In Myanmar kehrt die Unsicherheit zurück

Gemeinsam mit unseren Partnerbüros richtet ADRA Deutschland ein Bildungsprojekt in Myanmar aus. Neue Lehrkräfte werden ausgebildet und die Kinder erhalten Schulmaterial. Mit der Unterstützung der Europäischen Union und unserer Spenderinnen und Spender erreichen wir über 40.0000 Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen in 5.000 Schulen.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Lande musste das ADRA Büro vor Ort vorübergehend schließen und die Arbeit vorerst eingestellt werden.

 

Lage in Myanmar

Seit Jahrzehnten herrscht in Myanmar ein Bürgerkrieg. Die langsame demokratische Öffnung des Regimes in den letzten Jahren hatte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft geweckt. Mit dem Putsch des Militärs kehrt die Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen und Vertreibungen zurück. Die neuen Machthaber haben zuletzt einen einjährigen Ausnahmezustand ausgerufen. Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen waren nie ganz aufgehoben, nun drohen sie wieder aufzuflammen.

Lokalen Quellen zufolge sind etwa 3000 Menschen aus einer unbekannten Anzahl von Dörfern in der Gemeinde Hpapun im Bundesstaat Kayin in den umliegenden Dschungel geflohen. Rund 1.000 Menschen wurden in den Gemeinden Nyaunglebin und Kyaukkyi in der Eastern Bago Region vertrieben. Über eine Million Rohingya-Flüchtlinge sind seit Anfang der 1990er Jahre vor der Gewalt in Myanmar geflohen. Der jüngste Exodus fand 2017 statt, als eine großangelegte Militäroffensive in kürzester Zeit rund 771.000 Menschen zur Flucht zwangen. In Thailand und Bangladesch kümmern sich unsere Kolleginnen und Kollegen um die Geflüchteten.

Die asiatischen ADRA-Büros koordinieren sich eng, um die Geflüchteten mit Wasser und Nahrungsmitteln zu versorgen und ihnen eine Bleibe und Schutz zu geben.

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