Am 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit – Wir vergessen die Ärmsten nicht!

Anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am 20.02. erinnert ADRA daran, die Armen in Deutschland und dem globalen Süden nicht aus dem Blick zu verlieren.

Wie sehr die Pandemie Arm und Reich trennt, zeigt sich im Inland wie auch in den Projektländern von ADRA. Die christliche Hilfsorganisation appelliert an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft, den Armen beizustehen, sonst werden wir die Pandemie nicht überwinden.

Gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und zahlreichen Sozialverbänden unterstützt auch ADRA Deutschland den Appell „Corona trifft Arme extra hart – Soforthilfen jetzt!“. Innerhalb kürzester Zeit haben sich bereits über 130.000 Menschen dem Aufruf angeschlossen. Nächste Woche berät der Deutsche Bundestag die Forderungen dieser Kampagne. Darüber hinaus kann sich jeder an dem Aufruf beteiligen, jede Stimme hilft.

Bitte Unterzeichnen Sie hier: https://www.der-paritaetische.de/coronahilfe

Ungleichheit reduzieren

Während wir in Deutschland und Europa über die Bestellung von Impfstoff streiten, gehen die Länder des globalen Südens zur Zeit noch leer aus. Sie können im finanziellen Wettstreit um den Erwerb von Impfdosen nicht mithalten. Ihnen fehlt die „Marktmacht“ im Vergleich zum globalen Norden. Doch eines hat uns die Corona-Krise schon jetzt gelehrt:

Gesundheit ist ein globales Thema! Was geschieht, wenn in den Entwicklungsländern kaum Impfungen stattfinden?

Bis jetzt wurde in zehn Ländern 75 Prozent aller Covid19-Impfungen durchgeführt. Zeitgleich aber haben 130 Länder noch nicht einmal eine einzige Dosis erhalten. ADRA Deutschland schließt sich in dieser Sache dem Aufruf des UN-Generalsekretär António Guterres an, der einen weltweiten Impfplan gegen die Corona-Pandemie verlangt.

Niemanden zurücklassen!

Die neuen Virusvarianten belegen auch, wie wenig ein „Impfnationalismus“ grundlegend einer Bekämpfung der Pandemie dienen würde. Eine sogenannte südafrikanische oder britische Virusmutation wird sich in einer mobilen Welt unaufhaltsam weiter ausbreiten. Niemand kann sich dauerhaft einbilden auf einer isolierten Insel zu überleben. Aus diesem Grund muss die Impfstrategie global gedacht werden. In dieser besonderen Corona-Krise gilt der Grundsatz: „Niemand darf zurückgelassen werden“! Letztlich ist es im Interesse aller Menschen und entspricht dem Verständnis der Würde des Menschen. Bundesminister Gerd Müller (CSU) macht unlängst deutlich, man müsse auch in Entwicklungsländern baldmöglichst mit dem Impfen anfangen, „sonst kommt das Virus im nächsten Flieger zu uns zurück”.

Den Zustand der Gerechtigkeit kann man daran bemessen, wie mit den Ärmsten der Armen umgegangen wird. Zunehmende Ungleichheit zwischen Norden und Süden auf unserem Globus, den sogenannten entwickelten und wenig entwickelten Ländern, sowie zunehmende Ungleichheit in jeweils einzeln zu betrachtenden Ländern führt unweigerlich zu sozialer Ungerechtigkeit. Dem müssen sich die Weltgemeinschaft und einzelne Staaten, dem muss sich jeder einzelne Bürger und Bürgerin in zivilgesellschaftlichen Strukturen entgegenstellen. ADRA Deutschland e.V. hat den Auftrag sich dieser großen Herausforderung zu stellen – seien auch Sie dabei!

Bitte unterstützen Sie die Arbeit von ADRA gegen Ungerechtigkeit in dieser Welt mit Ihrer Spende.