Nahrungsmittelpakete für Witwen und Kinder

Der politische Umbruch in Mali vertrieb über 300'000 Menschen aus ihrem Zuhause. Sie verließen zwar nicht das Land, leben aber seitdem in einer anderen Region, in der sie ihr Leben neu ordnen müssen. Die fortwährende Ernährungskrise in der Sahelzone verschlimmerte ihre Situation. Viele aßen aus Verzweiflung das für die Aussaat vorgesehene Saatgut, um nicht zu verhungern. ADRA unterstützt die Menschen durch ein Food for Work Projekt.

In den Kommunen von Banamba, im Südwesten Malis, haben gerade einmal 6 Prozent der Haushalte eine gesicherte Nahrungsmittelversorgung. Um den Menschen zu helfen, verteilt ADRA Agrarkörbe für die Farmer mit Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel. Geräte-Kits mit Schubkarren, Hacken, Rechen und Macheten helfen ihnen, die Felder zu bestellen.

Food for Work: Eine erfolgreiche "Formel"

In sogenannten Food for Work Programmen bietet ADRA Nahrungsmittel gegen regelmäßige Mitarbeit bei Aufbauprojekten an. Die arbeitsfähigen Männer unterstützen ADRA z.B. bei der Reparatur von vier Brunnen, die die Hygienesituation verbessern.

Wer nicht mehr aktiv bei der Bewirtschaftung des Landes helfen kann, geht dennoch nicht leer aus. 402 Haushalte – besonders Witwen mit Kindern und ältere Menschen – versorgt ADRA mit Nahrungsmittelpaketen. Darin enthalten sind Hirse, Bohnen, Öl, Reis und Salz. Das hilft ihnen, die schlechten Monate bis zur nächsten Ernte zu überstehen. Zusätzlich schult ADRA Mütter, wie sie die erhaltenen Lebensmittel richtig verarbeiten und lange nutzen können.

Mutter und Erwerbstätige

Besonders Frauen haben es in Afrika durch ihre traditionelle Rolle als Hausfrau und vielfache Mutter schwer, ein eigenes Einkommen zu generieren. Sie versorgen die Kinder, arbeiten auf dem Feld und müssen häufig lange Fußmärsche in Kauf nehmen, um an Trinkwasser für die Familie zu gelangen. Um ihnen eine einfache Nahrungs- und Einkommensquelle zu sichern, hat ADRA 150 Frauen Hühner geschenkt. Diese können sie in der Nähe ihres Hauses halten und gut in ihren Tagesablauf integrieren.

In Timbuktu und Gao, im Norden Malis, unterstützt ADRA mit Hilfe des Auswärtigen Amts Familien, die aufgrund der politischen Lage vorübergehend ihre Heimat verließen und nun wieder zurückgekehrt sind. Besonders Schwangere, stillende Mütter, Blinde und Menschen mit Behinderungen erhalten Unterstützung bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Zum Beispiel verteilt ADRA Material zur Färbung von Leder und Stoffen oder Nähmaschinen, damit sich die Rückkehrer in ihrer Heimat bald ein eigenes Einkommen erwirtschaften können.

Viele Lehmhütten sind nach der langen Zeit ohne Pflege von der Witterung zerstört. ADRA unterstützt die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Unterkünfte. Auch erhalten die Familien ein Basis-Kit, bestehend aus Hygieneartikeln, Kochtöpfen, Wasserbehältern und Decken. Zusätzlich übernimmt ADRA die Schulkosten für 200 Kinder, damit sie sich weiterbilden und später ihr Dorf bei der Weiterentwicklung unterstützen können.

Auch in den kommenden Jahren möchte ADRA die Menschen in Mali nachhaltig unterstützen. Helfen Sie uns, den Familien die Chance auf eine bessere Zukunft zu schenken!