ADRA leistet Hilfe für die Erdbebenopfer in Ecuador

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador am vergangenen Samstag leistet ADRA Hilfe für die Betroffenen in den Katastrophenregionen. Da viele Gebiete durch zerstörte Infrastrukturen von der Außenwelt abgeschnitten sind, ist das derzeitige Ausmaß der Katastrophe noch nicht bekannt, die örtliche Regierung spricht jedoch bereits von über 400 Todesopfern.

Nur wenige Stunden nach dem Beben leiteten lokale Mitarbeiter von ADRA Ecuador die ersten Hilfeleistungen ein. Gemeinsam mit Freiwilligen der Adventgemeinden sowie Studenten der Universidad Adventista Dominicana wurden im stark betroffenen Pedernales Lebensmittel sowie Hygiene-Kits und Trinkwasser an die Betroffenen verteilt. Da bis zu 80 Prozent der Infrastruktur in der Küstenstadt zerstört sind, stellt die Koordinierung der Hilfsaktivitäten alle Helfer vor große Herausforderungen.

Hilfsgüter und psychosoziale Betreuung

Derzeit befindet sich ein ADRA-Nothilfe-Team auf dem Weg nach Ecuador, um weitere Hilfsmaßnahmen zu initiieren. Um den Erdbebenopfern umfassend zu helfen, wird ADRA in den kommenden Tagen in Pedernales, Portoviejo und Los Rios aktiv. Die Betroffenen erhalten Nahrungsmittel, Hygiene-Kits und Zugang zu ausreichend Trinkwasser. Da viele Menschen durch das Beben ihr Zuhause verloren haben und aus Angst vor weiteren Nachbeben im Freien schlafen, verteilt ADRA darüber hinaus Zeltplanen. Da die Menschen bei der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse Hilfe benötigen, werden sie von ADRA in Form von psychosozialer Betreuung unterstützt. Bisher stellte das ADRA-Netzwerk insgesamt 50.000 US-Dollar für Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung.