Nothilfe für Flutopfer in Südindien

Die stärksten Regenfälle seit über 100 Jahren führten im November 2015 im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu zu weitreichenden Überschwemmungen. Ursachen dafür sind neben dem Klimaphänomen El Nino auch schlechte Abwassersysteme und eine unkontrollierte Urbanisierung. ADRA leistet Nothilfe für die Flutopfer.

Überflutungen zerstören Ernten und Häuser

Besonders betroffen sind die Distrikte Cuddalore und Kanchipuram. Cuddalore hat fast 53 Kilometer Küste zum Golf von Bengalen, auf die El Nino mit bis zu 90 km/h einwirkte. Zahlreiche Bäume und Häuser wurden durch die Überflutungen zerstört. Im Distrikt Kanchipuram leben zirka 50 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft, ihre Ernten und Hütten wurden durch die Fluten teilweise völlig vernichtet. Indien hat eine stark hierarchisch strukturierte Gesellschaft, am sozialen Rand befinden sich zirka 160 Millionen Kastenlose oder "Unberührbare", die Mehrzahl davon in Indiens Süden. So sind auch viele Tagelöhner betroffen, die auf den Farmen ihren Lebensunterhalt erwirtschaftet haben.

Hilfsgüter und Wasser für 2.200 Haushalte

Die Hilfe von ADRA umfasst den Aufbau von Notunterkünften und dem Wiederaufbau der Häuser, die Bereitstellung von Sanitär- und Hygieneartikeln. Außerdem werden Maßnahmen zur Trinkwasserversorgung ergriffen. Mit dem Projekt werden 2.200 Haushalte unterstützt.