Kibatus langer Weg zu sauberem Trinkwasser

Schon ein Tropfen verunreinigten Wassers reicht aus, um unseren an westliche Hygienestandards gewöhnten Körper aus der Bahn zu werfen. Schwindelanfälle, Übelkeit und Durchfall sind die direkten körperlichen Reaktionen. In Äthiopien haben nur knapp die Hälfte der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. ADRA hilft Kindern wie Kibatu, ein besseres und gesünderes Leben zu führen und endlich die Schule besuchen zu können.

ADRA baut in der Gurage Zone, rund 250km südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, ein Wasserversorgungssystem für 12 umliegende Dörfer. Neben der Versorgung der Bevölkerung mit frischem Trinkwasser, werden auch Gemüse- und Obstgärten bewässert, um gleichzeitig die Nahrungssicherheit zu garantieren und neue Einkommensquellen für die ländliche Bevölkerung zu schaffen.

Kibatu ist eines der Kinder, die von dem ADRA-Projekt ganz direkt profitieren. Statt in der Schule zu sein, gehörte es zu Kibatus Aufgaben, jeden Tag für seine Familie einen 10L-Kanister mit Wasser zu füllen. Die völlig verdreckte Quelle, die er dafür aufsuchte, liegt rund eine Stunde Fußweg von seinem Zuhause entfernt. Dank ADRA muss Kibatu nun nicht mehr so weit laufen und kann die gewonnene Zeit nutzen, um Schreiben, Lesen und Rechnen zu lernen.