Katastrophenvorsorge in von Erdbeben betroffenen Gebieten Nepals

Vor über einem Jahr wurde Nepal vom schwersten Erdbeben seit 80 Jahren erschüttert. Das Beben sowie die Nachbeben führten zu zahlreichen Todesopfern. Tausende verloren ihre Existenz. Weil Nepal weiterhin ein Hochrisikogebiet für Erdbeben bleibt, führt ADRA ein Projekt zur Katastrophenvorsorge durch. Die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen gegenüber Katastrophen wird hierdurch gestärkt.

Die Auswirkungen des Bebens vom 25. April 2015 mit mehreren Nachbeben sind immer noch sichtbar. Straßen sind unpassierbar und Häuser unbewohnbar. Mehr als 9000 Menschen kamen ums Leben und über 200.000 wurden verletzt. Häuser und öffentliche Gebäude zerstört oder stark beschädigt. Die Zerstörung von sanitären Anlagen fördert eine schnelle Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Zudem ist Nepal in den Sommermonaten Juni bis Anfang Oktober von starken Überschwemmungen und Erdrutschen bedroht. Dann ist Monsunzeit. Dies erschwert zusätzlich den Zugang zu medizinischen Einrichtungen und Schulen.

ADRA führt Katastrophenvorsorgeprogramme durch

Durch die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten fördert ADRA die lokale Bevölkerung, Vorsorgemaßnahmen für erneute Katastrophen zu entwickeln. In den Distrikten Kavre und Dhading werden an 35 Schulen Seminare und Workshops für Lehrer, Schüler und Eltern durchgeführt. Im Krisenfall sollen hier erarbeitete und trainierte Abläufe und Maßnahmen effektiv umgesetzt werden. Die Lerninhalte sind umfassend: Wie werden Evakuierungspläne schnell eingeleitet, Schutzvorrichtungen für Menschen, Ernten und das Vieh errichtet? Wie können in Risikoregionen Bewässerungssysteme, Viehhaltung und Landwirtschaft verbessert werden? Wie wird die Wasser- und Sanitärversorgung im Notfall sichergestellt? Schulungen zu Hygiene- und Erste-Hilfe-Maßnahmen sollen sich schnell ausbreitende Krankheiten verhindern.

Durch dieses Projekt wird die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung erhöht. Die Menschen werden befähigt, durch geübtes Krisenmanagement schnell reagieren zu können. So werden die Auswirkungen von Naturkatastrophen minimiert. Insgesamt 15.000 Haushalten kommt dieses Projekt zugute.