. 170 Menschen haben ihr Leben verloren, 5.000 weitere wurden verletzt und 300.000 Menschen sind obdachlos.

Bereits kurz nach der Katastrophe hat ADRA mit der Verteilung von Trinkwasser und Nahrungsmitteln erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet, denn seit bereits 7 Jahren existiert ADRA im Libanon.

Langfristig möchten wir denen, die durch die Explosion ihre Wohnung verloren haben, eine Rückkehr nach Hause ermöglichen. Bis Ende Januar erhielten 470 Haushalte 500 USD, um erste Reparaturen durchführen zu können.

Weitere Artikel zur Explosion in Beirut.

(Das Projekt wurde von Aktion Deutschland Hilft unterstützt.)

SEPTEMBER 2020:
Humanitäre Hilfe im Kriegsgebiet

Bergkarabach

Im Südkaukasus kämpften Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach, in der hauptsächlich armenische Bevölkerung lebt. Die Region gehört jedoch seit dem Ende der Sowjetunion zu Aserbaidschan.
Immer wieder kam es zu kriegerischen useinandersetzungen zwischen Armeniern und Aserbaidschanern. Diese führten auch zu Ermordungen und Vertreibungen unter der Zivilbevölkerung.

Im Juli 2020 brachen dann großflächige Kämpfe zwischen schwer bewaffneten Streitkräften der Armenier und Aserbaidschaner aus; die Gefechte entwickelten sich rasant zu den blutigsten Kämpfen seit den 1990er Jahren.

Wenn Bomben fallen sind humanitäre Helfer machtlos. Die Kriegsparteien konnten keinen sicheren Zugang in das Kampfgebiet gewährleisten, so dass wir dort auch keine direkte humanitäre Hilfe leisten konnten.
Doch untätig war ADRA keineswegs. So halfen wir bei der Unterbringung der Geflüchteten und organisierten eine Erstausstattung für die Familien, die all ihr Hab und Gut zurücklassen mussten.

Hier berichtet Roza (82) von ihrer Geschichte in der Region und der Flucht ihrer Familie.

November 2020: Katastrophenvorsorge rettet Leben

Philippinen

Die Philippinen wurden im letzten Jahr von über 20 Wirbelstürmen heimgesucht. Trauriger Höhepunkt war der Supertaifun „Goni“ im November, bei dem mindestens 20 Menschen starben und mehr als 24.000 Familien ihr Zuhause verloren. Die Zunahme von Wirbelstürmen in der Region geht auf den menschengemachten Klimawandel zurück.

Informationen und Hilferuf zum Supertaifun “Goni”

Wir können Naturkatastrophen nicht verhindern, aber wir können uns besser darauf vorbereiten. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung wird Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt.

Auf den Philippinen werden lokale Schutzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhalten Schutzausrüstung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich
nicht selbst helfen können. Es ist der Katastrophenvorsorge zu verdanken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

DEZEMBER 2020:
Ein Paradies ist in Gefahr

Fidschi

Der Südseestaat Fidschi mit seinen mehr als 300 Inseln ist stark gefährdet und buchstäblich vom Untergang bedroht. Hier ist der Klimawandel besonders spürbar und messbar. Der steigende Meeresspiegel, tropische Wirbelstürme
und Sturmfluten bedrohen das Leben der Bewohner. Welle für Welle frisst das Meer das Land entlang der Küstenlinien. Die Heimat vieler Menschen verschwindet einfach.

Katastrophenvorsorge verhindert Leid, bevor es geschieht. Um umfangreiche Maßnahmen wie Simulationsübungen, Ausbildung von Rettungsteams und Evakuierungsplanungen zu bewältigen, schlossen sich verschiedene Hilfsorganisationen und Kirchen zu einem Netzwerk
zusammen. Dieser „Church Agency Network for Desaster Operations“ (CANDO) gehören ADRA und mehrere STA-Kirchengemeinden an.

Mit dem Zyklon “Yasa” im Dezember zeigte sich, dass sich die Katastrophenvorsorge bewährt. 

(Das Projekt wir durch das Katastrophenbündnis
Aktion Deutschland Hilft unterstützt.)

Dezember 2020: Euer Engagement gibt uns Hoffnung –

Aktion „Kinder helfen Kindern“

Wir sind überwältigt und dankbar für die großartige Unterstützung, die wir in diesem schwierigen Jahr für die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ erfahren haben. Während wir im ersten Halbjahr nach Möglichkeiten suchten, wie wir die Aktion im Jahr der globalen Pandemie durchführen können, haben Kinder, Eltern und Freunde unermüdlich schöne Sachen für die Paketaktion gesammelt. Nach dem Abschluss der Sammlung begann umgehend die Planung der Verschickung der Pakete.

Die überwältigende Beteiligung ist für uns Auftrag und Motivation zugleich. Auch wenn dieses Jahr nicht alles glatt gelaufen ist, danken wir euch von ganzem Herzen.

Im Jahr 2020 konnten wir trotz schwieriger Umstände viel erreichen – und das wurde nur möglich gemacht mit der Hilfe unserer Spenderinnen und Spender.

2021 wollen wir genau hier weitermachen! Unterstütze die Arbeit von ADRA mit deiner Spende. Danke!