Bildung sprengt Ketten

Viele Kinder in Deutschland wünschen sich manchmal, sie müssten nicht zur Schule gehen. Dabei ist es ein Privileg, dass sie eine Schule besuchen und lernen dürfen. Denn weltweit gibt es noch immer viele Kinder, die keinen Schulunterricht erhalten. Ihnen wird die Chance genommen, ein selbstbestimmtes und glückliches Lebens zu führen. Deswegen hilft ADRA mit verschiedenen Bildungsprojekten benachteiligten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen weltweit.

Syrische Flüchtlingskinder
©Aktion Deutschland Hilft/Fulvio Zanettini

Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft, daher sollte ihre Förderung ein vorrangiges Ziel sein. Der wichtigste Weg, um Kinder zur fördern, ist der Zugang zu Schulunterricht. Allerdings hatten laut des Berichts der Deutschen UNESCO-Kommission 2015 immer noch 58 Millionen Kinder und 63 Millionen Jugendliche nicht die Möglichkeit, eine Grund- oder Sekundarschule zu besuchen. 25 Millionen von ihnen werden nie zur Schule gehen.

Ursachen für fehlende Bildung

Zu den Ursachen für fehlende Bildungsmöglichkeiten gehören Armut, Konfliktsituationen, Flucht oder Benachteiligung aufgrund der ethnischen Herkunft oder des Geschlechts. Gerade Mädchen werden in ärmeren Ländern wegen des Rollenverständnisses gegenüber ihren Brüdern benachteiligt. So sind nach wie vor fast zwei Drittel der 781 Millionen Analphabeten weltweit Frauen. In Subsahara-Afrika kann jede zweite Frau nicht lesen und schreiben.

Bildung verändert die Gesellschaft

Bildung hilft nicht nur dabei, individuelle Wünsche zu erfüllen, sondern sie bildet die Grundlage jeder Gesellschaft. Wer über Bildung verfügt, hat bessere Chancen im Leben und kann dazu beitragen, dass gesellschaftliche Probleme gelöst werden. Bildung verbessert die Beschäftigungsmöglichkeiten, reduziert Armut und fördert die Gesundheit. Beispielsweise kann eine Frau, die gut ausgebildet ist, sich besser gegen Krankheiten schützen und Präventionsmaßnahmen für sich und ihre Familie ergreifen.

ADRA unterstützt Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf verschiedenen Ebenen

In den Hilfsprojekten von ADRA stehen benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Fokus.

  • Im Libanon ermöglicht ADRA Flüchtlingskindern aus Syrien den Zugang zu Bildung, die ihnen sonst aufgrund fehlender Kapazitäten im Land verwehrt wäre. Die Erweiterung einer Schule in Beirut bietet 160 Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ihre schulische Ausbildung in einem geschützten Umfeld fortzusetzen.
  • Im Rehabilitations- und Rettungszentrum in Kajiado finden junge Massai-Mädchen Zuflucht vor Zwangsverheiratung und Genitalbeschneidung und können ihren Schulabschluss machen. Dadurch können die Mädchen nicht nur sich selbst, sondern später auch ihre Familie besser unterstützen.
  • Seit über 20 Jahren leben Flüchtlinge aus Myanmar in Thailand. Durch die Neuwahlen im November 2010 änderten sich die politischen Umstände in Myanmar und seither haben sie wieder die Möglichkeit, nach Myanmar zurückzukehren. ADRA bereitet die vor allem jungen Erwachsenen durch berufliche Schulungen auf eine sichere und freiwillige Rückkehr nach Myanmar vor.

> Unterstützen Sie ADRA mit einer Spende und helfen Sie dabei, die Zukunftsperspektive von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen weltweit zu verbessern!