Corona-Update: Äthiopien

Nach Angaben des äthiopischen Gesundheitsministeriums waren Ende März 21 Personen mit dem Corona-Virus infiziert, davon befinden sich 20 in gutem und nur eine Person in kritischem Zustand. Bislang wurden keine Todesfälle gemeldet. Die Regierung hat bereits seit 16. März die Schulen geschlossen und öffentliche Veranstaltungen beschränkt und schließlich verboten.

„Um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Äthiopien zu schützen, haben wir an sie Hygieneprodukte verteilt. Zusätzlich muss jeder Gast, der uns besucht, sich zuerst mit Desinfektionsmittel die Hände waschen, bevor er das Büro betritt. Alle Mitarbeiter des ADRA Äthiopien-Büros in Addis Abeba, die öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben, müssen seit dem 26. März 2020 zu Hause bleiben. Einige werden sowohl von zu Hause als auch vom Büro aus arbeiten, je nachdem, ob eine Internetverbindung zur Verfügung steht,“ sagt Zerihun Awano, Programm Direktor bei ADRA Ethiopia.

„Natürlich haben die Beschränkungen der Regierung Auswirkungen auf unsere Projekte. Einige Aktivitäten im Zusammenhang mit der Ausbildung, die mehr als 30 Personen umfassten, haben wir vorerst gecancelt. Wir planen sie neu und stellen sicher, dass genügend physischer Abstand eingehalten wird. Einige Projektaktivitäten im Zusammenhang mit der Ausbildung, an denen mehr als 30 Personen teilnehmen, werden verschoben,“ so Programm Direktor Zerihun.

In Äthiopien können wir Dank der großzügigen Unterstützung unserer Partner und Unterstützer in den Regionen Oromia und Tigray 2.200 junge Erwachsene zu Solartechnikerinnen und -Techniker ausbilden. Außerdem unterstützen wir die Mekele Kinderklinik und die Landwirte in der regenarmen Regionen Afar.
Von den genannten Projekte profitieren über 30.000 Menschen.

Äthiopien-Referent Dawit Mehari war im Februar und März auf Projektreise in Äthiopien. Schon damals waren die Einschränkungen spürbar.
(c) D.M.

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