Sanitäre Anlagen und sauberes Trinkwasser beugen Krankheiten vor

Die Menschen in Syrien sind einer hohen Gefahr durch kriegerische Konflikte, Gewalt und Angriffen ausgesetzt. Viele Wohnhäuser und Gebäude sind zerstört und damit für die Menschen eine ausreichende  Wasser- und Stromversorgung nur zeitweise oder gar nicht gewährleistet. ADRA verbessert die hygienische Situation und beugt so der Ausbreitung von Krankheiten vor.

Die Bevölkerung in Damaskus und Umgebung sowie die dorthin Geflüchteten leben in Schulen, Rohbauten und Ruinen. Ein Hauptproblem stellt die schlechte hygienische Situation dar. Aufgrund defekter oder fehlender sanitärer Anlagen und durch verunreinigtes Wasser zum Trinken und für die Nahrungszubereitung steigt das Aufkommen von Krankheiten und insbesondere schnell übertragbarer Diarrhoen an. Zeitweise haben die Menschen nur zwei bis drei Mal in der Woche überhaupt Zugang zu Wasser, welches noch nicht gereinigt oder gefiltert ist. In manchen Bezirken müssen sich 70 Personen eine Toilette teilen.

Gefährliche sanitäre und hygienische Situation

ADRA unterstützt die lokale Bevölkerung in Damaskus und Umgebung im WASH-Sektor (Water, Sanitation and Hygiene), um ihre sanitäre und hygienische Situation zu verbessern. Die Ausbreitung von Erkrankungen, die durch verunreinigtes Wasser verursacht werden,  kann erheblich eingedämmt werden, je weniger Personen dieselbe Toilette und Dusche benutzen. ADRA sorgt mit der Installation und Reparatur von Duschen, Handwaschbecken und Toiletten für den Zugang zu sauberem Wasser in 2100 Haushalten. Durch das Installieren von Wassertanks auf den Dächern der Gebäude kann Wasser in die verschiedenen Apartments gepumpt werden. Damit müssen nicht mehr alle Familien ihr Wasser in Kanistern heranschaffen. Zudem verteilt ADRA Materialien wie Wasserkanister, Abfallbehälter und Wäscheständer sowie Hygieneartikel, die auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen abgestimmt sind. Spezieller Hygieneunterricht schult vor allem Kinder und Frauen in Hand-,  Körper- und Lebensmittelhygiene, weil von ihnen die Nahrungsmittelzubereitung und Wäschereinigung in den Familien durchgeführt werden. Durch dieses Projekt werden 10.500 Personen unterstützt.