Aus der politischen Krise erwächst eine humanitäre

In dem südostasiatischen Staat erschweren Armut und fehlende Unterstützung die Lage der Menschen. Dann kam die Corona-Pandemie, gefolgt von einem Militärputsch. Vor der Eskalation waren eine Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Jetzt steigt die Zahl an, immer mehr Menschen sind auf der Flucht, Preise explodieren und Lieferketten brechen zusammen. Aus der Krise wird zunehmend eine humanitäre Katastrophe jenseits der demokratischen Bedrohung.

In Myanmar betreibt ADRA gemeinsam mit der Europäischen Union ein Bildungsprojekt, auch und besonders als Initiative zur Völkerverständigung. In Myanmar sind mehr als 130 ethnische Volksgruppen zu Hause, mit eigener Sprache und Kultur. Gemeinsam mit der Europäischen Union arbeitet ADRA am Aufbau eines ethnisch angepassten Bildungssystems für das ganze Land. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulen in zehn Bundesstaaten. Insgesamt sind fast 384.991 Lehrer und Schüler, als auch 4.927 Schulen Bestandteil des Programms.

Zwar können über die Hälfte der Schulen weitermachen, doch der Unterricht ist weitgehend digitalisiert. Dort, wo das Projekt gestoppt wurde, spielen der Konflikt und die Pandemie ein unheilvolles Duett. Da sind zum einen Vorkehrungen gegen das Corona-Virus nicht oder mangelhaft umgesetzt, zum anderen werden Schulen geschlossen oder schlimmstenfalls zerstört. Leidtragende sind vor allem die Kinder. Sie verpassen Lernmöglichkeiten und werden aus den Schulen gedrängt.

ADRA hilft und kennt dabei keine Grenzen

In ihrer Verzweiflung fliehen die Menschen aus den Konfliktgebieten und lassen dabei ihr Zuhause zurück. Viele verstecken sich in der Grenzregion zu Thailand und hoffen auf eine Möglichkeit, sich über die Grenze zu retten. Der Bedarf an humanitärer Hilfe ist auf beiden Seiten der Grenze besonders hoch. Doch die Lage verbessert sich kaum. Aufgrund der anhaltenden Kämpfe hat ADRA Myanmar ein temporäres Notfallbüro in Thailand eröffnet, um die notwendigen Aktivitäten von thailändischer Seite aus durchzuführen, bei Bedarf zusammen mit ADRA Thailand.

Unser Mitgefühl ist bei den Notleidenden in Myanmar. Ihnen wollen wir helfen und sie vor Leid schützen. Danke, dass Ihr uns dabei unterstützt!

Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Union.

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