ADRA unterstützt Betroffene nach schwerem Erbeben in Italien

Am 24. August 2016 wurde Zentralitalien von einem außergewöhnlich schweren Erdbeben sowie mehreren Nachbeben erschüttert. Dabei wurden einige historische Dörfer wie Accumoli, Amatrice und Arquata del tronto komplett zerstört. 290 Menschen starben und 2.995 verloren ihr Zuhause. Die Aufräumarbeiten laufen immer noch auf Hochtouren. ADRA stellt eine Notunterkunft in Rieti.

Das Epizentrum des Erdbebens mit der Stärke 6,0 lag an der Grenze der Regionen Latium und Umbrien in den Apenninen. Seit dem ersten Tag war ein Vertreter von ADRA in der Katastrophenregion vor Ort und hat an Versammlungen der Präfektur sowie lokalen Institutionen teilgenommen, um die Hilfsmaßnahmen abzustimmen.

ADRA stellt Notunterkunft

ADRA hat daraufhin eine Unterkunft für diejenigen Menschen in Rieti zur Verfügung gestellt, die durch das Erbeben obdachlos geworden sind. Die Unterkunft befindet sich in einer Adventistischen Kirche und verfügt über eine Küche, Speisesaal, Badezimmer und Toiletten.

Am vergangenen Freitag sind die ersten Betroffenen eingezogen und aktuell bietet die Kirche 12 Menschen eine sichere Unterkunft. Viele von ihnen haben ihr komplettes Hab und Gut verloren und müssen medizinisch versorgt werden. ADRA bietet ihnen außerdem drei Mahlzeiten am Tag, Kleidung und Beratung. Weitere Hilfsbedürftige werden in den nächsten Tagen erwartet.

Psychologische und physiologische Betreuung

Da die Lager des italienischen Zivilschutzes komplett voll sind, wurde ADRA gegeben, weitere Hilfsgüter wie Lebensmittel, Kleidung und Medizin zu verwalten. Außerdem hat ADRA Freiwillige organisiert, die innerhalb der Unterkunft helfen und die Betroffenen ins Krankenhaus sowie zu anderen Orten bringen. Weitere Hilfskräfte wie Psychologen, Physiotherapeuten und Osteopathen werden sich beteiligen, um die vom Erdbeben physisch und psychisch Betroffenen angemessen zu betreuen.