Krise im Ostkongo: ADRA hilft

Die Situation ist beängstigend: Rund 130.000 Männer, Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Sie haben wegen der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Militär ihre Heimat verlassen und sind in Flüchtlingscamps in der Region um Goma untergekommen. ADRA hilft den Menschen und versorgt sie mit dem Nötigsten.

Kinder flüchten aus dem Kongo | Bildquelle: Reuters/Alertnet/James Akena
Auch viele Kinder sind auf der Flucht

Sie alle konnten nur das nötigste mitnehmen, um schnell zu fliehen

und so das eigene Leben und natürlich das ihrer Kinder zu retten. Viele

wurden auch kurz vor ihrer Flucht von den Rebellen beraubt – zuhause

hält sie nichts mehr.

Fred Kande Buingo vom ADRA-Büro in Goma berichtet von der grausamen

Gesetzlosigkeit, die momentan im Land herrscht. "Ein Mann, der eine

Geldbörse gestohlen haben sollte, wurde vor kurzem in der Straße - vor

seiner Frau - verbrannt, ohne jegliche Chance, sich zu verteidigen".

Die meisten der Flüchtlinge sind in den Camps Mugunga I, Mugunga III,

Lac Vert und Don Bosco untergekommen. Täglich kommen neue Familien an.

Überall sieht man unterernährte Kinder – sie leiden am stärksten unter

der Krise.

Was

die Menschen momentan am dringendsten benötigen, sind Nahrungsmittel,

sauberes Trinkwasser und verschiedene Dinge des täglichen Bedarfs wie

Decken und Matten für die Nächte und Kanister für die Aufbewahrung des

Wassers. Die Hilfsorganisationen vor Ort teilen sich die Maßnahmen auf,

um möglichst allen akuten Bedürfnissen gerecht zu werden. ADRA verteilt

Nothilfe-Kits an 1.300 Haushalte in Flüchtlingscamps um Goma. Dabei

werden besonders schwangere, stillende Mütter und ältere Menschen

bedacht.

Ein Nothilfe-Kit enthält:

  • 2 Decken
  • 2 Matten
  • 2 Kanister
  • 2 Kochtöpfe
  • 1 Teller-Set
  • 1 Plastikplane
  • ½ Kg Nägel

Wir informieren Sie weiterhin über die Situation vor Ort und konkrete Hilfeleistungen von ADRA.