Verbesserte Wasserversorgung nach Zyklon Pam

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 340 Stundenkilometern wütete der Zyklon Pam im März 2015 über den Inseln des Pazifikstaates Vanuatu. Das Ausmaß der Verwüstung war gewaltig: Zerstörte Häuser, ausgerissene Bäume, vernichtete Felder, umgestürzte Strommasten. Auch die Wasserversorgung sowie die hygienischen Bedingungen wurden durch den tropischen Wirbelsturm stark beeinträchtigt. ADRA fördert auf der Insel Ambrym den Zugang zu sauberem Trinkwasser und hilft dabei, verbesserte Hygienebedingungen zu schaffen.

Nur wenige Stunden nach der Katastrophe leistete ADRA Nothilfe für die Betroffenen des Inselstaates und half mit Nahrungsmitteln, Hygienesets sowie sauberem Trinkwasser. Doch noch Monate nach dem Zyklon ist die Lage vor Ort kritisch. Da besonders der Südosten der Insel Ambryn stark betroffen war, erholen sich die Menschen vor Ort nur schwer von der Katastrophe. Die Versorgung mit ausreichend Wasser ist nicht gewährleistet und es fehlt an hygienischen Einrichtungen wie Latrinen.

Sauberes Trinkwasser und gesteigertes Hygienebewusstsein

Mit der Hilfe von ADRA erhalten rund 150 Haushalte Zugang zu sauberem Trinkwasser, indem beispielsweise Wasser aus einer großen Quelle im Osten der Insel durch Rohre in die Gemeinden geleitet wird. Außerdem werden Wassertanks zur Verfügung gestellt, in denen Regenwasser gesammelt und gefiltert wird. Damit verbunden fördert ADRA sanitäre Strukturen, indem für Haushalte und öffentliche Einrichtungen ausreichend Latrinen installiert werden. Um das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen, leistet ADRA Aufklärungsarbeit rund um das Thema Hygiene, Abwasserentsorgung und effektive Wassernutzung. Durch ein gesteigertes Hygieneverständnis kann die Ausbreitung von Krankheiten vermieden werden. Die gemeinsame Erstellung und Umsetzung von Plänen für eine erhöhte Wassergewinnung sorgt dafür, dass im Fall einer erneuten Katastrophe trotzdem noch ausreichend Trinkwasser vorhanden ist.