Warum viele Massai-Frauen und ihre Kinder bald viel gesünder leben können

Haben Sie schon einmal in Ihrer Wohnung ein Lagerfeuer angezündet und ein Steak gegrillt? Sicher nicht! Das wäre ja auch gefährlich und gesundheitsschäftlich obendrein. Für viele Massai-Frauen ist das leider Alltag. Sie müssen in ihren Hütten das Essen auf offenen Kochstellen zubereiten. ADRA hilft und verbessert die Gesundheit von über 2.000 Frauen und Kindern in Ostafrika!

Es ist der Traum vieler Massai-Frauen in Tansania, aber auch vieler anderer Frauen in Ostafrika. Nie mehr tränende Augen oder Hustenanfälle beim Kochen in den eigenen vier Wänden. Bisher liegt dieser Traum jedoch für die meisten Massai-Frauen in weiter Ferne: Sie kochen in ihren kleinen Hütten auf offenen Kochstellen und müssen mit verkohlten Wänden, Decken und in der Regel sogar schweren Atemwegserkrankungen bis hin zu Anämien rechnen. Schuld daran ist das giftige Gas Kohlenmonoxid, das sich bei der Holzverbrennung entwickelt und in der Hütte sammelt. Viele Kinder sterben noch vor dem fünften Lebensjahr an den Folgen vermeidbarer Atemwegserkrankungen. Das muss nicht sein! Außerdem benötigen die offenen Kochstellen viel Brennholz, was die Frauen in mühevoller, zeitraubender Arbeit sammeln müssen.

Mit Ihrer Unterstützung will ADRA den Frauen in Tansania helfen und ihnen so zu einer besseren Gesundheit verhelfen.

Das Massai Ofen- und Solar-Projekt schult Frauen, wie sie sich in ihren Hütten Kochstellen mit Abzug bauen können, die den Rauch nach außen abführen und so die gesundheitliche Situation vieler Familien verbessern. ADRA leistet Aufklärungsarbeit und unterstützt 300 Haushalte bei der Errichtung einer geschlossenen Kochstelle mit Abzug. Außerdem sollen Solarpanels auf den Dächern installiert werden. So können die

Familien abends Licht in ihren Hütten erzeugen und z.B. mobile Geräte aufladen oder den Kindern bei den Schulaufgaben helfen.

Unter Anleitung anderer Massai-Frauen lernen die Frauen den Aufbau eines geschlossenen Ofensystems und erhalten die benötigten Materialien wie geschweißte Abzugsrohre und Metallplatten, um in ihrer Hütte einen solchen Ofen aufzubauen.

Mama Mbarakwo Moikan aus dem Dorf Enguiki berichtet über den neuen Ofen in ihrer Hütte:

Keine schwarzen Wände und Decken mehr, keinen Ruß mehr, der stinkt und krank macht. Bevor ich den Ofen hatte, haben meine Augen gebrannt, jede Woche musste ich mit einem meiner Kinder ins Krankenhaus, weil sie starken Husten hatten. Seit ich den Ofen habe muss ich nur noch zwei-, statt viermal die Woche in den Busch zum Holz sammeln. In der gewonnen Zeit kann ich auf dem Feld und im Ziegenstall arbeiten. Jetzt in der Regenzeit nutze ich die Zeit, um Gemüse und Nahrungsmittel anzupflanzen. Mein Heim bleibt viel länger warm mit dem Ofen, als mit dem offenen Feuer.

Neben der gesundheitlichen Verbesserung für die Bewohner hat der neue Ofen noch weitere Vorteile: er verbraucht 60 Prozent weniger Brennholz und schont dadurch die Umwelt. Helfen Sie uns, noch mehr Menschen in Ostafrika eine bessere Zukunft zu schenken.