Der Wert des Wassers

Zum Weltwassertag am 22. März: Ohne Wasser ist kein Leben vorstellbar. Jedoch ist Wasser nicht überall gleich verfügbar. Durch den Klimawandel wird Zugang zu Wasser immer unsicherer, Dürren und Überschwemmungen stärker. Die knappe Ressource Wasser ist Segen und Fluch, manchmal direkt hintereinander.

Der Schutz von Gewässern und des Grundwassers zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Um darauf aufmerksam zu machen, findet jährlich am 22. März der Weltwassertag statt. In diesem Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „Wert des Wassers“.

Den Wert des Wassers wissen diejenigen zu schätzen, die ein Leben ohne Wasser kennen. Wie zum Beispiel unsere Projektteilnehmerinnen in Kenia. Aus den ärmsten Dörfern des Bezirks Kitui haben 3000 Kleinbauern gemeinsam mit ADRA Bewässerungssysteme und Staudämme geplant und angelegt. Es hat sich für alle Teilnehmenden gelohnt!

Wasser ist Leben


Die Versorgung mit Lebensmitteln war hier stets unsicher. Ausbleibende Regenfälle sorgten für Dürren, die die Lebensmittelunsicherheit zusätzlich verstärkten. Um zu überleben waren die Menschen auf Hilfspakete angewiesen. Armut war überall. Doch es gab auch Hoffnung. Unterstützt durch ADRA entwickelten die Kleinbauern wassersparende Anbaumethoden. Dank moderner Wasserwirtschaft steht Wasser fast das komplette Jahr zur Verfügung.

„Die Ernten reichen jetzt aus, um die ganze Familie zu ernähren und einen Teil zu verkaufen. Das zusätzliche Geld können wir in unseren Bauernhof stecken und darüber hinaus die Kinder zur Schule schicken“, sagt David Kyalo, Landwirt im Projekt (siehe Video). Durch die verbesserte Wasserversorgung geht es der ganzen Region besser. Die nachhaltige Hilfe sorgt generationsübergreifend für Sicherheit und Bildung. Die Menschen in Kenia wissen den Wert des Wassers zu schätzen.

 

Bedrohung durch den Klimawandel

Wasser kann auch zur Katastrophe führen. Durch den Klimawandel verstärkt sich die zerstörerische Kraft des Wassers, aus erlösenden Regenfällen werden dann tödliche Wassermassen. ADRA hilft da, wo Menschen in Not sind. Kenias Norden hat es im Oktober 2019 besonders stark getroffen. Erst leiden über 3,1 Millionen Menschen an Lebensmittelknappheit nach der lang anhaltenden Dürre, dann kommen diese sintflutartigen Regenfälle. Der ausgetrocknete Boden kann den Regen nicht aufnehmen. Infolgedessen kommt es zu heftigen Überschwemmungen, die mindestens 50 Todesopfer fordern.

Neben den Überschwemmungen selbst, die Häuser und Ernten vernichten, verbreiten sich im Anschluss Krankheiten, zum Beispiel durch verunreinigtes Trinkwasser. Die Katastrophe hat viele Gesichter.

In der Katastrophenvorsorge kümmert sich ADRA um die Menschen, die von Katastrophen bedroht sind. Gemeinsam mit ihnen stellt ADRA Katastrophenpläne auf, legt Medikamentenvorräte an und sichert die Trinkwasserversorgung.

Jeder Euro, den wir in der Katastrophenvorsorge investieren, hilft dabei Leben zu schützen und Leid zu verhindern. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um noch mehr Menschen zu helfen. 

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