300.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren - ADRA hilft

Es waren die schlimmsten Überschwemmungen seit über 30 Jahren. Im Juni 2012 überfluteten heftige Regenfälle den Bundesstaat Assam in Indien: Häuser wurden zerstört, Dämme brachen, über 300'000 Männer, Frauen und Kinder verloren ihr Zuhause und durch die zerstörte Ernte auch ihre Existenzgrundlage. ADRA hilft den Menschen in Indien in ihrer Not.

Ein Bananenstaudenboot ist das einzige Transportmittel für viele arme Gemeinden

Viele der Betroffenen gehören zu den Dalit, den "Unberührbaren" – einer indischen Bevölkerungsgruppe, die von höheren Kastenmitgliedern oft massiv diskriminiert wird.

In Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und finanzieller Unterstützung der EU, startete ADRA Deutschland, im Juli 2012 ein sechsmonatiges Hilfsprojekt in den Regionen Barpeta, Darrang und Nagaong, um die Menschen in Indien nach der Flutkatastrophe nicht mit ihrem Schicksal alleine zu lassen.

ADRA hilft Menschen in Indien beim Wiederaufbau der Dörfer

Mit Unterstützung der Bevölkerung reparierte ADRA in 18 indischen Dörfern die Unterkünfte und baute neue Häuser auf. Zusätzlich installierte ADRA Toilettenanlagen für 600 Personen. Über 6 000 Männer, Frauen und Kinder können sich außerdem über sauberes Trinkwasser freuen, das ADRA ihnen durch die Reparatur von Brunnen ermöglicht hat. Weitere 10 800 Betroffene der Flutkatastrophe erhalten Schulungen zu Hygienefragen. Viele von ihnen wussten bislang nicht, wie wichtig eine Grundhygiene für die Gesundheit ist. Dieses Wissen können sie weitertragen und somit langfristig die Hygienesituation in ihren Dörfern verbessern.

Insgesamt kommt die Hilfe von ADRA in Indien über 25 000 Menschen zugute.

ADRAs Hilfe im Überblick:

  • "Cash for Work"-Programme und sonstige finanzielle Unterstützung für 8'100 Menschen
  • Nahrungsmittelversorgung für 8'100 Menschen
  • Bau/Reparatur von Unterkünften für 2'880 Menschen
  • Verteilung von Plastikplanen an 1'740 Menschen
  • Reparatur von 18 Brunnen
  • Bau von Sanitäranlagen für 600 Personen
  • Verbesserung der Wasser- und Hygienebedingungen von 10'800 Menschen