ADRA stellt sich auf langfristige Hilfe für Geflüchtete in Griechenland ein

Die humanitäre Lage der Flüchtlinge in Griechenland ist immer noch prekär. Sie sind weiterhin auf Hilfsgüter sowie medizinische Betreuung angewiesen. Deswegen hat ADRA Deutschland in Katerini ein Büro eröffnet, um die Campbewohner langfristig zu unterstützen und ihre Not zu lindern.

Derzeit engagiert sich ADRA in den Camps Petra Olympou und Ktima Iraklis in denen insgesamt 1.500 Geflüchtete untergebracht sind.

Die hygienischen Bedingungen in den Camps sind sehr schlecht, weswegen sich ansteckende Hautkrankheiten verbreiten. Die Betroffenen werden von einem medizinischen Team behandelt und ihre Zelte desinfiziert. Hygieneartikel werden verteilt und die Campbewohner über hygienische Verhaltensweisen aufgeklärt.

ADRA stellt fünf Übersetzer, die im Schichtwechsel dem medizinischen Team zur Seite stehen und in Kooperation mit der NGO IsraAID wird psychosoziale Betreuung angeboten. Außerdem betreibt ADRA eine Ausgabestelle für frische und gesunde Lebensmittel, um Mangelernährung vorzubeugen.

Die Unterbringungsmöglichkeiten in den Camps sind für die Sommermonate ausreichend, aber für die kalte Jahreszeit absolut ungeeignet. ADRA plant deshalb, die Geflüchteten ab Herbst in adäquaten winterfesten Wohnquartieren unterzubringen.

Durch die Eröffnung eines ADRA-Büros in Katerini, kann ADRA den Geflüchteten in den griechischen Camps nun auch langfristige Unterstützung zusichern.

 

Aktualisierung vom 05.12.2016:

Das Camp Petra Olympou wurde mittlerweile komplett geräumt und die Geflüchteten sind in Hotels und Apartments untergebracht worden. Die Hilfsmaßnahmen von ADRA konzentrieren sich jetzt auf das Flüchtlingscamp in Iraklis.

 

Dieses Projekt wird gefördert durch: