Humanitäre Flüchtlingskatastrophe in Griechenland

Flüchtlinge in Idomeni
Flüchtlinge in Idomeni
Seit die Grenzen zu Mazedonien geschlossen wurden, stranden immer mehr Geflüchtete in der griechischen Grenzstadt Idomeni. Die humanitäre Not wird immer größer und die Zukunft der Menschen ist ungewiss. Mitarbeiter von ADRA Deutschland sind nach Idomeni gereist, um sich ein Bild von der Situation zu machen und weitere Hilfsmaßnahmen zu planen.

Idomeni ist ein kleines griechisches Dorf an der Grenze zu Mazedonien. Seit Kurzem beherbergt es das größte Flüchtlingscamp Griechenlands. Seit Geflüchtete die Grenze nicht mehr passieren dürfen, campen Tausende von ihnen entlang des Grenzzaunes. Und täglich werden es mehr. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat große Zelte aufgestellt, die kleinen Zelte werden von Straßenverkäufern verkauft oder von den Anwohnern gespendet. Bei winterlichen Temperaturen harren die Menschen in den provisorischen Camps aus, die hygienischen Bedingungen verschlechtern sich zusehends. Krankheiten breiten sich aus und aufgrund der Kälte sind besonders Kinder gefährdet, sich mit einer lebensbedrohlichen Lungenentzündung zu infizieren. Man kann inzwischen von einer humanitären Flüchtlingskatastrophe in Griechenland sprechen.

Mitarbeiter von ADRA Deutschland sind nach Idomeni gereist, um sich ein Bild von der Situation zu machen und weitere Hilfsmaßnahmen zu planen. Dazu gehören die Verteilung von Wasser und Lebensmitteln sowie die psychosoziale Betreuung der Geflüchteten. Diese Hilfe wird dringend benötigt, da sich die Lage in Idomeni dramatisch zuspitzt und eine Entspannung der Situation in den kommenden Monaten nicht zu erwarten ist.