ADRA bekämpft Hunger und Armut in Madagaskar

Der Klimawandel macht immer mehr Kleinbauern zu schaffen. Dürren und Unwetter vernichten Äcker und damit die Lebensgrundlage vieler Menschen weltweit. So auch in Madagaskar, wo 80 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben. ADRA hat im Ampanihy Distrikt ein Projekt begonnen, das die Ernährungssicherheit der dort lebenden Menschen verbessern wird.

Der Klimawandel bedroht die madagassischen Kleinbauern

Jedes Jahr wird Madagaskar von tropischen Wirbelstürmen und Dürren heimgesucht. Hinzu kommen Heuschreckenplagen, die die ohnehin schon kargen Ernten zerstören. Die Kleinbauern können nicht genug Nahrung anbauen und leiden zunehmend unter Hunger, Unterernährung und Krankheiten. Kinder sind besonders betroffen. Weil ihr Immunsystem durch die Mangelernährung geschwächt ist, erkranken sie leichter an Magen-, Darm- oder Lungeninfektionen.

Die Wetterextreme wirken sich auch negativ auf die natürlichen Ressourcen, wie Wasser, Erde und Pflanzen aus. Das führt wiederum zu Bodendegradierung und noch schlechteren Ernten. Den madagassischen Kleinbauern fehlt es an Möglichkeiten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, weshalb sie immer mehr verarmen.

Mit nachhaltiger Landwirtschaft raus aus Hunger und Armut

Da fast 90 Prozent der Menschen im Ampanihy Distrikt ihre Lebensmittel selbst anbauen, kann die Ernährung nur durch die Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft gesichert werden. Hierzu werden 1.600 Kleinbauern in sogenannten „Farmer Field Schools“ organisiert und in angepassten landwirtschaftlichen Techniken fortgebildet. Sie lernen dort, wie sie die Böden besser schützen und gleichzeitig ihre Erträge steigern können.

Durch die Steigerung sowie die Diversifikation des landwirtschaftlichen Ertrags erhalten die Menschen ausreichend Lebensmittel für ihre Familien. Überschüsse können sie auf den lokalen Märkten verkaufen und sich so etwas dazu verdienen. Die ausgewogenere Ernährung führt zu einer besseren Gesundheit und Widerstandfähigkeit gegenüber Krankheiten.

ADRA unterstützt die Bewohner außerdem dabei, Dorf-Komitees für die Katastrophen– und Risikovorsorge sowie das Ressourcenmanagement zu gründen, um die Dörfer und Gemeinden nachhaltig robuster gegenüber Hunger und Naturkatastrophen zu machen.

Mit dem neuen Projekt können rund 25.000 Menschen in 80 Dörfern ihre Ernährung sowie ihre wirtschaftliche Situation verbessern und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen schützen.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Madagaskar mit Ihrer Spende.

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt.