Nothilfe für Flüchtlinge aus dem Südsudan

In den letzten Jahren hat Uganda mit einem starken Flüchtlingsanstieg zu kämpfen. Die meisten von ihnen kommen aus der demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan. Dazu kommt, dass Israel einen Großteil seiner afrikanischen Asylbewerber nach Uganda abschiebt. Doch besonders die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden ethnischen Bevölkerungsgruppen Nuers und Dhinkas im Südsudan haben viele Familien aus ihrer Heimat getrieben. ADRA hilft den Flüchtlingen.

Seit dem 19.12.2013 suchten etwa 38'700 Menschen (davon 70 Prozent Frauen und Kinder) Zuflucht in den Aufnahmezentren der West-Nil Region Ugandas, um dem tödlichen Schicksal, das bereits Tausende ihrer Mitbürger während des Konflikts im Südsudan traf.

Schlechte hygienische Bedingungen für Flüchtlinge

Die zunehmende Anzahl an Flüchtlingen in den Aufnahmezentren verschlechtert auch die Hygienesituation vor Ort. So mussten sich etwa 487 Menschen eine einzige Toilette teilen. Außerdem wurde die Natur in Mitleidenschaft gezogen, da für den Eigenbedarf Bäume gefällt wurden, die unter Naturschutz stehen.

ADRA hilft den Menschen in Uganda

Im Januar startete ADRA ein dreimonatiges Hilfsprojekt in Uganda, das die Menschen in ihrer misslichen Lage unterstützen soll. ADRA baut entleerbare Toilettenanlagen und stellt Wassertanks in den Gesundheitszentren auf. Zudem wurden zum Schutz der Umwelt Informationskarten erstellt, die geschützte Baumarten zeigen, damit diese Bäume nicht für die Nutzung als Feuerholz von Flüchtlingen gefällt werden. Damit die Flüchtlinge, die oft nichts weiter bei sich trugen, fürs erste versorgt sind, verteilt ADRA an 16.000 Haushalte Hilfspakete mit 2 Moskitonetzen, einer Schlafmatte, 2 Decken, einem 20 Liter Wasserkanister, eine Schüssel, 3 Teller, 3 Tassen und ein Stück Seife.

26'000 Flüchtlinge in den Aufnahmezentren Adjumani und Arua profitieren von diesem Hilfsprojekt. Unterstützen Sie ADRA bei dieser Arbeit mit einer Spende.