Verbesserung der Lebensqualität

Die ländliche Bevölkerung in der Provinz Oudomxay in Laos ist stark von Mangelernährung und Krankheit betroffen. Die Lebensmittelvielfalt ist beschränkt, weshalb Mütter ihren Familien selten eine reichhaltige Mahlzeit zubereiten können. Erschwerend kommt hinzu, dass nur wenige Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf die Ernährung, sondern auch auf die Hygiene aus. ADRA startete im Oktober 2013 ein Gesundheitsprojekt im Distrikt Houn, um den dort lebenden Randgruppen zu einer ganzheitlichen Gesundheit zu verhelfen und ihre Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Besonders stark wirken sich die negativen Umstände auf Frauen und Kinder aus. Bei Kindern, die in der Provinz Oudomxay geboren werden, ist die Gefahr von Mangelernährung, Lungenentzündung oder Durchfallerkrankung fünf Mal höher, als bei Kindern die in städtischen Gebieten aufwachsen. Hinzu kommt, dass sie aufgrund der steinigen und schwer befahrbaren Straßen in der Region nicht alle Krankenhäuser erreichen können. Die landwirtschaftlichen Möglichkeiten werden von den Bauern nicht vollständig genutzt, auch aufgrund der Tatsache, dass das Wissen über gesunde und reichhaltige Ernährung fehlt.

ADRA setzt auf langfristige Entwicklungszusammenarbeit in Laos

Seit 1991 ist ADRA in Laos durch Mitbeteiligung an Projekten tätig. Dadurch wurden in der Vergangenheit unter anderem Erfahrungen auf den Gebieten der Gesundheit und Hygiene gesammelt. Auf der Grundlage dieses Vorwissens, konnte ADRA das Projekt noch effektiver und zielführender starten. Das Projekt endet voraussichtlich Ende September 2016. Bis dahin ist das Ziel, dass sich die gesundheitliche Situation von 7.500 Betroffenen zum Besseren verändert und durch sanitäre Verbesserungen Krankheiten zukünftig vermieden werden können.

Gesundheitsfördernde Hilfestellung für Randgruppen

Durch gesundheitliche Aufklärungsarbeit, lernen die betroffenen wie man sich ausgewogen ernährt und worauf man bei der Hygiene achten muss. Viele der Dorfbewohner haben keine sanitären Anlagen, weshalb ihnen zunächst gezeigt werden muss, wie man sie benutzt und pflegt. ADRA baut in den Dörfern sanitäre Einrichtungen, welche auf die Lebensgewohnheiten der Menschen angepasst sind.

Zudem wird den Betroffenen durch landwirtschaftliche Schulungen und Wissensvermittlung über den Anbau und die Verarbeitung von Lebensmitteln geholfen. Im Allgemeinen werden sie darin geschult, wie sie nachhaltiger mit der Umwelt umgehen und die Felder gewinnbringender bewirtschaften können. Das neu gesammelte Wissen und die praktischen Trainingseinheiten ermöglichen es den Menschen in der Provinz Oudomxay, ihre Lebenssituation selbstständig zu verbessern. Durch die Weitergabe neue Verhaltensweisen und das Wissens an die nächsten Generationen, profitieren die Bewohner der Dörfer langfristig von dem Projekt.